Geostorm (2017)

Ich habe überhaupt keine rechten Worte dafür, wie unfaßbar schlecht Geostorm ist, aber meine Güte, das muss ich mir von der Seele schreiben. Die Handlung ist so doof wie Doomsday: Der Klimawandel entlud sich in subkomplexen Phänomenen, nämlich spezifischen Freak-Wetter-Ausfällen, insbesondere Stürmen, die dann aber durch ein Netz von Satelliten, die nicht näher beschriebene Dinge tun, irgendwie eingehegt wurden. Verantwortlicher ist Jake Lawson, den Gerard Butler als subtilen Denker, nein, LOLSOB, den Butler als gerne auf die Nase hauenden Macher anlegt, kein Gedanke an intellektuelle Komplexität, weil ist ja nur Wetter. Weil er so undiplomatisch ist, wird er rausgeschmissen und wohnt alleine in einem Trailer, seine Tochter besucht ihn ab und zu, natürlich ist auch seine Ehe in die Brüche gegangen. Das gibt dann später ein paar Heuleszenen mit dem armen Kind.

Denn lo and behold, irgendein Bösewicht nutzt anscheinend das „Dutch Boy“ getaufte Satellitennetzwerk, um einzelne Katastrophen auszulösen, die einen „Geostorm“ aka weltweites Wetterchaos auslösen würden, und das internationale Team auf der sehr aufgepimpten ISS, wo aus irgendwelchen Gründen im gesamten Gebiet Schwerkraft zu herrschen scheint, obwohl sich nur minimale Teile drehen (und die zu langsam für Erdschwerkraft), hat keinen Schimmer, aber irgendwie infiltriert ist es doch. Jakes Bruder Max ist inzwischen zuständig, schickt seinen Bruder wieder auf die ISS, wo inzwischen die Deutsche Ute Fassbinder den Laden schmeisst (ich hoffe, Alexandra Maria Lara wurde richtig gut bezahlt für diesen schwarzen Ölfleck auf ihrer Karriere), während er seine Freundin und Secret-Service-Agentin Sarah dazu bringt, irgendwelche verbotenen Sachen zu tun…

Es ist noch schlimmer, als es sich anhört. Der Film hat Löcher in seiner Logik, durch die größere Raumschiffe durchfliegen könnten, Satelliten haben aus irgendwelchen Gründen Platz für mitfliegende Astronauten, das Space-Shuttle-Programm wurde wiederbelebt, im Weltraum hört man jedes Knarzen und an Bord der ISS scheinen überall Schusswaffen herumzuliegen. What on Earth bzw. What in Space

Butler spielt halt sein Ding, Lara wirkt fast durchgehend desorientiert, zwischendrin täuschen Andy Garcia und Ed Harris Schauspielerei vor, und Zazie Beetz kriegt hoffentlich bald wieder bessere Rollen. Und wer der Handlung folgen konnte (bizarrer Quatsch von Anfang bis Ende, generische Katastrophenszenarien, die nicht einmal Sinn ergeben), sieht den einen winzigen Twist schon mehrere Wetterfronten im Voraus kommen. Hundert Wirbelstürme über der Sahara könnten nicht soviel heiße Luft durch die Gegend pusten wie dieser Film.

(Aktuell auf Netflix; Werbelink: Bestellen bei amazon.de)

I Am Mother (2019)

Das Licht kühler Neonlampen, klinisch anmutende Korridore, funktionale Einrichtung: Um die Apokalypse zu überleben, müssen wir womöglich auf alle Heimeligkeiten verzichten. Oder doch nicht alle? Wenn „Mutter“, der sorgende und pflegende Roboter, die frisch in der künstlichen Gebärmutter im Expresstempo ausgewachsene „Tochter“ auf den Arm nimmt und mit Wärmelampen bestrahlt, dann wechselt das Farbschema in rote, orange, gelbe Töne: Hier ist Schutz und womöglich gar Zärtlichkeit. Das Rot wird „Tochter“ später in ihrer Kleidung weiter an sich tragen, irgendwann klebt sie ihrer Ziehmutter bunte Sticker auf die matt-metallischen Gliedmaßen.

Grant Sputores Debütfilm I Am Mother beginnt mit Kamerablicken in den Bunker, der, so bekommen wir es erzählt, das Überleben der Menschheit sichern soll. Von außen dringt Donnern durch die Wände, es wackelt und die Lichter flackern, während Einblendungen den Ort des Geschehens beschreiben: Eine „Einrichtung zur Neubesiedelung“ mit „63 000 Embryonen“. Menschen sind keine zu sehen, stattdessen setzen Maschinen den Roboter zusammen, der dann zu „Mutter“ wird, die aus den eingefrorenen Embryonen das erste Kind auswählt: ein Mädchen.

Meine vollständige Kritik von I Am Mother gibt es auf kino-zeit.de.

Axel der Held (2018)

Natürlich ist Axel (Johannes Kienast) kein Held. Kein strahlender Prinz in weißer Rüstung, der auf seinem Ross die schöne Prinzessin aus den Fängen eines Drachens befreit. Wie ein Märchen fängt Axel der Held dennoch an: „Es war einmal…“ Und dann wird die Welt beschrieben, in der sich dieses Märchen bewegt, während die Kamera über ein Modell hinwegfliegt, auf der kleine Figuren die Protagonist_innen repräsentieren.

Das kleine Dorf inmitten von Wäldern, das von seiner Hühnerfarm lebt, und alles – Hühnerfarm, Casino, die meisten Häuser – gehört dem einen König, der hier Manne (Sascha Alexander Geršak) heißt und meist seine Schergen losschickt. In seinem Schlösschen hält er sich außerdem als Prinzessin und zukünftige Königin die junge Jenny (Emilia Schüle), die aber anscheinend auch ganz gerne auf seinem Anwesen in der Sonne liegt.

Meine vollständige Kritik von Axel der Held gibt es auf kino-zeit.de.

Mortal Engines: Krieg der Städte (2018)

Wenn man es recht betrachtet, war die Hintergrundgeschichte von Mortal Engines schon in Romanform nicht unbedingt besonders leicht zu glauben. Philip Reeves 2001 erschienener Roman erzählte jedoch eine spannende Steampunk-Fantasy-Geschichte: In einer Welt nach dem „Sechzig-Minuten-Krieg“ wurden die meisten Städte auf große Antriebsmotoren montiert und fahren durch die Welt, immer auf der Suche nach Rohstoffen und kleineren Städten, die sie aufnehmen und deren Baumaterial sie zum Antrieb ihrer Maschinen verwenden können.

Die junge Hester Shaw, frisch per Städtefraß in London angekommen, verübt ein Attentat auf dessen Chef-Archäologen Thaddeus Valentine – als es fehlschlägt, stürzt sie sich von der Stadt herunter, und Tom, ein braver Londoner, stürzt mit ihr. Nach und nach kommt schließlich nicht nur Valentines Vergangenheit ans Licht kommt, sondern auch seine gefährlichen Pläne für die Welt…

Vielleicht ist es schlicht so, dass Reeves Bilderwelten im Buch interessant und faszinierend wirken, auf der Leinwand aber ihre ganze Absurdität überdeutlich wird. Vielleicht gibt uns auch Regisseur Christian Rivers in seinem ersten Langfilm nicht genug Zeit, uns die Wunder gerade Londons in Ruhe anzusehen. Schon in den ersten Minuten ziehen da Alltagssequenzen in hektisch kurzen Sequenzen an uns vorbei; man hätte sie gerne in Ruhe betrachtet und sich in diese Phantasiewelt hineinziehen lassen. (Die Kampfszenen später sind noch viel schlimmer, unfassbar hektisch und unübersichtlich geschnitten.)

Peter Jackson hatte sich die Rechte am Buch gesichert und wollte den Film wohl unbedingt selbst drehen; wer weiß, was daraus geworden wäre. Das von ihm, Philippa Boyens und Fran Walsh verfasste Drehbuch strafft viele Handlungsstränge zu einer einigermaßen filmtauglich verknappten Erzählung; da dabei aber auch die inneren Konflikte der Hauptfiguren rausgeschmissen werden, bleibt nicht viel, was uns außer Spektakel an dem Film interessieren könnte. Die eine clevere Anspielung auf Metropolis kann es jedenfalls nicht sein.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Die Wildgänse kommen (1978)

Was macht man im gerade so postkolonialen Afrika, wenn man schmutzige Geschäfte machen und einen Gefangenen befreien will? Man bezahlt einen Trupp Söldner – nicht mehr ganz junge, ehemalige Soldaten, die den Auftrag sicher ausführen, zur Not aber auch verzichtbar sind. Andrew V. McLaglens Die Wildgänse kommen gehört zu den durchaus umstrittenen Klassikern des Söldnerfilms, ist aber in vierzig Jahren seit seiner Entstehung nicht gut gealtert. Das liegt zum Teil daran, dass der Rassismus mancher Szenen unwidersprochen bleibt – laut Darsteller Hardy Krüger wurden entscheidende Stellen, die das konterkarierten und insbesondere die Entwicklung des südafrikanischen Söldners, den Krüger spielte, im Schnitt geopfert. Durchaus progressiv ist, dass ein offen schwuler Söldner mitkämpft – aber alles andere wirkt eben nicht mehr zeitgemäß: Von den unglaubwürdigen Ballereien rechts und links, der lebensverachtenden Macho-Haltung der Söldner bis hin zur relativ steifen Inszenierung der Intrigen, die natürlich im Hintergund vor sich hin schwelen. Ganz zu schweigen eben davon, wie sehr der Film hier pauschal ehrenwert kämpfende Weiße gegen das böse, folternde Afrika setzt. All das können auch Granden vom Format Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris und Stewart Granger nicht wirklich retten.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Tobruk (1967)

September 1942: Eine Spezialeinheit aus britischen Soldaten und deutschen Juden soll sich durch die nordafrikanische Wüste aufmachen, um als Deutsche getarnt das Treibstofflager des Afrikakorps in der Küstenstadt Tobruk zu sprengen. So einfach ist die (lose auf historischen Ereignissen basierende) Prämisse des amerikanischen Kriegsfilms Tobruk (früher auch als Die Kanonen von Tobruk), aber wie jede Undercover-Operation hat das Abenteuer so seine Tücken. In der Tat hat es womöglich zu viele Tücken, so dass sich hier Spionage und Gegenspionage in verschiedenen Ebenen überlagern, ohne dass deshalb fortwährend in größerer Menge Spannungsfunken schlügen – da ist ein wenig Potential verschenkt. Dafür gibt es zu Beginn des Films und ausgedehnt am Ende Actionsequenzen, die sich auch fünfzig Jahre später nicht verstecken müssen – bis hin zum etwas abrupten Ende. Vor allem die Befreiung (und Zwangsrekrutierung) eines kanadischen Offiziers (Rock Hudson) am Anfang ist wirklich sehenswert. Neben Hudson glänzen noch George Peppard (Das A-Team lässt grüßen) als jüdischer Kämpfer und aber vor allem Nigel Green als sehr steif-trockener britische Kommandant. Und selbst wenn die Umgebung gelegentlich sehr nach Studio-Kulisse aussieht: Immer wieder hört man förmlich Sand aus dem Bildschirm rieseln.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Penny Dreadful – Staffel 3 (2016)

Es lässt sich wahrscheinlich genau zurückverfolgen, wann jemand auf die Idee gekommen ist, die Monster aus verschiedenen Horrorgeschichten zusammenzubringen – eine gute Idee war das beileibe nicht immer, wie sich an solch, sagen wir freundlich: ambivalenten Unternehmungen wie Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen oder Van Helsing ablesen lässt. Und aktuell unternimmt Universal einiges, um den Ruf seiner klassischen Monstergeschichten im „Dark Universe“ zu melken – Die Mumie ist da nicht unbedingt der hoffnungsfroheste Neubeginn.

Aber sei’s drum. Die Serie Penny Dreadful, die jetzt mit der dritten Staffel zu Ende geht (hier meine Besprechung von Staffel 2), ist da eine ganz andere Nummer. Hier durchdringt das Konzept des „gothic horror“ jede einzelne Szene, jede Dialogzeile und, natürlich, jedes Bild. Die Farbtöne leuchten zwischen dunklem Sand und finsterem Blau, und Monster aller Provinienz bevölkern das London (und zeitweise den Wilden Westen) dieser Welt. Dr. Frankenstein und seine Geschöpfe, Dorian Gray, ein Werwolf und Revolvermann: Sie sind hier alle verbunden – in Selbstzweifeln und Hoffnungslosigkeit, und schließlich im Kampf gegen den großen Feind, der die Stadt mit Nebel heimsucht, der Ratten und Ungeziefer auf die Straßen treibt.

Dracula also. Und natürlich dreht sich alles, alles um Vanessa Ives (Eva Green), die schon in den ersten zwei Staffeln der feste Anker von Penny Dreadful war. Zum Ende hin wird es nun alles noch etwas düsterer und nachdenklicher, leiden die Figuren noch etwas mehr an ihren Geschichten, Fehlern und Sünden. Die Serie findet darin ihr zwingendes, auch wohl notwendiges Ende – viele Fäden werden zu Ende erzählt, einige flattern anschließend im Wind. Aber das ist gut so: Penny Dreadful ist und bleibt der eindringliche und tiefgehende Versuch, die moralischen Ambivalenzen der Monster, ihrer Herkunft und Schicksale auszuloten, miteinander zu verknüpfen und daraus mehr zu machen als ein Actionspektakel.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Buchkritik: Reader Superhelden. Theorie – Geschichte – Medien

Nachdem Superhelden in den vergangenen Jahren weit über die Grenzen von Comics hinaus zu kulturellen Gemeinplätzen geworden sind, hat auch die Forschung über diese Figuren an Sichtbarkeit gewonnen. In ihrem Reader Superhelden haben Lukas Etter, Thomas Nehrlich und Joanna Nowotny nun Texte zu Theorie – Geschichte – Medien der Superhelden zusammengetragen – aus allen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart, von Homer bis Stan Lee. Der Sammelband bringt Quellen und Aussagen von Comicautoren wie Lee oder Frank Miller und Alan Moore in direkten Zusammenhang mit der Forschung: Sei es Dirck Lincks Aufsatz zu homosexuelles Begehren bei Batman & Robin, sei es die Frage nach Erzählstrukturen im Comic, seien es neuere Ansätze zu Fragen von nationaler und sexueller Identität – und was ist eigentlich mit arabischen oder Schwarzen Superhelden? Während Fans sich über Wonder Woman und Black Panther freuen oder aufregen, bietet der Reader einen Schritt zurück, eine größere und wissenschaftlich fundierte Perspektive auf Traditionen und Topoi, die es eben auch schon vor dem ersten Auftritt von Superman in den „Action Comics“ gab. Das hier versammelte Wissen dürfte manchem Text, der über Superhelden entsteht, sehr gut tun.

Lukas Etter, Thomas Nehrlich, Joanna Nowotny (Hg.): Reader Superhelden. Theorie – Geschichte – Medien. Bielefeld: transcript, 2018. 536 Seiten. 29,99 Euro.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Star Trek: Discovery – Staffel 1 (2017/2018)

Michael Burnham (großartig: Sonequa Martin-Green) ist eine Ausnahmeperson: Als menschliches Waisenkind wurde sie auf Vulkan großgezogen und ist nun Erste Offizierin auf der USS Shenzhou. Auf einer Forschungsmission kommt es zu einem Zwischenfall, der einen Krieg zwischen der Föderation und den Klingonen auslöst; die Shenzhou wird zerstört, ein Großteil der Crew kommt ums Leben. Geächtet und wegen Meuterei verurteilt, wird Burnham während eines Gefangenentransportes vom Kapitän der USS Discovery rekrutiert, Teil seiner Crew zu werden und sie bei geheimen Experimenten zu unterstützen… Jede Erweiterung des Star Trek-Universums wird von den Fans kontrovers diskutiert, und Discovery, dessen Handlung neun Jahre vor dem Beginn der Originalserie angesiedelt ist, war da keine Ausnahme. Wenn man die etwas trägen, eher gewöhnlichen Anfänge hinter sich lässt, wird man dafür nicht nur mit neuen, komplexen Figuren belohnt, sondern auch mit Themen, die dieses SF-Universum bereichern – und die inklusiven, gesellschaftlich fortschrittlichen Traditionen erweitern. Beschenkt wird man außerdem mit interessanten neuen Figuren, allen voran Mary Wisemans nervös-scheue Kadettin Sylvia Tilly, Jason Isaacs‘ Gabriel Lorca und Doug Jones‘ Mr. Saru als Vertreter der ängstlichen Spezies der Kelpien.

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Designated Survivor – Staffel 2 (2017/2018)

Der „Designated Survivor“, der „Eingeplante Überlebende“ ist jenes Mitglied der amerikanischen Regierung, das zum Beispiel bei der Ansprache des Präsidenten zur „State of the Union“ nicht zugegen ist, sondern an einem sicheren Ort warten muss, damit im Falle einer Katastrophe nicht die gesamte US-Regierung samt der Parlamentarier auf einmal ausgelöscht wird. Die nach dieser Person benannten Serie drehte sich natürlich genau um die Folgen einer solchen Katastrophe, genauer: die Folgen eines Terroranschlags, durch den der unerfahrene Minister Tom Kirkman (Kiefer Sutherland) auf einmal Regierungschef wird.

Die erste Staffel von Designated Survivor konnte sich sehr erfolgreich an dieser Prämisse entlang hangeln – und auch wenn es nebenher kleine Intrigen und Probleme rechts und links gab, war das meiste noch unmittelbar auf die durch den Anschlag entstandene Krise bezogen und wurde die Handlung vor allem dadurch vorangetrieben, dass der Urheber des Anschlags noch unklar oder wenigstens auf freiem Fuß war.

Womit nach diesem Start nicht zu rechnen war ist die glorifizierte Seifenoper, die daraus in der zweiten Staffel wird. Die FBI-Ermittlung, vorangetrieben von Agentin Hannah Wells (Maggie Q), spielt zwar immer noch eine Rolle, verfranst sich aber in zahlreichen, zum Teil hanebüchenen Nebensträngen; daneben gibt es Geblubber in Familie Kirkman, Intrigen im Weißen Haus und derlei mehr – in jeder Folge wird außerdem irgendein Alltagsproblem der Regierung thematisiert und deshalb ernsthaft ein Fall ausgebreitet, in dem eine Ehefrau die Bienen ihres Mannes vergiftet.

Erst nach der ersten Staffelhälfte nimmt die Handlung etwas Fahrt auf, auch indem zentrale Figuren etwas unsanft zur Seite geräumt werden; man muss schon Durchhaltevermögen mitbringen, um so weit zu kommen. Leider wird es nicht besser dadurch, dass Kirkmans Rolle als besonnener Präsident – in der ersten Staffel als Fels der Ruhe im Wahnsinn der Krise erscheinend – immer deutlicher nur salbungsvoll daherredet.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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