Buchkritik: Reader Superhelden. Theorie – Geschichte – Medien

Nachdem Superhelden in den vergangenen Jahren weit über die Grenzen von Comics hinaus zu kulturellen Gemeinplätzen geworden sind, hat auch die Forschung über diese Figuren an Sichtbarkeit gewonnen. In ihrem Reader Superhelden haben Lukas Etter, Thomas Nehrlich und Joanna Nowotny nun Texte zu Theorie – Geschichte – Medien der Superhelden zusammengetragen – aus allen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart, von Homer bis Stan Lee. Der Sammelband bringt Quellen und Aussagen von Comicautoren wie Lee oder Frank Miller und Alan Moore in direkten Zusammenhang mit der Forschung: Sei es Dirck Lincks Aufsatz zu homosexuelles Begehren bei Batman & Robin, sei es die Frage nach Erzählstrukturen im Comic, seien es neuere Ansätze zu Fragen von nationaler und sexueller Identität – und was ist eigentlich mit arabischen oder Schwarzen Superhelden? Während Fans sich über Wonder Woman und Black Panther freuen oder aufregen, bietet der Reader einen Schritt zurück, eine größere und wissenschaftlich fundierte Perspektive auf Traditionen und Topoi, die es eben auch schon vor dem ersten Auftritt von Superman in den „Action Comics“ gab. Das hier versammelte Wissen dürfte manchem Text, der über Superhelden entsteht, sehr gut tun.

Lukas Etter, Thomas Nehrlich, Joanna Nowotny (Hg.): Reader Superhelden. Theorie – Geschichte – Medien. Bielefeld: transcript, 2018. 536 Seiten. 29,99 Euro.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
Werbelink: Bestellen bei amazon.de.

Ein Long Take, der sich gewaschen hat

Eine zwölfeinhalbminütige Szene, aufgenommen in einem einzigen Take – ohne Schnitt und Pause, ein Long Take – von einer, das Thema ist ja leider nur allzu aktuell, Schießerei an einer kanadischen Highschool. So fulminant ging wohl die kanadische Serie 19-2, von der ich mit diesem Video zum ersten Mal gehört habe, in ihre zweite Staffel. Kennt die Serie jemand? Ist die auch sonst so gut?

School Shootout – 19-2 – Amazing long take!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Oscars 2012: Liveblogging

Ab irgendwann heute nacht werde ich hier bzw. direkt hier im Blog über die Oscars livebloggen, zusammen mit Anne, Beatrice, Peter und Philipp – und allen Gästen und Kommentator_innen, die dazu stoßen mögen. Minus all jenen Leuten, die zwischendrin einschlafen. Enjoy!

Oscars-Vorglühen 2012: Razzies, Liveblog und Chat

Als Vorbereitung auf die Oscars auf der Gegenfahrbahn wurden gestern die Nominierungen für die diesjährigen Razzie Awards aka Goldene Himbeeren verkündet.

Heute abend nacht werde ich in illustrer Gesellschaft bei nomnomnom livebloggen, so gut lange ich kann. Zwischendrin schaue ich aber sicher auch im Oscar-Chat von moviepilot vorbei, auch wenn ich die Nacht nicht im Büro verbringe, sondern lieber vom heimischen Sofa aus blogge und schnarche.

Kommt vorbei, schaut und mischt Euch ein! Oder so!

Vorab könnt Ihr noch schnell bei Peter Euren Tipp für die Oscargewinner abgeben oder den Großteil der fünf nominierten Animated Shorts ansehen.

Und dann die Frage: Kommt er?

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Vorglühen zu den Oscars

Noch knappe 29 Stunden bis zur Verleihung der diesjährigen Academy Awards, und natürlich kann man sich ohne Ende und bis in unendliche Details wie Fussballreporter mit Statistiken darüber vorbereiten, wie oft Billy Crystal in seinen Moderationen schon Tom Cruise erwähnt hat und… ach, egal.

Hier gibt es einfach, in einem schönen Player, die Trailer für die Filme in den Hauptkategorien versammelt:

Hier stellt mein Kollege Batzman die Nominierten nochmal vor und läßt uns dabei subtil wissen, dass er gerade erst in Kalifornien weilte:

Feminist Frequency hat die für den besten Film nominierten dem Bechdel-Test unterzogen – mit dem erwartbar vernichtenden Ergebnis:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Den Abend schöner macht man sich natürlich mit dem Oscar-Bullshit Bingo des Comedyfilmfestivals, und auf den Roten Teppich warte ich vor allem wegen des potentiellen Auftritts von Sacha Baron Cohen.

Ach ja, und livebloggen werde ich dann auch. Falls ich nicht vorher einschlafe bzw. vorher erst gar nicht aufwache. (Dass ich während der Zeremonie einschlafen werde, darf allerdings als gesichert gelten. ;-) )

Berlinale 2012: Tag 5

Noch ein Arbeits- und Familientag; morgen wird das ähnlich, voller Erwerbsarbeit mit einem abendlichen Abstecher zu Rentanenko. Reingequetscht habe ich heute immerhin eine Iron Sky-Wiederholung mit dem lieben M. (aus Gründen), zu der wir noch fast zu spät gekommen wären, weil ich im Tran der Gewohnheit ihn in die U-Bahn Richtung Potsdamer Platz zerrte. Statt ins Cubix. Es ist gut, wenn man viel zu früh ist. Vor allem, wenn einen das Festival schon etwas schlafversehrt hat.

Regisseur Timo Vuorensola war nach dem Screening noch da, der Mann läuft vermutlich seit Tagen auf einem High von körpereigenen Endorphinen; seine Hibbeligkeit war schon fast verstörend. Dann beantwortete er alle Fragen mit knappen Sätzen in einem Affentempo, dann immer gleich der nächsten Frage erwartend entgegenblickend, was ihm seltsamerweise den Anschein gab, wortkarg und geschwätzig zugleich zu sein. Aber seeeeehr gut gelaunt.

***

Weil ich hier heute nicht so viel zu sagen habe, noch einmal der Verweis auf Kluges an anderer Stelle: Das Berlinale-Special etwa von critic.de, wo man auch die Berlinale im Dialog begeht. Die tägliche Presseschau gibt uns film-zeit.de, während beim Perlentaucher und auf kino-zeit.de gewohnt lesbar gebloggt wird. Last but not least schreibt Kollegin Sophie in ihrem Blog und im Berlinale-Tagebuch bei meinem Arbeitgeber moviepilot über die Filme, die sie gesehen hat.

***

Meinen ausführlichen Text zu Herr Wichmann aus der dritten Reihe findet die interessierte Leser_innenschaft jetzt übrigens auch hier.

Die ganze Harry-Potter-Saga auf einem Poster

Im The Burrow’s Studio Blog gibt es hier The Summharry – Poster, die die Handlung der Harry-Potter-Bücher (und implizit auch: -Filme) sehr konzise und amüsant zusammenfassen, als drucktaugliche Graphiken zum kostenlosen Download. Es gibt jeweils die einzelnen Bücher oder die ganze Geschichte in einem Bild (wie oben zu sehen; aufs Bild klicken für die ganze Pracht in deutlich reduzierter Größe). Mit Schere oder Photoshop kann man sich daraus sicher auch ein hübsches Immer-an-der-Wand-lang-Bild schneidern…

Hier geht es zu den Downloads. (via)

Das ist das Ende!

THE END

Der Designer Dill Pixels (Tom Djll?) hat inzwischen über 360 Bilder von Endtiteln („Fin“, „The End“ etc. pp.) gesammelt – das obige Beispiel stammt aus House of Wax von 1953. David Thomson war schon vor zwei Jahren davon begeistert, aber ich bin halt ein Late Adopter. Hier gibt es die Bilder noch als gloriose Diashow, die man sich vielleicht zur Feier des Tages mit etwas Tschaikowsky (weil, deswegen) versüßen kann:

WeiterlesenDas ist das Ende!