Erste Videos aus Spring Breakers

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Bisher war von Spring Breakers vor allem deshalb zu lesen, weil Bilder bekannter Teeniestars in Bikinis im Netz kursierten. Aber wenn man Regisseur Harmony Korine kennt und z.B. Trash Humpers gesehen hat, der sich so gar nicht in gewöhnliche Kategorien des Kinos einsortieren lässt. Und erste Kritiken aus Venedig (wie diese schöne z.B.) deuten darauf hin, dass wir es hier in der Tat mit einem aufregenden Stück Kino zu tun bekommen werden.

Die Produktionsfirma Muse Film hat auf ihrer Vimeo-Seite erste Clips aus dem Film bereitgestellt. Ich freue mich sehr, sehr vor.

http://vimeo.com/48702709

http://vimeo.com/48406777

(Foto: Muse Productions)

Fantasy Filmfest Nights 2012

Die Filme für die diesjährigen Fantasy Filmfest Nights (an den Wochenenden vom 17.3. bis 1.4.2012) sind jetzt offiziell, und es sind ein paar hoffnungsvolle dabei und ein paar Stinker.

Childish Games aka Dictado habe ich auf der Berlinale gesehen, ein solider, aber wenig überraschender spanischer Mysterythriller mit leichten Horroreinschlägen. Kann man sehen.

Unbedingt empfehlenswert: Der kubanische Juan of the Dead (Juan de los Muertos), den ich in Sitges gesehen und dann ausführlich besprochen habe. Zombiekino in seiner besten Form.

Am gleichen Ort habe ich auch Livid (Livide) gesehen und war nicht sehr begeistert. Eine ästhetisch überambitionierte Vampir(o.s.ä.)geschichte, die dann am Schluß doch nicht bringt, was sie will. Noch schlechter ist The Theatre Bizarre, ein Episodenfilm, dem ich so gar nichts abgewinnen konnte.

Anders hingegen Sleep Tight (Mientras Duermes), noch so ein spanischer Film, den ich ziemlich stark fand – aber dazu gab es auch von geschätzten Kolleg_innen ganz andere Meinungen. So soll’s sein.

Unbekannt, aber vielversprechend: Chronicle und We Need To Talk About Kevin. Unbekannt und womöglich egal: Love, The Prodigies (La Nuit des Enfants Rois), [REC]3, Rosewood Lane.

FFF 2011: meine Empfehlungen

Heute abend beginnt in Berlin das anschließend durch die Republik tourende Fantasy Filmfest in seinem 25. Jahr. Wie auch im vergangenen Jahr möchte ich vorab ein paar Empfehlungen und Warnungen aussprechen zu den Filmen im Programm des Festivals, die ich bereits vorab habe sehen und besprechen können. (Die Links führen jeweils zu meinen ausführlichen Kritiken.)

Meine dringendste (und wiederholte) Empfehlung gilt dabei Super von James Gunn, mit Rainn Wilson und Ellen Page, einer hochintelligenten, ungewöhnlichen und stellenweise sehr schwarzen Komödie über einen Real-Life-Superhelden.

David Mackenzies apokalyptisches Drama Perfect Sense (mit Eva Green und Ewan McGregor) ist ebenfalls ein Must-See – eine ruhige und überhaupt nicht sensationsheischende Parabel über die Conditio Humana, wenn die Menschheit schrittweise dem Untergang entgegengeht.

Für Freundinnen und Freunde des Thrillergenres empfehle ich vor allem zwei französische Produktionen: Point Blank (À bout portant) von Fred Cavayé und The Prey (La proie) von Eric Valette.

Stake Land ist ein ungewöhnlicher Vampirfilm, eher ein apokalyptisches Roadmovie, und damit (aber gekonnt) eine Parabel über die amerikanische Gesellschaft der nicht-apokalyptischen Gegenwart. Auf jeden Fall einen Blick wert.

Und dann sind da noch: Hideaways von Agnès Merlet, eine Fantasyromanze für ein eher jugendliches Publikum, Jérôme Salles zweites Largo-Winch-Actionabenteuer, Largo Winch II: The Burma Conspiracy (ausführliche Kritik erscheint in Bälde hier) sowie, für Fans der Reihe, das Prequel zu Cold Prey, Cold Prey 3 – The Beginning (Fritt Vilt III).

Eher abraten würde ich von dem Geiseldrama The Assault (L’assaut) von Julien Leclercq, von der IMHO völlig unkomischen „apokalyptischen Komödie“ Phase 7 (Fase 7) aus Argentinien sowie schließlich von dem franko-kanadischen Terrorstreifen Territories von Olivier Abbou.

Wie auch 2011 werde ich hier im Blog natürlich auch kurze oder längere Kritiken zu verschiedenen Filmen veröffentlichen, die ich im Laufe des Festivals sehe; unter anderem sind das voraussichtlich (in ungefähr alphabetischer Reihenfolge): Cat Run (Trailer) von John Stockwell, Xavier Gens‘ The Divide, der Eröffnungsfilm Don’t Be Afraid of the Dark, F von Johannes Roberts, Final Destination 5 (Trailer; hier meine Gedanken zum bisher letzten Film der Serie), The Innkeepers von Ti West, Norwegian Ninja, der israelische Horrorfilm Rabies (Kalevet), Saint von Dick Maas, Lucky McKees The Woman (der mit reichlich Vorschußlorbeeren aus Sundance kommt) sowie Yellow Sea von Hong-jin Na, dem wir bereits den durchaus hervorragenden Chaser verdanken.

Foto: Fantasy Filmfest

Transformers 3 – Early Buzz & das Wesentliche in neun Minuten

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In Frankreich Paris hat am Donnerstagmorgen eine sehr frühe Pressevorführung von Transformers: Dark of the Moon stattgefunden (allerdings mit einer Sperrfrist versehen, die vor allem dadurch bizarr wird, daß vor ihrem Ablauf eine öffentliche Vorpremiere eben hier in der Stadt stattfindet), und zur großen Überraschung womöglich aller Beteiligten sind die wenigen durchdringenden Stimmen gedämpft positiv – trotz der über zweieinhalb Stunden gelingt es dem Film anscheinend, zumindest sein Zielpublikum oder deren etwas kritischere Vertreter_innen bei der Stange zu halten. Vor allem technisch – aber das verwundert wohl nicht – sei der Film erstklassig. Den Rest wird man sehen müssen bzw. die Kritiken abwarten, die ab Montag hervorströmen dürften.

Bis dahin kann man sich immerhin schon einmal über die wesentlichen Plotpoints des Films in diesem Clip informieren, der nur öffentlich verfügbare Clips und Trailer montiert, aber durch die Montage schon einen ziemlich guten Eindruck davon gibt, was in dem Film so vorgeht:

(via)

Die Zähmung der Lisbeth Salander

Ich mache mir etwas Sorgen um die Neuverfilmung von Män som hatar kvinnor (Verblendung), The Girl with the Dragon Tattoo. (Natürlich sehe ich vor allem die Notwendigkeit nicht, aus einem durchaus sehr guten Film so bald darauf einen zweiten zu machen – Regisseur Niels Arden Oplev kann durchaus ein bißchen beleidigt sein vielleicht. Immerhin muß man sich, da David Fincher Regie führt, keine allzu großen Sorgen machen, daß das Remake an und für sich ganz furchtbar werden könnte.)

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Meine Irritation hat schon vor einigen Monaten begonnen, und mit dem jetzt veröffentlichten Teaser-Poster erhärtet sich der Verdacht: Hier wird für die Werbekampagne die Figur der Lisbeth Salander (in Finchers Film von Rooney Mara verkörpert) in einer Weise dargestellt (und deshalb wird das Poster hier auch nicht reproduziert), die vor allem dazu geeignet ist, sie als sexuelles Wesen dar-, vor- und auszustellen.

Schon die im Januar veröffentlichte Fotostrecke mit Bildern von Rooney Mara (als Salander) in W zeigte diese Tendenz – das konnte man aber vielleicht noch, mit sehr viel gutem Willen, als ans publizierende Medium angepaßte Aufmerksamkeitsstrategie lesen. Mit der Veröffentlichung des offiziellen Posters aber wird mehr daraus: Wird daraus Bilderpolitik mit einer klaren Sprache und Geschlechterordnung.

Das Bild ist in dunklem Schwarzweiß gehalten; Salander (Mara) steht darauf, nackt bis zur tief auf den Hüften sitzenden Jeans, vor Blomkvist (Daniel Craig, bekleidet), der seinen linken Arm um ihren Oberkörper gelegt hat. Salanders Brüste liegen frei, ihre Brustwarzen werden durch Schrift bzw. durch ihren linken Arm abgedeckt, mit dessen Hand sie an Blomkvists Armbeuge faßt. Beide blicken in Richtung der Kamera.

Zwar wirkt Salander auf diesem Bild keineswegs wie ein braves, gefügiges Mädchen – gerade auch durch ihren direkten Blick nimmt sie keine unterwürfige Position ein -, zugleich ist sie aber deutlich Blomkvist untergeordnet. Dies wird zum einen durch ihre Körpergröße suggeriert (Noomi Rapace – Salander im Originalfilm – ist meiner Erinnerung nach nicht kleiner als ihr Gegenüber Michael Nyqvist – Blomkvist), zum anderen aber auch durch Blomkvists schützende Geste (die durch Salanders eigene Hand wiederum aufgewertet wird).

Zusammen mit ihrer Nacktheit entsteht so das Bild einer Lisbeth Salander, die Blomkvist jedenfalls nicht ebenbürtig ist; sieht man das Bild zudem im Kontext der erwähnten Fotostrecke aus W, so entsteht deutlich der Eindruck, daß ihre Figur hier als sexuell verfügbar dargestellt wird, verbunden allenfalls mit in die Alltagskultur eingesickerten Fetischisierungsmitteln à la Suicide Girls. Vor allem aber wird Salander in den Bildern aufs Sexuelle nahezu vollständig reduziert.

Das ist insbesondere deshalb so ärgerlich, weil sie in den Romanen – und weitgehend auch im Film von Niels Arden Oplev – zwar auch ein sexuelles Wesen ist (nicht zuletzt ist dies für ihre Beziehung zu Blomkvist von Bedeutung), aber eben nicht hauptsächlich. Alle Insignien und Gegenstände, die für Salander in Buch und Film sonst so wichtig sind – vor allem also ihr Computer – fehlen hier vollständig.

Stieg Larssons Bücher haben eine der vollständigsten, komplexesten Heldinnen im jüngeren Thriller in die Welt gesetzt; die Kampagne für The Girl with the Dragon Tattoo scheint nun schwer daran zu arbeiten, diese harte, widerspenstige Figur, diese schwarze Ritterin des Geschlechterkampfes, zu domestizieren und sexuell verfügbar zu machen.

(Hier nun noch der Trailer zu The Girl with the Dragon Tattoo, in dem Lisbeth Salander, dem Filmtitel zum Trotz, praktisch nicht auftaucht.)

Fantasy Filmfest 2011: erste Filme bekanntgegeben

In der vergangenen Woche wurden die ersten Filme für das diesjährige (fünfundzwanzigste) Fantasy Filmfest vorgestellt – und wenn sich das qualitativ so fortsetzt, dann verspricht es ein schönes Festival zu werden.

Schon gesetzt sind für das Festival die beiden französischen Thriller À bout portant (meine Kritik, Trailer) aka Point Blank von Fred Cavayé sowie La proie (The Prey; Trailer) von Eric Valette – beides sind hervorragende Vertreter des Man-on-the-run-Subgenres, Valettes Film etwas ausgreifender und unwahrscheinlicher vielleicht als der sehr dichte und urbane À bout portant.

Mit Stake Land (meine Kritik; Trailer) und Super (meine Kritik; Trailer) sind zwei großartige Exemplare des phantastischen amerikanischen Kinos aus dem vergangenen Jahr dabei, die ich schon in Sitges habe sehen können; Fase 7 aus Argentinien hingegen ist meiner Meinung nach einen Besuch nicht wert (meine Kritik).

Gespannt bin ich selbst vor allem auf Kalevet (Rabies) von Ahron Keshales und Navot Papushado aus Israel, auf den deutschen Film Urban Explorer von Andy Fetcher sowie auf Guan Yun Chang aka The Lost Bladesman von Felix Chong und Alan Mak.

Hier noch die Trailer der letztgenannten drei Filme (für die anderen jeweils unter den angegebenen Links):

Kalevet:

Urban Explorer:

Guan Yun Chang:

Colombiana – Poster

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Nach dem ersten Trailer hier nun auch ein Poster zu Colombiana mit Zoe Saldana, der im kommenden Herbst anlaufen wird, über eine junge Frau, die sich zur Killerin ausbilden läßt, um den Mord an ihren Eltern zu rächen.

(via)

Pam Grier in Space: ‚Soul Man‘

Guillaume Ivernel, Regisseur des eher gefloppten Animationsfilms Chasseurs de dragons (Die Drachenjäger) meldet sich hier mit einem Promoreel von einer Minute zu seinem Projekt Soul Man. Das wenige Material macht eher den Eindruck, als habe man es hier mit einer weiblichen Actionhauptfigur zu tun, aber ich habe keine offizielle Synopsis finden können, die das bestätigt (oder die Abweichung zum „männlichen“ Titel erklären würde).

Satoshi schreibt vom Inhalt des Films: „Ein ehemaliger polnischer Detektiv sieht sich in ein undurchsichtiges Biotech-Geschäft verwickelt, bei dem viel Geld auf dem Spiel steht. Alles dreht sich dabei scheinbar um ein kleines Mädchen, das er suchen muss.“ Eine Bestätigung dafür habe ich jedoch nicht finden können. Ein Achtminuten-Clip ist wohl in Vorbereitung, vielleicht erfährt man dann mehr…

allocine.fr hat noch ein paar mehr Bilder, Infos auch auf der Website von Blacklight Movies. (via)

Poster: ‚Cat Run‘

Auch wenn die Inhaltszusammenfassung, die indieWIRE anbietet, nicht unbedingt danach klingt, als sei Cat Run ein Kandidat für das Oberthema dieses Blogs – das Poster spricht eine andere Sprache.

Stockwell’s film centers around a failed chef and his slacker best friend. Aimless, they decide to help a high class export who is holding important evidence to a scandalous cover up. The two friends soon find themselves as makeshift detectives, protecting the woman from the mob, a corrupt U.S. Senator and a dangerous assassin.

Der Film startet am 1. April in den USA; weitere Termine gibt es bislang leider noch ebensowenig wie Kritiken, Trailer oder Szenenfotos.

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(via)