Violet & Daisy

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Nachdem ich den Film selbst auf dem Fantasy Filmfest im vergangenen Jahr leider verpasst habe, ist vorgestern nun endlich, endlich der erste Trailer zu Violet & Daisy erschienen. Ich freue mich sehr.

FFF 2012: Starship Troopers: Invasion (2012)

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Starship Troopers: Invasion

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Warum eigentlich immer Paris? Ach was, immerhin versuchen die Außerirdischen ausnahmsweise nicht als erstes, die USA zu erobern. Starship Troopers: Invasion ist vollständig am Computer animiert (wie etwa auch Resident Evil: Degeneration), und umgeht die größten Schwierigkeiten dieser Technik, indem es vor allem Figuren (der „mobile infantry“) in Ganzkörperrüstungen zeigt – so muss der Film nur in wenigen Szenen Gesichtszüge direkt aus dem Uncanny Valley zeigen muss – die dann wenig aufregender, detaillierter und menschlicher ausfallen als in den frühen Final-Fantasy-Streifen.

Starship Troopers: Invasion setzt auf reine, auch vage motivierte Action, militaristische Kamaraderie, viel Geballer und Geschrei der „Bugs“ (die zu animieren natürlich auch verhältnismäßig unaufwendig ist. Das ist ein Low-Budget-Peng-Peng-Abenteuer, bei dem in der ersten Dreiviertelstunde immer noch immer wieder nackte (CGI-3D-)Brüste zu sehen sind, wohl um die Hauptzielgruppe der männlich (Spät-)Pubertierenden an der Stange zu halten, bis das hirnlose Geballer so richtig los geht. Von Verhoevens Original Starship Troopers mit seiner bösen Medien- und Militarismuskritik ist in der endlosen Reihe an Sequels natürlich nichts mehr übrig. Alas.

http://www.youtube.com/watch?v=TSYLD37yc-8

FFF 2012: Doomsday Book (2012)

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Doomsday Book

Drei Geschichten vom Ende der Welt sind das: Platt, metaphysisch, grotesk. Episoden voller Schwankungen zwischen Religion und Weltlichkeit, von Gammelfleisch bis Erleuchtung, und selbst Online-Shopping kann das Ende der Welt beschleunigen.

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In „Brave New World“ bleibt ein von seiner Familie als Außenseiter behandelter Militärforscher allein in Korea zurück, während die anderen eine Reise unternehmen – er kümmert sich vor allem um die Entsorgung des häuslichen Mülls und geht dann mit einer Bekanntschaft essen, in die er sich prompt verliebt. Leider ist das Essen, das sie zu sich nehmen – unter anderem recht frische Rindsleber – zwar lecker, aber verseucht. Und so sind sie nur die ersten unter vielen, die sich in hungrige Zombies verwandeln.

In „Creation of Heaven“ fragen sich die Mönche eines buddhistischen Klosters, ob einer ihrer Roboter Erleuchtung erlangt haben könnte, ob er Buddha sei; und in „Happy Birthday“ löst der verzweifelte Online-Einkauf eines kleinen Mädchens den Untergang der Zivilisation aus.

Die koreanischen Regisseuren Jee-woon Kim und Pil-Sung Yim haben sich (zum Teil recht lustige) Gedanken dazu gemacht, wie die menschliche Gesellschaft ihren eigenen Untergang vorbereitet und betreibt. Im Falle der dritten Episode ist das eine eher leichtfüßige Angelegenheit, ein humoriges Spiel mit den Weiten des Internets und den darin lauernden, ahem, Gefahren. Die ersten beiden Geschichten hingegen sind ernster (nicht ernst) und stellen die Apokalypse immer sowohl in einen technologisch-gesellschaftlichen als auch einen religiösen Kontext.

Die Episoden sind stilistisch und ästhetisch, ihren Themen und Tonlagen entsprechend, sehr unterschiedlich. „Creation of Heaven“ ist zweifellos die ruhigste der drei, eine fast schon meditative Betrachtung über Erleuchtung in der buddhistischen Philosophie und der spezifischen Konstitution des Geistes avancierter menschenähnlicher Roboter – und über die Frage, ob wir unser Leben womöglich lieber mit Robotern als anderen Menschen teilen wollen würden. „Brave New World“ hingegen ist ein nervöses Stück Erzählung über industriell produzierte Nahrung – und zugleich eine Liebesgeschichte voll biblischer Anspielungen.

Grundsätzlicher kann die Apokalypse kaum sein: die Weltenzerstörung folgt zum Schluß. Und auch wenn das alles den Geist der Zuschauer_innen nicht völlig durchpustet: interessantes Hirnfutter ist das allemal.

(Foto: Splendid)

FFF 2012: 96 Minutes (2011)

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96 Minutes - Szenenbild

Langsam gerinnen sie schon zu einem eigenen Genre, die Filme, die das Schicksal einer Handvoll (meist junger) Leute im Brennglas eines Tages (oder weniger Stunden, oder einer halben Woche) verfolgen – die Lebenslinien berühren sich, trennen sich womöglich wieder, aber natürlich verlassen alle diese Erfahrungen als veränderte Menschen. Es sind Sozialdramen meist, in denen die Protagonisten aus ihrer Existenz geschüttelt werden und die zugleich, so wohl meist die Hoffnung von Drehbuchautoren und Regisseuren, zugleich als pars pro toto den Zustand der Gesellschaft darstellen oder zumindest beleuchten.

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Aimée Lagos‘ Film 96 Minutes ist da keine Ausnahme, und der Film unterstreicht seinen Anspruch auf Realitätsnähe noch, indem er das beherrschende dokumentarische Darstellungsmittel der Gegenwart verwendet: die Handkamera, dicht an den Gesichtern der Handelnden dran – immer nur einen Ausschnitt des Ganzen zeigend, so dass das Bild, wie die Handlung, zum Puzzlespiel gerät, in dem die Oberfläche, die aktuelle Perspektive immer nur einen Teil der Welt darstellen kann.

96 Minutes - Szenenbild

Dem entspricht die Erzählweise genau: Ausgehend von einer hektischen nächtlichen Autofahrt – hinten zwei Frauen, davon eine mit Schusswunde am Kopf, vorne zwei junge Männer, einer hält die Pistole noch in der Hand – macht sich 96 Minutes daran, die Vorgeschichte dieser gefährlichen Konstellation auszubreiten, Person für Person, bevor dann schließlich die Stränge ineinandergreifen und der Film nach etwa einer Stunde den Konflikt einer ungewissen Auflösung entgegentreibt.

Die Konfrontation ist hier zunächst recht deutlich eine der Gesellschaftsklassen: die zwei Frauen sind Collegestudentinnen, einigermaßen wohlhabend und gebildet, die jungen Männer Schüler in einem der armen Viertel der Stadt – Kevin (Jonathan Michael Trautmann) ist Sohn einer Prostituierten und sucht nach Bestätigung bei den kriminellen Halbstarken seiner Nachbarschaft, Dre (Evan Ross) hat just seinen Highschool-Abschluß geschafft und hofft eigentlich, selbst auf College gehen zu können.

96 Minutes - Szenenbild

Es ist in dieser Figur, dass sich die Grundfrage des Films bündelt – er will zugleich seinem Viertel entkommen und doch die Verbindung zu seinen Freunden dort – die gleichen Kriminellen, an die sich Kevin richtet – halten. Seine Freundin warnt ihn noch, er könne nicht ewig auf dieser Mittellinie balancieren. „Irgendwann wirst du auf die eine oder andere Seite fallen.“ Allerdings reduziert Lagos ihren Film nicht auf diesen Balanceakt bzw. sein Scheitern; Dres Motive und Handlungen sind doch etwas komplexer, und sowohl Ross als auch Brittany Snow, die eine der beiden jungen Frauen spielt und sich mit dieser Rolle einigermaßen erfolgreich am Charakterfach erprobt, geben ihren Figuren genug Tiefe, um 96 Minutes aus der Masse herauszuheben.

(Fotos: Fantasy Filmfest)

Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (7)

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Das Fantasy Filmfest hier in Berlin ist jetzt zu Ende gegangen, aber dies ist noch nicht ganz mein letzter Beitrag zum Festival, weil zwei oder drei Filme noch ungesehen auf Pressescreenern und ausländischen DVDs bei mir bereit liegen – da kommt also noch ein achter und letzter Teil. Vorerst gibt es zwei neue Langkritiken, zu Girls Against Boys und zu Comedown.

Außerdem noch gesichtet:

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (6)

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Es gibt einen neuen Langtext von mir zu Brake auf kino-zeit.de. Und hier sind die neu gesichteten Filme:

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (5)

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (4)

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Es gibt noch einen neuen Langtext zu dem wunderbaren und dringend empfehlungswürdigen Detention von mir auf kino-zeit.de. Ansonsten sind hier meine neuen Sichtungen, vor allem nach meinem gestrigen, ersten „richtigen“ FFF-Tag.

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (3)

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Zuallererst: Zu einigen meiner Empfehlungen und Warnungen aus den ersten beiden Texten dieser kleinen Reihe sind inzwischen schon längere Texte bei kino-zeit.de erscheinen, nämlich zu Piranha 3DD, God Bless America, Switch und Cleanskin. Ich bitte um freundliche Beachtung.

Neu gesichtet:

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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