Metaluna 4 antwortet nicht (1955)

Jack Meacham ist schon ein Teufelskerl – man sieht es schon an Rex Reasons markantem Kinn. Der Mann ist promovierter Wissenschaftler und steht womöglich kurz davor, aus Blei Uran herstellen zu können, fliegt locker und allein in einem Kampfjet durch die Gegend und legt im Labor natürlich selbst Hand an. Es waren die aufregenden 1950er Jahre, als Atomenergie schon bedrohlich und dennoch wissenschaftlich alles möglich schien, und Science Fiction-Filme noch mit seltsamem Licht, mit Plastik und Gummi fremde Welten in Szene setzen konnten. Metaluna 4 antwortet nicht (The Island Earth) war bahnbrechend, was die Spezialeffekte anging (Jack Arnold mischte auch mit), aber sonst hat hier noch alles seine Ordnung, die Männer sind klug und heldenhaft, die Frauen zwar vielleicht auch klug, aber jedenfalls oft hilflos und gelegentlich schmachtend. Dr. Meacham erhält seltsame Postsendungen, dann jede Mengen Holzkisten, und unversehens steht er im Kontakt mit außerirdischen Wesen. Anders als in vielen anderen Filmen seiner Zeit sind die Aliens aber keineswegs nur böse; Joseph Newmans Film zeichnet (in breiten Pinselstrichen) auch die außerirdische Zivilisation als moralisch zerstritten. Am Ende stürzt eine fliegende Untertasse ins Meer, die Wissenschaftlern lehnt sich an Meachams Schulter – alles ist gut.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Bad Spies (2018)

Audrey ist so eine Frau, bei dem eigentlich immer alles schiefgeht, vor allem mit den Männern will es nicht so richtig klappen. Drew wäre eigentlich genau der richtige Typ gewesen – gutaussehend, smart, nett… aber dann macht er per SMS einfach Schluss. Noch während ihre beste Freundin Morgan sich darum bemüht, ihre Laune aufzubessern, stellt sich auf einmal heraus: Drew wollte Audrey nur schützen, er ist eigentlich ein Superspion, und ob sie vielleicht diese alberne Statuette nach Wien bringen und dort einer geheimnisvollen Kontaktperson übergeben könnte? Das Schicksal der Welt hänge nämlich davon ab… Unter den Agentenkomödien der letzten Jahre ist der Plot von Bad Spies (The Spy Who Dumped Me) bei weitem nicht der flachste, Susanna Fogels Film trumpft allerdings mit hervorragend inszenierten und choreographierten Kampfszenen auf, die zwar nicht so viszeral und dramatisch ausufern wie z.B. in Atomic Blonde – aber wer behauptet, Frauen ließen sich in Actionthrillern nicht als Hauptrollen besetzen, sollte 2018 endgültig eines besseren belehrt sein. Mila Kunis als zunächst etwas hilflose Audrey und Kate McKinnon als ordinäres Plappermaul, die ihren Eltern alles, wirklich alles erzählt, funktionieren als Duo ausgesprochen gut und bekommen mit Ivanna Sakhno auch noch ein mörderisch-weibliches Gegenüber.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Rampage: Big Meets Bigger (2018)

Die Älteren unter uns werden sich erinnern, dass es in den später 1980er Jahren ein Videospiel namens „Rampage“ gab, in dem man die ehrenvolle Aufgabe hatte, als einer von drei Menschen, die zu riesenhaften Monstern in Tiergestalt (Gorilla, (Wer-)Wolf und Dinosaurier) wurden, in diversen Städten möglichst viel Bausubstanz zu zerlegen. Jüngere Menschen kennen vielleicht auch die späteren Fortsetzungen und Adaptionen – jedenfalls hielt irgendjemand es für eine Super-Idee, Brad Peyton das als Monster-Katastrophenfilm inszenieren und Dwayne Johnson die Hauptrolle spielen zu lassen – leider nicht als George, der Gorilla, sondern als dessen menschlicher Freund Davis. What could possibly go wrong? Erstaunlich wenig. Es gibt eine neue Rahmenstory – irgendwas mit CRISPR, genetischen Experimenten und spontanen Mutationen, also völlig pseudowissenschaftlicher Quark –, durch die Naomie Harris als reuige Wissenschaftlerin zu Johnsons Sidekick gemacht werden kann, und dann geht’s los mit Monstern, die Wolkenkratzer zermalmen und sich außerdem mit Söldnern und dem Militär herumstreiten. Das ist ein einziges wildes CGI-Gekloppe, aber als solches macht es erstaunlich viel Spaß, auch wenn es für den humoristisch angelegten Grundton gelegentlich zu brutal (aber jugendfreigabefreundlich recht unblutig) zugeht.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Red Sparrow (2018)

Dominika Egorova war bis zu einem Unfall auf der Bühne Primaballerina, dann rekrutiert sie ihr Onkel für die „Sparrows“, eine Einheit russischer Agentinnen und Agenten, deren Job es ist, die menschlichen – nicht zuletzt sexuellen – Schwächen anderer zu finden und auszunutzen. Das Training ist brutal, und Dominika (gespielt von Jennifer Lawrence) macht das alles andere als freiwillig. Sie wird auf einen amerikanischen Agenten angesetzt und soll von ihm den Namen eines Maulwurfs im russischen Geheimdienst herausfinden. Wie es sich für Spionage gehört, geht aber einiges schief, jede verrät jeden, und blutig wird es außerdem. Sehr blutig, stellenweise. Regisseur Francis Lawrence (mit der Hauptdarstellerin nicht verwandt) tunkt das Russland der Gegenwart in bedrückende Braun- und unterkühlte Blautöne, und führt in langen, viel zu langen Bewegungen durch die im Roman von Jason Matthews angelegten Verschwörungen. Das wirkt stellenweise übermäßig kompliziert und langatmig, hat aber vor allem weder die stilistische noch die intellektuelle Klarheit von einem Kammerspiel wie Dame König As Spion, und natürlich nicht die Energie von Atomic Blonde. Das kann auch der hochkarätige Cast – neben Lawrence sind Charlotte Rampling, Joel Edgerton und Jeremy Irons dabei – leider nicht retten.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Pans Labyrinth (2006)

„Die Welt ist ein grausamer Ort.“ Eine letzte Warnung, eine letzte Mahnung; kurz darauf ist Ofélias Mutter tot, gestorben unter der Geburt des kleinen Bruders, dem das elfjährige Mädchen schon im Bauch der Mutter Märchen erzählt hat. Nicht die Geschichten in Disney’schen Pastellfarben, sondern dunkle Mythen von Schmerz, Unsterblichkeit und schweren Prüfungen. Ofélias Welt ist bevölkert von Monstren, Wesen voller Ambivalenz und Abgründigkeit: Menschenfresser, Feen mit scharfen Zähnen, ein riesiger Faun.

Der Magie steht in Pans Labyrinth eine mechanistische Logik gegenüber: Für Ofélias Stiefvater, Capitan Vidal, zählt das starre Funktionieren der Welt in patriarchaler Ordnung. Sein Weltbild spiegelt sich in der Taschenuhr, die sein Vater ihm hinterlassen hat, der sie, so erzählt man sich, im Angesicht seines Todes zu Boden warf, damit sein Sohn erfahren könne, wann sein Vater gestorben sei – und wie ein ehrenhafter Tod zu sterben sei.

Guillermo del Toros Meisterwerk ist voll von solchen Paarungen: Leben und Tod, Frauen und Männer, starre Mechanik und sich wandelnde Lebewesen. Trennscharfe Gegensätze gibt es allerdings nicht, mit einer Ausnahme: Der Faschismus, das starr-unmenschlich Mechanische, sie sind des Teufels. Damit nimmt Pans Labyrinth Motive auf, die sich auch schon in del Toros Hellboy wiederfanden, mit jenem mitleidslosen Mörder Karl Ruprecht Kroenen, dessen Herz nur noch ein Uhrwerk ist.

Die Monstren, der Faschismus: Zu diesen Themen kehrt del Toro immer wieder zurück, mal mehr, mal weniger spezifisch. Schon in The Devil’s Backbone hatte er sich mit dem Spanien der Franco-Zeit beschäftigt (und dies natürlich in eine Geistergeschichte geflochten, die noch viele andere Ebenen hatte), und selbst seine (zusammen mit Chuck Hogan erstellte) Roman-Trilogie und Fernsehserie The Strain verwebt die Geschichte monströser Vampire mit den Nazis, der Judenverfolgung.

Das Besondere an Pans Labyrinth ist freilich, wie organisch Weltgeschichte und Fantasie miteinander verwoben werden; anders als in Hellboy ist das Fantastische nicht selbstverständlicher Teil der realen Welt, sondern schwebt von Anfang an in einem Status des Möglichen, irgendwo zwischen Realität und Traumwelt. Ist die ganze Geschichte von der Prinzessin, die in unserer Welt gefangen ist und sich befreien kann, nur eine Erzählung, die sich die in der ersten Einstellung schon oder noch sterbende Ofélia selbst erzählt? Oder legt sie die Wahrheit hinter der eigentlichen Geschichte frei?

Die Monster dort sind jedenfalls kaum grausiger als die Menschen hier. Der kinderfressende bleiche Mann mag furchterregend aussehen, der Haufen verlassener Kinderschuhe in seinem Versteck allerdings verweist nur auf die größeren Schuhberge in den deutschen Vernichtungslagern des Dritten Reiches; und so grausam der Faun sich auch geben mag – niemand hier ist kaltherziger und an menschlichem Leben desinteressierter als Capitan Vidal.

Pans Labyrinth brennt sich nicht nur als Geschichte, sondern auch mit Bildern und Musik in Netzhaut und Trommelfelle ein. Del Toro schafft mit seinem langjährigen Kameramann Guillermo Navarro eine Welt, in der Farben, Schatten und Lichter oft wortlos weitererzählen. Und dann betritt Doug Jones, der sowohl den Faun als auch den bleichen Mann spielt, die Szene, und wir tauchen vollends in die Fantasie ein. Jones‘ dritte Zusammenarbeit mit dem Regisseur (nach Mimic – Angriff der Killerinsekten und Hellboy) ist womöglich sein größter Film; ein unfassbar schönes, grausames Meisterwerk.

Die jetzt erschienene Ultimate Edition präsentiert del Toros chef-d’œuvre in würdigem Umfang: Die Blu-ray basiert auf der für die Criterion Edition angefertigten und vom Regisseur selbst übersehenen neuen 2K-Abtastung, es gibt mehrere Stunden Extras und Interviews sowie als Bonus die Dokumentation Creature Designers: The Frankenstein Complex und die Aufnahme einer Masterclass mit del Toro; ein Booklet von Deadline-Autor Prof. Dr. Marcus Stiglegger rundet die Ausgabe ab.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen; siehe auch meine alte Kritik seinerzeit zum Kinostart.

Der Untergang des Römischen Reiches (1963)

Alles an diesem Film ist aufwändig, alles mächtig: Die Kostüme, die Kulissen, die Gesten und natürlich der geschichtliche Zugriff. Der Untergang des Römischen Reiches trägt das Monumentale gewissermaßen schon in seinem Titel, auch wenn er zu den Filmen gehört, mit denen das Subgenre des Sandalenfilms in den 1960er Jahren seinen Höhepunkt erreichte und eigentlich schon überschritt. Kaiser Mark Aurel will nicht seinen Sohn Commodus zu seinem Nachfolger machen, sondern dessen besten Freund Livius. Bevor es dazu kommt, wird er jedoch ermordet, und der größenwahnsinnige Commodus übernimmt die Macht und führt so, Stück für Stück, den Untergang des Imperiums herbei. Livius dient ihm weiter, auch wenn er seine große Liebe, Commodus‘ Schwester Lucilla, nicht heiraten konnte… Um historische Akkuratesse geht es dabei, wen wundert’s, schon wesentlich weniger, weder bei Kostüm und Kulisse noch bei überhaupt den Figuren (außer den ganz zentralen) und Ereignissen. Aber natürlich ist der Film eine Pracht, strahlend durch Goldbeschläge und u.a. die Juwelen Sophia Loren, Alec Guiness, Stephen Boyd, James Mason und Omar Sharif – auch wenn die über dreistündige Geschichte für heutige Augen oft langatmig und fast behäbig erscheinen mag. Eleganter als Gladiator ist das aber immer noch.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Life (2017)

Fremde Lebensformen aus dem All, das weiß man nicht erst seit Alien, sollte man nicht zwingend als niedlich-friedlich betrachten. Und spätestens seit Jeff Goldblum in Jurassic Park konstatierte: „Life finds a way“, sollte man gleich doppelt, ach was, dreifach vorsichtig sein. Dem wissenschaftlich ausgebildeten Astronauten-Team in Life darf man zugestehen: Damit hatten sie durchaus gerechnet. Der Mikroorganismus, den sie aus einer Bodenprobe vom Mars isolieren können, wird deshalb ordentlich in einem isolierten Labor studiert, direkt in der ISS, weit von der Erde entfernt. Nur entwickelt „Calvin“, wie das Lebewesen getauft wird, sich ganz anders als bekannte Lebensformen – schneller, rabiater und, wir haben es schließlich mit einem Horrorfilm zu tun, tödlicher. Er schlenzt sehr schnell durch die vorgesehenen Schleusen hindurch und in andere Teile der Raumstation, sogar raus ins All und zwischendurch halt auch in Astronautenkörper hinein und wieder hinaus. Das tut ihm gut, den betroffenen Astronauten weniger.

Das Problem an Life sind nicht die erfreulich internationalen Darsteller – allerdings bleiben ihre Figuren insgesamt leblos, ihre Beziehungen kursorisch und behauptet. Das Problem sind auch nicht die etwas gedehnten 104 Minuten Laufzeit, sondern der Umstand, dass er halt bei aller technischen Eleganz und mit einem Hauch von Realitätsbezug dann doch vor allem schon gut Bekanntes mischt. Ein wenig, man ahnt es schnell, ALIEN, ein wenig Body Horror, etwas Drama außerhalb der Raumstation, gewürzt mit Explosionen, Luftschleusen und dergleichen. Bemerkenswert ist natürlich schon, wie überzeugend die Bewegungen in der Schwerelosigkeit wirken – das in Tröpfchen herumwabernde Blut hingegen hat jedoch eine ganz starke CGI- Aura. Das hätte alles was werden können, aber dafür braucht es doch etwas mehr Originalität und Figuren, mit denen man mitfiebert. Das Schicksal der Menschheit reicht da anscheinend nicht.

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Dr. Zyklop (1940)

Man kennt und nennt den Namen von Ernest B. Schoedsack viel zu wenig. Dabei hat der Regisseur mit King Kong und die weiße Frau Filmgeschichte geschrieben und auch danach aber noch sechszehn Jahre lang fleißig Filme gedreht. Im April 1940 startete sein vorletzter Film, Dr. Zyklop, in den amerikanischen Kinos – eine wilde Science-Fiction-Abenteuergeschichte aus dem dunkelsten Peru. Dort stößt ein kleines Team von Wissenschaftlern auf den exzentrischen Dr. Thorkel, der ihre Hilfe benötigt – aber nur für ein kleines Detail seiner eigenen Forschungen. Dass er sie alsbald rüde wieder fortschicken will, weckt das Misstrauen seiner Kollegen – und bald finden sie heraus, dass Thorkel Lebewesen mit radioaktiver Strahlung auf Miniaturgröße verkleinert. Das Drama entwickelt sich von dort aus in relativ vorhersehbarer, genre-typischer Art und Weise; allerdings nicht ohne einen beglückenden, spürbar selbstironischen Unterton. Damit, vor allem aber mit der Qualität seiner Spezialeffekte, die sich problemlos mit den Tricksequenzen aus dem 17 Jahre jüngeren Die unglaubliche Geschichte des Mr. C messen können, ragt Dr. Zyklop aus der Masse ähnlicher Produktionen heraus – und ist seiner Zeit deutlich voraus.

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Dr. Cyclops Official Trailer #1 – Charles Halton Movie (1940) HD

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Der Spion und sein Bruder (Brothers Grimsby, 2016)

Zwei Brüder, als Kinder getrennt. Der eine, Norman, landet am Rande der Gesellschaft, prollig, direkt, gut aufgehoben in seiner ungebremsten Lust am Fussball, an seiner Frau, am Alkohol, ungefähr in dieser Reihenfolge. Der andere, Sebastian, wird gepäppelt und unterrichtet und ist nun der beste Spion und Killer im Auftrag ihrer Majestät – alles für Königin und Vaterland. Eher zufällig treffen die Gebrüder Grimsby als Erwachsene aufeinander, und weil Norman den Verlust von Sebastian nie verwunden hat, hängt er sich ihm an die Fersen und lässt nicht mehr los. Also bricht Chaos aus. Sasha Baron Cohen als Norman und Mark Strong als hochpräziser Hit-Man sind schon eine hübsche Kombination, und Louis Leterrier ist natürlich der richtige Mann, um dem Film ein paar knackige Actionszenen zu geben. Ob man aber das Gesamtkunstwerk goutieren mag, ist wohl absolute Geschmackssache. Denn Cohen und Strong reiten hier durch ein Feuerwerk fieser Kalauer und vor allem derbsten Gross-Out-Humors, bei dem keine Körperausscheidung unberührt und unbenannt bleibt, keine Körperöffnung unpenetriert. Es wird nonchalant getötet und mit Lust über Lüste gesprochen. Vor allem Norman hat da keinerlei Inhibitionen – dafür muss man sich begeistern, sonst wirkt es spätestens im letzten Drittel doch recht schal.

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The Brothers Grimsby – Official Trailer (HD)

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Die Bestimmung – Allegiant (The Divergent Series: Allegiant, 2016)

Was gäbe es für Möglichkeiten, wenn sich auf einmal eine neue Welt auftut! Aber die neue Herrin über Chicago, die nach dem Kampf der Fraktionen untereinander in den ersten beiden Filmen der Bestimmung-Dystopie nun wieder Ordnung und Ruhe herzustellen versucht, lässt erst einmal das Tor schließen, das sich im Zaun um die Stadt herum aufgetan hatte. Einen ruhelosen Geist kann das freilich nicht stoppen. Und so macht sich alsbald „Tris“ Prior (Woodley) mit ihrem Bruder und ihren treuen Freunden auf den Weg um herauszufinden, was da draußen liegt.

Man kann schon mal sagen: Erst einmal eine Enttäuschung, und dann noch eine größere Enttäuschung. Zuerst ist da eine nicht nur öde, sondern auch noch giftige Wüste. Und irgendwo dahinter wartet Jeff Daniels als Leiter eines Forschungs-Außenpostens, von dem wir aus irgendwelchen Gründen glauben sollen, dass er wichtig genug für extrem schicke architektonische Sperenzchen sei.

Die Geschichte nimmt dann recht gemächlich ihren sehr vorhersehbaren Lauf: Hinter der Fassade dieser Einrichtung ist auch nicht alles so gut und richtig, wie alle tun; aber obwohl die Handlung des dritten Buchs von Autorin Veronica Roth auf zwei Filme gestreckt wurde, schafft Robert Schwentke es nicht, die zwei Stunden mit mehr als Oberflächlichkeiten zu füllen. Kein Wunder also, dass Film vier zwar wohl produziert, aber nicht mehr ins Kino gebracht, sondern gleich für kleinere Bildschirme geplant wird.

Vielleicht findet er so sein Publikum sogar effektiver.

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The Divergent Series: Allegiant Official Teaser Trailer – “Beyond The Wall”

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