Heute startet Black Swan mit der wunderbaren Natalie Portman – eine gute Gelegenheit, nochmal auf ihren keineswegs jugendfreien Rap bei Saturday Night Live hinzuweisen…
Monat: Januar 2011
Kurz verlinkt, 18. Januar 2011
Lesens- und Sehenswertes aus den vergangenen Tagen (20. Dezember 2010 bis 18. Januar 2011):
- Warum Inception kein Film ist und was das mit Marketing zu tun hat. –
- Zukunft Kino – von Daniela Kloock
- Winona Ryder Forever – "Is it possible we will always be obsessed with Winona Ryder? If she keeps doing films such as Black Swan, the answer is yes." Wunderschönes Interview-Portrait von Alex Pappademas
- Now Imagine Thor Was White… – "But man oh man, it is some intensely racist shit when you are mad that a black dude got cast as a tertiary character in a CGI popcorn movie based off of a COMIC BOOK."
Black Death (2010)

In meiner Besprechung zu Season of the Witch (demnächst bei filmstarts.de), dem neuen Dominic Sena-Nicolas Cage-Vehikel, habe ich bereits auf die Ähnlichkeiten zu Black Death hingewiesen. Aber während Senas Abenteuerfilm sich schon mit den ersten Szenen klar ins Fantasygenre positioniert, bleibt eine solche oder andere Zuordnung bei Black Death im Grunde bis kurz vor Schluß unsicher. Das ist vor allem ein metafilmischer Effekt: Es gibt einfach schon so viele Filme, die sich vor einem Mittelaltersetting mit Pest und Hexerei beschäftigen, weil das (wie eben auch in Season of the Witch) einen so malerischen Hintergrund für Fantasygeschichten abgibt.
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Black Death ist freilich grimmiger als der durchschnittliche Fantasyfilm, auch wenn er schließlich mangels Komplexität nicht wirklich zur Reflektion über Religion, Gut und Böse und dergleichen taugt. Eine Gruppe von Kriegern reist, mit einem Klosternovizen als ortskundigem Führer, in ein abgelegenes Dorf inmitten eines Sumpfes – als einziger Ort weit und breit scheint es von der Pestepidemie verschont geblieben zu sein, es gibt Gerüchte von Hexerei, schwarzer Magie; es sollen sogar Tote wieder zum Leben erweckt worden sein. Die Männer (mit Sean Bean an der Spitze) sind natürlich keine friedlichen Männer des Glaubens, sondern Handlanger des Todes, ein Folterer ist dabei, Mörder und Vergewaltiger – im Dorf angekommen, lassen sie sich aber doch zurückhaltend auf die Gastfreundschaft der Bewohner_innen ein.
Christopher Smith hatte zuletzt nach dem Splatterfilm Severance mit Triangle (meine Kurzkritik) einen äußerst sehenswerten Zeitreisen-Mindfuck hingelegt, der mich nach dem eher verunglückten Creep (meine Kritik) sehr für ihn eingenommen hatte. Mit Black Death liefert er eine formal konsequente (aber wenig aufregende) und durchaus ambitionierte Mittelaltergeschichte ab, die letztlich nur deshalb nicht ganz gelungen erscheint, weil sie die selbst gesteckten, oben angedeuteten Ambitionen unmöglich erfüllen kann.
Es fehlt einfach ein wenig Speck auf den Rippen der Geschichte – den Darsteller_innen, allen voran Sean Bean und Carice van Houten, ist das nicht unbedingt anzulasten. Ich persönlich hätte mich gefreut, wenn die am Schluß thematisierte Rolle der Frau als konkrete Versuchung (im Gegensatz zu einem immateriellen Gott; wir haben es getan, „because she was beautiful and real“) etwas mehr Platz und Konkretisierung bekommen hätte – denn auch im Rest der Geschichte ist dieser Geschlechteraspekt angelegt, aber eben an keiner Stelle ausreichend mit differenzierten Bildern, Gedanken und Entwicklungen versehen. Selbst Centurion (meine Kritik) mit seinem eigenartigen Frauenbild scheint dem mehr Raum zu geben.
Foto: Central Film
The Green Hornet (2011)

Natürlich hat Thomas recht, wenn er schreibt, daß Michel Gondry mit The Green Hornet einen erstklassigen, glatten Bruch in seinem Oeuvre vollzieht. Denn gegenüber dem ausgestellten Charme des (natürlich vollkommenen) Unvollkommenen in Be Kind, Rewind (meine Kritik) oder, mehr noch, La science des rêves ist die glattpolierte, in 3D gezeigte Oberflächenshow der Grünen Hornisse ein Mainstreamschock.
Nachvollziehbar wird das eigentlich nur dadurch, daß dieser Green Hornet in jeder Hinsicht ein Antisuperheld ist – zum einen, weil er sich der Öffentlichkeit nicht als Held und Identifikationsfigur präsentieren will, sondern als Bösewicht (um den anderen Bösen nicht erpreßbar zu erscheinen), und deshalb ohne Gewissensbisse reichlich Chaos und Zerstörung fabriziert (was Gondry wiederum, wie Thomas im zitierten Text trefflich charakterisiert, mit großer Lust an eben dieser Vernichtung materieller Werte inszeniert), zum anderen weil der Held Britt Reid aka Green Hornet (Seth Rogen) eigentlich überhaupt kein Held ist, sondern alles irgendwie Herausragende, in Taten wie in der notwendigen Maschinerie, seinem Sidekick Kato (Jay Chou) zu verdanken hat.
Das Problem daran ist, daß dieser Britt ein grundlegend unsympathischer Charakter ist, der zwar zum Ende hin wenigstens ein bißchen moralische Stärke zeigt, aber ansonsten dumm, faul, egozentrisch und unangenehm ist.
Daß er kein typischer Superheld ist, wird natürlich schon physiognomisch sichtbar – und Seth Rogen mit seiner Physiognomie wird sich wahrscheinlich schon allein deshalb auf diese Figur gestürzt haben, weil er keine Chancen hätte, jemals eine schlanke, muskulöse Kunstfigur zu verkörpern. Rogen hat auch gleich noch mit am Drehbuch geschrieben und als Ausführender Produzent seine Finger im Spiel gehabt – und so darf man ihm schon einiges an den Schwächen des Filmes anlasten.

Rogens Spiel ist dabei nicht einmal das Hauptproblem – sein Charme als großer Junge rettet die Figur Britt aus der schlimmsten Aversion noch heraus. Aber der Film hat, so sehr er auf Spaß, Action und Quatschgimmicks abzielt, einfach zu große Längen und zu wenig Spannung. Der Oberbösewicht, den Christoph Waltz mit einiger Hingabe an das Trashniveau des Drehbuchs gibt, ist wirklich nicht zum Fürchten (worüber sich der Mann auch, ganz metafilmische Figur, auch permanent Gedanken und sorgen macht), die Verfolgungsjagden und Kämpfe (bei denen stets allein Kato wirklich tätig wird) ziehen sich immer einen Schwung zu lange hin, und die zentrale Intrige ist schon nach den ersten Szenen des Films erahnbar.
Für mich verpuffte deshalb die originelle Grundprämisse des Films leider schon allzu schnell in der unterhaltsamen Langeweile, die sich ausbreitete, sobald der Filme seine wesentlichen Ideen in Position gebracht hatte. Für einen der meisterwarteten Superheldenfilme des Jahres ist das ein bißchen wenig.
Fotos: Sony
Kurzfilm: Somnolence
Das hier ist Somnolence, ein Kurzfilm von Patrick Kalyn, der an den Spezialeffekten von Filmen wie Avatar, District 9 oder King Kong (2005) beteiligt war; die offizielle Synopsis liest sich wie folgt:
By 2031, the Earth has exhausted its supply of fossil fuels. With the world on the verge of collapse, nations from around the globe form a coalition called AREN; the ‘Manhattan Project’ of clean self-replenishing energy. When an experiment goes wrong that threatens the world’s existence, David Canterra and a team of elite soldiers are sent on a mission to stop the anomaly. What they find is a mind-bending alternate dimension, and their only way home is through the fabric of time.
Es ist allerdings gut, daß man das so genau erklärt bekommt, denn aus dem spärlichen Dialog des Films läßt sich derlei komplexe Handlung nur mühsam destillieren. Am Drehbuch wäre also noch ein wenig zu arbeiten… aber schick sieht der Streifen schon aus.
(via)
Gérardmer 2011 – die Filme, die Jurys
Am späten Nachmittag wurde heute bekanntgegeben, welche Filme auf dem 18ème Festival du Film fantastique in Gérardmer (26. bis 30. Januar) zu sehen sein werden – und von welchen Jurys sie begutachtet werden. (Einige Links und Infos werde ich in den nächsten Tagen hier noch ergänzen. Alle Infos erscheinen jetzt auch nach und nach auf den offiziellen Seiten des Festivals.)
Dario Argento wird, wie schon berichtet, der Wettbewerbsjury vorsitzen; die von mir erhoffte Argento-Retrospektive wird es freilich nicht geben.
Der Jury gehören noch einige andere große Namen an: Alexandra Aja (Regisseur u.a. von Piranha 3D), Maurice Barthelemy, Anne Caillon, Fred Cavayé (Autor und Regisseur von Pour Elle und des sehr sehenswerten À bout portant), Nicolas Cazalé und der großartige Schauspieler Clovis Cornillac (der wesentlich mehr kann als nur Astérix) sowie Lucile Hadzihalilovic (Mitautorin von Enter The Void, Regisseurin von Innocence), Serge Hazanvicius und Sophie Quinton.
Die Wettbewerbsfilme sind:
- Bedevilled von Jang Cheolsoo (Trailer)
- La casa muda von Gustavo Hernández (Trailer)
- Devil von John Erick Dowdle (Eröffungsfilm; meine Kritik, Trailer)
- Dream Home / Wai dor lei ah yut ho von Pang Ho-cheung (Trailer)
- I saw the Devil / Akmareul boatda von De Kim Jeewoon (Trailer)
- The Loved Ones von Sean Byrne (Trailer, amazon)
- Mirages von Talal Selhami
- Somos lo que hay von Jorge Michel Grau (Trailer)
- The Troll Hunter von André Øvredal (Trailer)
Es sind diesmal viele Erstlinge dabei und einige Filme, die schon vergangenen Oktober in Sitges liefen und dort mit z.T. sehr positiven Reaktionen bedacht wurden.
Außer Konkurrenz laufen:
- Aladin et la lampe merveilleuse von Jean Image (Animationsfilm für Kinder)
- American Grindhouse von Elijah Drenner (Dokumentarfilm)
- Cold Prey 3 (Fritt Vilt 3) von Mikkel Brænne Sandemose
- The Hunters von Chris Briant (Abschlußfilm)
- Hybrid von Eric Valette
- Machete Maidens Unleashed! von Mark Hartley (Dokumentarfilm)
- Proie von Antoine Blossier (meine Kritik)
- Prowl von Patrik Syversen (meine Kritik)
- Quarantine 2: Terminal von John Pogue
- Rare Exports: A Christmas Tale von Jalmari Helander (meine Kritik)
- Vanishing On 7th Street von Brad Anderson (meine Kritik)
La Nuit Giallo:
In der dem Giallo gewidmeten langen Nacht werden L’ucello dalle piume di cristallo von Dario Argento, Reazione a catena von Mario Bava sowie O squartatore di New York von Lucio Fulci gezeigt.
Retrospektive:
Die Retrospektive in diesem Jahr widmet sich dem Oberthema des Festivals „Schizophrénie, Claustrophobie, Paranoïa… et autres petites joies de l’existence“ („Schizophrenie, Klaustrophobie, Paranoia … und andere Freuden der Existenz“) – gezeigt werden Filme von 1919 bis heute:
- Das Kabinett des Dr Caligari (1919) von Robert Wiene
- Dr Jekyll & Mr Hyde (1941) von Victor Fleming
- Psycho (1960) von Alfred Hitchcock
- Repulsion (1965) von Roman Polanski
- Body Double (1984) von Brian De Palma
- Dead Ringers (1988) von David Cronenberg
- Donnie Darko (2001) von Richard Kelly
- Haute Tension (2002) von Alexandre Aja
- The Machinist (2005) von Brad Anderson
- Bug (2006) von William Friedkin (meine Kritik)
- The Mist (2007) von Frank Darabont (meine Kritik)
- Ne te retourne pas (2009) von Marina de Van
Kurzfilme:
Der Kurzfilmjury steht Kim Chapiron vor, Regisseur von Sheitan und Dog Pound; dazu gehören außerdem Catherine Hosmalin, Mohamed Mazouz, Thomas Ott und Raphaël Personnaz.
Gezeigt werden folgende französischen Shorts:
- Bloody Christmas 2 – La Revolte des Sapins von Michel Leray
- Cabine of the Dead von Vincent Templement (Trailer)
- Le Miroir von Sébastien Rossignol
- Le Vivier von Sylvia Guillet
- Mandragore von Fabrice Blin
- No Face von Mathilde Arnaud und Jean-Yves Arnaud
- Red Balloon von Damien Macé und Alexis Wajsbrot
In einer weiteren Sektion werden Filme vorgestellt, die in Frankreich direkt als DVD erscheinen:
- Heartless von Philip Ridley (amazon)
- The Dead Outside von Kerry Anne Mullaney (amazon)
- Dread von Anthony DiBlasi (amazon)
- The Objective von Daniel Myric (meine Kritik; amazon)
- Triangle von Christopher Smith (hier kurz von mir gepriesen; amazon)
- The Unforgiving von Alastair Orr (Trailer)
Ein paar Erwartungen an das Programm wurden nicht erfüllt (daß etwa John Carpenters The Ward zu sehen sein würde, damit hatte ich eigentlich fest gerechnet), aber es sieht doch so aus, als würden dem Festivalpublikum da einige Highlights geboten.
The Eye (2008)
Daß das Auge für den Film ein interessantes Sinnesorgan ist, kommt jetzt wohl nicht besonders überraschend – und natürlich läßt das Kino gerne das Publikum die unheimlichen Wesen zu Gesicht bekommen, die außer ihnen nur die Protagonist_innen wahrnehmen können, oder umgekehrt.
The Eye von David Moreau und Xavier Palud (Ils) wechselt da ständig die Ebenen, mal sieht man die Geister, die Sydney Wells (Jessica Alba) sieht, mal nicht, und das ist natürlich eher triviale Absicht, Mittel der Spannungserzeugung und all das. Sydney selbst versteht erst langsam, was da mit ihr passiert – sie war bis vor kurzem noch blind und kann nun dank einer Organspende wieder sehen. Leider sieht sie nun auf einmal einige Tote herumlaufen (sie versteht das in einer leider völlig unlustig gehaltenen Szene, die mich sehr an Ghost Town erinnerte, als sie durch den Geist einer jüngst Verstorbenen einfach hindurchgeht – was beide Beteiligten ziemlich überrascht) und hat Visionen von sterbenden Menschen, die sie nicht richtig einordnen kann.
The Eye ist das Remake eines Filmes von 2002 der Gebrüder Oxide und Danny Pang, die dann anschließend in Hollywood The Messengers (meine Kritik) ebenso gemacht haben wie das furchtbare Remake ihres eigenen Bangkok Dangerous von 1999. Ich kenne das Original nicht, aber das Remake jedenfalls ist frei von allen echten Gruseligkeiten und Schreckmomenten. Gewiß, ein paar Oha!-Augenblicke mag es schon geben, aber mehr Unheimlichkeit auch in einem ganz basalen Sinne will sich nicht einstellen. Eher gleicht der Film zunehmend einer Schnitzeljagd auf der Suche nach den Ursachen für Sydneys Visionen.
Warum Sydney aber zum Beispiel dank ihrer neuen Augen auch Sachen hört, die andere nicht vernehmen können, läßt der Film natürlich offen – danach zu fragen ist aber vielleicht auch Erbsenzählerei. Um Erklärungen geht es The Eye nie wirklich, aber eben auch nicht um eine dichte, sondern nur möglichst stromlinienförmige Erzählung. Das einzige, was ich dem Film wirklich abgewinnen konnte, war seine unterschwellige Einbindung der diversen Diskurse um Jessica Albas Ethnie – dass sie etwa, wenn sie in den Spiegel sieht, nicht sich selbst sondern das Gesicht einer Mexikanerin sieht -, die Alba ganz offen dann durch ihre Rolle in Machete zum Thema macht.
Kurzfilm: Tous des monstres
Da Spreeblick den Film vorgestern schon gezeigt hat, sieht ihn wahrscheinlich kaum jemand hier zum ersten Mal; aber Tous des Monstres (Homepage), der Abschlußfilm von Nicolas Deprez, Laurent Jaffier, Pierre Lippens und Gabrielle Lissot, ist auch noch einen Blick leicht wert. Es gilt in der Tat die doppelte Warnung, den Film trotz seiner hübschen Verneigungen vor dem expressionistischen Film womöglich nicht am Arbeitsplatz (oder in anderen nicht-privaten Kontexten) anzusehen und von empfindsameren Naturen fernzuhalten.
Trash am Mittwoch: Death Race 2 (2010)
Ich mochte ja das Remake des Trashklassikers Death Race 2000 von 1975 eigentlich ganz gerne (meine Kritik); als weitgehend hirnlose Unterhaltung der Kategorie „Blut, Männerschweiß und Frauenkörper“ kam das Ganze zwar vielleicht etwas glatter und berechnender daher als das Original (das freilich im Vergleich vom Charme der Vergangenheit profitiert), aber ich bin ja für solche guilty pleasures durchaus gelegentlich zu haben.
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Nun gibt es mit Death Race 2 eine Direct-to-Video-Fortsetzung des Spektakels, das freilich in der Logik der Filmhandlung ein Prequel darstellt, also die Vorgeschichte zum Death Race mit Jason Statham erzählen soll. Paul W.S. Anderson, zuletzt mit Resident Evil: Afterlife und jetzt mit den drei Musketieren beschäftigt (alles gemeinsam mit Ehefrau Milla Jovovich), übergab den Regiestab vermutlich ganz gerne an Roel Reiné, der schon so einiges B-Material beaufsichtigt hat und als nächstes die Scorpion King-Saga (überflüssigerweise) um einen weiteren Film erweitern darf. Anderson produzierte allerdings mit, und mit Roger Corman als ausführendem Produzent sind hier durchaus Leute am Werk, die ihr B-Handwerk verstehen.
Und so ist Death Race 2 auch ein Werk durchaus polierter Oberflächen, ausgestellter Blutigkeit (allerdings viel zahmer als sein Vorgänger) und straffer Dramaturgie. Daß innerhalb dieses Gerüsts allerdings viel Quark geredet und gemacht wird, muß man es extra ausbuchstabieren? Ving Rhames, der in jedem dieser Filme aufzutauchen scheint, wenn auch diesmal in etwas feineren Zwirn gewandet als sonst, ist ebenso dabei wie Sean Bean in einigen wenigen Szenen, Danny Trejo wirkt nach Machete hier schon ziemlich unterfordert, und Luke Goss gibt den Protagonisten ohne großes Federlesen oder Mienenspiel.
Das Frauenbild hat sich schließlich seit dem letzten Death Race noch verschlimmert (oder müßte das nach der diegetischen Chronologie langsame Hoffnung auf Verbesserungen bedeuten?) – hier sind sie nurmehr (wortwörtlich) Nummerngirls, namenlose Beifahrerinnen und „Collateral Damage“ – schlimmer noch, Tanit Phoenix darf hier mit Goss nicht nur anbandeln, sie wird ihm dann auch noch, als Belohnung für ein gewonnenes Rennen, von Rhames‘ Oberbösewicht als sexuelle Belohnung kredenzt – und gibt sich natürlich gerne und freiwillig hin.
Das aber, liebe Leserinnen und Leser, muß man sich wirklich nicht unbedingt ansehen.
Kurzfilm: Modern Times
Wenn die dunkle Seite des Mondes ins Blickfeld gerät, dann hat man endlich das Maß an Lichtarmut erreicht, das man für richtig großes Kino braucht. Modern Times von BC2010 ist ein kurzer, vor allem am Computer entstandener Film (siehe die Szenen Behind the Scenes), der Chaplins Klassiker mit Kubricks nicht minder klassischem 2001: A Space Odyssey verbindet. Kamera: Richard Mountney, Assistenzen: Simon Mountney, Tom Mountney und Robin Mair.
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