Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (7)

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Das Fantasy Filmfest hier in Berlin ist jetzt zu Ende gegangen, aber dies ist noch nicht ganz mein letzter Beitrag zum Festival, weil zwei oder drei Filme noch ungesehen auf Pressescreenern und ausländischen DVDs bei mir bereit liegen – da kommt also noch ein achter und letzter Teil. Vorerst gibt es zwei neue Langkritiken, zu Girls Against Boys und zu Comedown.

Außerdem noch gesichtet:

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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Wie Interviews geführt und dann bearbeitet werden

Drüben im Medienspiegel (via) wird gerade eine Diskussion dazu geführt, wie Interviews bzw. Gesprächsrunden mit Promis (in dem konkreten Fall ein Gespräch mit Usain Bolt) zustandekommen, geführt werden und schließlich erscheinen. Meiner Meinung nach schießt Martin Hitz dabei etwas übers Ziel hinaus, wenn man sich die Antwort einer Interviewers in den Kommentaren ansieht.

Wie sieht es denn aber in der Filmbranche aus, in welchen Gesprächssituationen fand ich mich bisher wieder?

Interviews sind immer auf irgendeine Weise Teil des PR-Zirkusses, und in diesem Zirkus sind Vieraugengespräche mit ein wenig Zeit eher selten; ich hatte zum Beispiel mal das Vergnügen, mich ausführlich mit Vincenzo Natali über seinen Film Splice unterhalten zu können (hier auch zum Anhören) – das waren über zwanzig Minuten in konzentrierter Zweisamkeit, und das Gespräch hatte Zeit und Raum sich zu entwickeln. Und für wenige Interviews hat man so ausführlich wie für jenes, das zwei Kollegen und ich in Sitges für die Deadline mit Hauptdarstellerin und Crew von The Woman (meine Kritik) führen konnten – über eine Stunde ging das, schlichtweg großartig.

Aber alle diese ausführlichen Interviews fanden im Rahmen von Festivals statt, auf denen immer wieder Möglichkeiten auftauchen, die sonst nicht bestehen. Denn wesentlich üblicher, gerade fürs Mainstreamkino, ist die „Junket„-Situation, in denen das Interview, das man selbst führt, Teil einer PR-Tour ist und Regisseur_in, Hauptdarsteller_in oder wer auch immer zu Gesprächen bereitsteht von einem Interview zum anderen weitergereicht werden, denn pro Stadt bzw. Land steht gerade mal ein Tag für solche Termine zur Verfügung.

Macht man das mit Video (sowas hier zum Beispiel), bekommt man einen Fünf-, vielleicht Siebenminutenslot – das wird strikt durchgehalten und durchgesetzt, der Tag ist klar getaktet und die Kolleg_innen warten -, und für Print oder renommiertes Online darf man sich fünfzehn bis zwanzig Minuten mit drei bis sieben anderen Journalist_innen an einen Tisch setzen und Fragen stellen.

Da kann es dann kollegial zugehen, man läßt sich gegenseitig das Wort und rundum werden interessante Fragen gestellt (so war es etwa erst Anfang der Woche bei den Tischgesprächen zu Die Wand), oder es wird ein Event voller Schnappatmung. Dann hecheln nämlich alle nach einer Pause im Gespräch, um schnell eine der Fragen loszuwerden, die sie auf ihrem Zettel stehen haben; und wenn man Glück hat, die Gruppe nicht zu groß ist und der Gesprächspartner nicht zu ausschweifend antwortet (obwohl das manchmal die interessantesten Anekdoten und Informationen abwirft), dann bekommt man sogar ein, zwei, ganz selten drei Fragen gestellt.

Aus den nur eigenen Fragen und den Antworten dazu wird natürlich so kein Interview, so wenig wie sich in den sieben Videominuten nur selten ein wirkliches Gespräch ergeben kann. Und deshalb ist es üblich, dass man eben nicht nur das selbst erfragte Material verwendet, sondern das ganze Roundtable-Gespräch zur Grundlage für das Interview nimmt. Das finde ich insbesondere auch dann in Ordnung, wenn die Kolleg_innen am Tisch im Grunde ähnliche Fragen hatten, wie man sie selbst sich auch noch notiert hatte, nicht unbedingt als die drängendsten (die stellt man möglichst selbst), aber furchtbar waren sie auch nicht.

Eine Auswahl treffe ich dennoch. Bei einem Round-Table-Gespräch vor einiger Zeit fragte etwa als allererstes ein Kollege die Schauspielerin, sie werde ja im kommenden Jahr vierzig, ob sie das denn körperlich schon merke? Jetzt mal ganz davon abgesehen, dass man so kein Interview eröffnet, dass die Frage mit ihrer Arbeit als Schauspielerin nichts zu tun hat und dass man das, schlußendlich (bitte mal den Knigge lesen) höflicherweise eine Dame nicht fragt, die zudem mindestens zehn Jahre jünger aussieht als ihre Geburtsurkunde ausweist – so eine Frage kommt mir nicht in Schriftform.

Das Material, das nach Streichung solcher Fragen noch übrig bleibt, wird natürlich noch bearbeitet – die „Ähs“ und Dopplungen im Satz, die Ellipsen und Verhaspler werden natürlich bereinigt, aber gerade für Print können die Änderungen auch etwas ausführlicher sein – wenn der Platz begrenzt ist, wird gekürzt und auch mal der Gesprächsverlauf etwas umstrukturiert, um ein Thema konzentriert zu fassen, das an unterschiedlichen Stellen des Gesprächs auftauchte.

Wird damit etwas vorgetäuscht, was nicht stattgefunden hat? Muss man die Situation in jedem Einzelfall aufklären?

Es ist ja völlig absurd, ein Interview immer präzise so im Text abbilden zu wollen, wie es stattgefunden hat, eine Bearbeitung findet immer statt. Wie weit also haben die Journalist_innen, die das Gespräch führten, das Vertrauen ihres Publikums? Und wie ausführlich sollte darüber informiert werden, welche Gesprächssituation dem Text zugrunde liegt?

Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (6)

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Es gibt einen neuen Langtext von mir zu Brake auf kino-zeit.de. Und hier sind die neu gesichteten Filme:

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (5)

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (4)

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Es gibt noch einen neuen Langtext zu dem wunderbaren und dringend empfehlungswürdigen Detention von mir auf kino-zeit.de. Ansonsten sind hier meine neuen Sichtungen, vor allem nach meinem gestrigen, ersten „richtigen“ FFF-Tag.

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (3)

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Zuallererst: Zu einigen meiner Empfehlungen und Warnungen aus den ersten beiden Texten dieser kleinen Reihe sind inzwischen schon längere Texte bei kino-zeit.de erscheinen, nämlich zu Piranha 3DD, God Bless America, Switch und Cleanskin. Ich bitte um freundliche Beachtung.

Neu gesichtet:

Kurze Anmerkungen und Trailer:

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (2)

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Nach den ersten Nennungen von gestern hier jetzt meine zweiten Empfehlungen, Warnungen und Ultrakurzkritiken zum diesjährigen Fantasy Filmfest.

Sehr informativ ist auch noch eine Diskussion, die sich gestern auf Facebook im Anschluß an Thomas‘ Empfehlungen entspann.

Trailer und Kurzkritiken:

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Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (1)

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Das diesjährige Fantasy Filmfest rückt langsam näher, morgen gibt es in Berlin auch schon frühe Karten zu kaufen. Deshalb an dieser Stelle meine ersten kurzen Empfehlungen und Warnungen zu den Filmen, die ab 21. August in Berlin und anderswo zu sehen sein werden.

Mehr kurze Meinungen gibt es morgen.

Trailer und Anmerkungen:

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