Verlosung: Beasts of the Southern Wild

Am 20. Dezember läuft der amerikanische Independent-Film Beats of the Southern Wild an, der Centerpiece des diesjährigen Fantasy Filmfests war und dort auch ziemlich gut ankam; ich selbst fand ihn seinerzeit durchaus sehenswert:

Wilde und anrührende, phantastische Saga mit gelegentlich ins pathetische abdriftender Überhöhung des Überlebenskampfes einer kleinen Gemeinschaft am Golf von Mexiko. Dafür, dass Beasts ein Low-Budget-Projekt (auf 16mm gedreht) und ein Erstlingsfilm ist, der nur mit Laiendarstellern realisiert wurde, ein atemberaubendes Ergebnis, mit zum Teil wunderschönen Bildern und einer überragenden jungen Hauptdarstellerin.

Jetzt kann ich an alle Leser_innen dieses Blogs einige, freundlicherweise von MFA+ bereitgestellte Preise verlosen: insgesamt 2×2 Freikarten für den Film und obendrauf 5 Filmposter (wie unten zu sehen) im Format A1 (auf A4 gefaltet – so kamen sie bei mir an). Daraus mache ich fünf kleine Päckchen, deren tollere zwei jeweils zwei Freikarten und ein Poster enthalten. (Den Rest könnt Ihr Euch ausrechnen.)

Um einen der Preise zu gewinnen, müßt Ihr bis Freitag, den 14. Dezember 2012, 23:59 Uhr, mir hier unter den Beitrag in einem Kommentar erzählen, was Euch als Erstes oder Intensivstes zu den nordamerikanischen Südstaaten einfällt. Bei mir ist es ja Anna Paquins Akzent in den ersten Folgen von True Blood – das erste Mal, das ich dem Südstaatenslang erotische Kraft abgewinnen konnte.

Also, was fällt Euch ein zu den Sümpfen und zu New Orleans und …? Vergeßt nicht, eine gültige E-Mail-Adresse zu hinterlassen. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Beasts of the Southern WIld - Poster

Süßes Gift – Hilfe als Geschäft (2012)

Süßes Gift

Dass die Form, in der Entwicklungshilfe geleistet wird und geleistet wurde, inzwischen das eigentliche Problem sein könnte, das viele afrikanische Gesellschaften an einem wirtschaftlichen Aufstieg hindert, ist ja mittlerweile eigentlich keine besonders originelle These mehr. Peter Heller hat jetzt mit Süßes Gift – Hilfe als Geschäft zu diesem Thema einen so unvollkommenen wie interessanten Film gemacht, dem viele Kontextualisierungen fehlen und der dabei aber doch die beschriebene Position klar vertritt: dass jedenfalls die Entwicklungshilfe in ihrer jetzigen Form eher schadet als nützt und die Menschen nicht aus Unmündigkeit und Abhängigkeit befreit, sondern sie genau darin belässt.

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Man bekommt das hier sehr schön an wenigen, konkreten Beispielen aus Mali, Kenia und Tansania dargestellt, und die Argumente werden hauptsächlich von Personen vertreten, die – so dürfen wir vermuten – die lokalen Verhältnisse und Entwicklungen wesentlich besser kennen als die meisten Menschen im reichen Europa.

Hellers Kronzeugen bieten dabei weder einfache Lösungen noch widerspruchsfreie Analysen an, aber in der Tendenz sind sie sich eben doch einig, und das darf zu denken geben. Dass dabei in der Kürze der Zeit vieles verloren geht, mag angehen – da wird schonmal Afrika zu einem „Land“, die Afrikaner zu einem „Volk“, als gebe es da nicht ganz erhebliche kulturelle, wirtschaftliche und politische Unterschiede; und ein Problem scheint eine durchaus problematische Lösung zu finden, als ein afrikanischer Investor nach Viktoriabarsch fischen will – wer Darwin’s Nightmare gesehen hat, dem eröffnet schon die Nennung dieses Fisches eine große Breite an politischen und wirtschaftlichen Implikationen (die gleichwohl mit Entwicklungshilfe nichts zu tun und deshalb wohl in Süßes Gift nichts zu suchen haben).

Aber ich schweife ab, oder? Nunja – so klar Süßes Gift seine Argumentation darlegt, so viele Fragen bleiben offen; die afrikanischen Städte etwa kommen erst in den letzten vier Minuten in einer dynamischen Monatesequenz vor. Aber letztlich geht es ja auch nicht um Antworten, sondern um neue Fragen.

(Foto: W-Film)