My Bloody Valentine (1981)

Der 1981 entstandene Horrorfilm Blutiger Valentinstag (My Bloody Valentine) ist lange nicht so glattpoliert und lange nicht so blutig wie sein alsbald in die Kinos einfallendes Remake, das seine eigentliche (um nicht zu sagen: einzige) Attraktion im Titel trägt: My Blood Valentine 3D. Da schwingt die Spitzhacke aufs Publikum zu, daß es eine allerdings bald langweilige Freude ist. (Meine detaillierte Kritik zu 3D gibt’s bei critic.de.)

Das „Original“ kommt da vergleichsweise – aber wirklich: vergleichsweise – zurückhaltend daher, auch darf man sich in Bezug auf Handlung und Effekte kaum Preziosen erwarten: Dies ist ein leidlich solider, leidlich spannender, aber keineswegs herausragender Slasher. Bemerkenswert ist allerdings der Vorspann des Films, der schon wie ein Teil der Handlung wirkt, aber mit dem Rest des Films in keinem näheren Zusammenhang steht – sieht man einmal davon aus, daß der Mann mit der Maske eine Frau mit einer Spitzhacke ermordet.

Die Szene, über die die Opening Credits zu sehen sind, verspricht allerdings eine sexuelle Verruchtheit, von der später nichts mehr zu sehen ist. Wie das natürlich blonde Opfer den Schlauch des Atemgeräts liebkost, das lockt mit fetischistisch aufgeladener Sexualität, gar mit einem Spiel der Identitäten. Was dann folgt, ist zahlreiches Morden, biedere, nie gefährliche Heterosexualität und kein Hauch von Verruchtheit mehr.

Die Opening Credits gibt’s natürlich bei YouTube zu sehen.

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