Black Lightning (2009)

Russischer Student – klug, aber ohne viel Geld – wird dank eines fliegenden Autos zum Superhelden: So funktioniert das russische Gegenstück, ach was, dieses eklektische Gemisch aus Transformers (sein Vater schenkt ihm ein Auto, das mehr ist, als man auf den ersten Blick erkennen kann) und Spiderman (der Tod seines Vaters läßt ihn sein eigenes Handeln überdenken und macht ihn zum Superhelden). Der Rest der Story ist im Grunde völlig wurscht (ja, um ein blondes weibliches Wesen geht es natürlich auch noch, das brav und passiv zwischen zwei Männern sich nicht entscheiden kann), zumal der Film so einiges an Motivation vermissen läßt. So steht der Bösewicht in Black Lightning kurz davor, eine enorm effektive Energiequelle in die Finger zu bekommen (nämlich jene, die den schwarzen „Wolga“ antreibt), mit der sich alles mögliche anstellen ließe – aber er will das Ding nur, um damit an die Diamantvorkommen unter der Stadt Moskau herankommen zu können. Bei deren Bergung würde zwar Moskau zerstört werden, und das macht den Mann sicherlich hinreichend bösartig, besonders ambitioniert wirkt das aber nicht. Da hätte ein Schuß der größenwahnsinnigen James-Bond-Fieslinge sicher nicht geschadet.

Ansonsten sieht man sehr, sehr deutlich, daß Timur Bekmambetov hier beteiligt war – die Wächter-Filme scheinen in einigen Szenen deutlich durch (meine Kritiken). Das Ganze ist bis auf wenige Momente sogar sehr familientauglich; bizarr ist allenfalls, daß ein Film, der so überdeutlich amerikanischen Vorbildern nacheifert, doch tatsächlich in den nächsten zwei Jahren ein US-Remake erfahren soll.

Foto: Sitges Film Festival

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