FFF 2009: Kurzkritiken

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Weil ich in den nächsten Tagen auch keine Zeit haben werde und voraussichtlich morgen dann endlich auch persönlich auf dem Fantasy Filmfest in Köln sein werde, gibt es hier noch rasch Kürzestkritiken zu zwei Filmen, die ich vorab habe sehen können.

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Largo Winch: Ich mag es ja, wenn Filme, wie jetzt auch Tarantinos im übrigen phantastischer Inglourious Basterds, die durch die Filmhandlung logischerweise zu erwartende Mehrsprachigkeit dann auch im Film erhalten und umsetzen. Bei Largo Winch ist das die logische Folge des internationalen Settings, in dem Französisch, Englisch und Serbisch gesprochen werden – neben Russisch, Deutsch und einigen anderen Sprachen, die auch noch auftauchen.

Largo Winch ist Erbe eines riesigen Firmenimperiums, bis zum Tod seines Adoptivvaters wußte aber nahezu niemand von seiner Existenz; plötzlich trachten aber nur allzu viele dem jungen Mann, der seine letzten Jahre vor allem als Abenteurer verbracht hat, nach dem Leben. Kann Largo herausfinden, wer die Intrige gesponnen hat?

Largo Winch hat ein bißchen Sex, viel Action und reichlich Verschwörungsgeschehen; das ist eine massentaugliche, ohne Fehler, aber auch ohne bemerkenswerte Ideen und etwas vorhersehbar umgesetzte Abenteuergeschichte, deren Geschichte sich nicht allzu eng an den Largo-Winch-Comics von Jean Van Hamme und Philippe Francq orientiert.

Genrefans treffen mit diesem Film keine schlechte Wahl, alle anderen verpassen hier womöglich: nichts.

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The Children: Für Eltern ist ja schon die Vorstellung ein Alptraum, die eigenen Kinder könnten sich nur emotional von einem abwenden; daß sie gar Messer, Scheren und Hacken gegen uns erheben, läßt sich nicht einmal denken. So kommt die zögerliche Reaktion der Erwachsenen hier nicht unerwartet, als ihre kleinen Kinder, kaum im Schulalter, auf einmal zu blutdurstigen Monstren werden.

Monstren, wohlgemerkt, nur im moralischen Sinne, denn eine echte Erklärung für die Mordlust der Kinder gibt The Children nicht, auch wenn er hanebüchen auf eventuelle medizinische Gründe verweist. Das sind dann auch die allerschwächsten Momente in diesem Film, der ansonsten zwar wenig revolutionär ist (gerade wenn man ihn mit Filmen vergleicht, die sich an ähnlichen Szenarien abarbeiten), aber bis zum würdig apokalyptischen Ende doch einigermaßen das Fürchten lehren kann.

Foto: Fantasy Filmfest

3 Gedanken zu “FFF 2009: Kurzkritiken

  1. Largo Winch hätte ich schon ganz gerne gesehen, aber das wollte einfach nicht hinhauen. The Children hab ich als totalen Spaßfilm gesehen und konnte dann drüber hinwegsehen, dass der kaum Story oder Erklärungen anbietet. Das war bei „Home Movie“ übrigens nicht anders, dabei hätte mich da eine Hintergrundstory schon eher interessiert.

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