Trash am Mittwoch: Night of the Flesh Eaters (2008)

Ursprünglich erschienen in Deadline #32, März 2012.

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„All this devouring and flesh-eating“, beschwert sich mittendrin eine der Figuren: All dieses Verschlingen und Menschenfleishessen! Dabei wird in Night of the Flesh Eaters davon vor allem viel gesprochen, in den end-, ziel- und planlosen Dialogen, denen man immer wieder ausgesetzt wird. Das soll, wohlgemerkt, komisch sein, wie ein schlecht bezahlter Killer sich Gedanken darüber macht, dass gerade Waldbrand- und Nistsaison sei. Alsbald betritt ein menschenfressendes Zwergvolk die Szene, ein rothäutiger Dämon und diverse andere übernatürliche und stets unfreundliche Erscheinungen, deren Existenz stets ausführlich diskutiert werden muss, bevor es zu wenig aufregenden, grausig inszenierten und nur milde splattrigen Zweikämpfen kommt. Dazwischen serviert uns Regisseur J.R. McGarrity witzig gemeinte Kameraeinstellungen, die einfach nur langweilig sind. Mit anderen Worten: McGarritys zweiter Film nach einem Streifen über fleischfressende und (selbstverständlich weibliche) Strippervampire ist ein völlig unkomisches, technisch ineptes, fades Stück Schrott, das so gerne witziger Trash sein möchte. Latexmonstren einfachster Art hopsen in billigen Pappmachédekors herum, zwischendurch rennen drei bis fünf Personen durch einen Wald, und drumherum wird mythisch gefaselt.

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