Dictado – Childish Games (2012)

Ursprünglich erschienen in Deadline #32, März 2012.

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Das spanische Kino erprobt sich seit einigen Jahren immer wieder recht erfolgreich im phantastisch angehauchten Thriller, an dem die Balance zwischen psychologischem Drama und Horrorfilm immer prekär ist, immer zu kippen droht. Hier ist es der Lehrer Daniel, dessen Lebens ins Wanken gerät, als er von Mario besucht wird, einem Bekannten aus Kindertagen. Kurz darauf nimmt sich Mario das Leben, und seine Tochter, die Daniel und seine Frau Laura in Pflege nehmen, erinnert Daniel mehr und mehr an das dunkle Geheimnis, das er mit Mario teilte.

Childish Games oder Dictado, wie der Film von Antonio Chavarrías im Original heißt, ist sicher nicht der originellste Vertreter seiner Art und hält sich gelegentlich zu sehr an Grundregeln des Drehbuchschreibens, in denen man eine gefährliche Klippe einführt, um sie dann auch gefälligst zu dramatischem Effekt nutzen zu können. Aber ein solider Thriller ist er eben doch, der zwischen Horror und Wahnsinn lange Zeit keinen Unterschied macht – und am Schluss allenfalls ein wenig zu brav daherkommt.

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