Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (6)

Alle meine Beiträge zum Fantasy Filmfest (FFF) 2012 finden sich unter dem Schlagwort FFF2012

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Es gibt einen neuen Langtext von mir zu Brake auf kino-zeit.de. Und hier sind die neu gesichteten Filme:

Kurze Anmerkungen und Trailer:

Vamps

Sigourney Weaver scheint ja derzeit ein Abonnement auf quirky Nebenrollen in etwas angeschrägten Filmen zu haben – nach Paul und [verratichnicht] ist sie hier nun als Altvampirin ohne Mordhemmungen zu sehen, womit sie ihre „Kinder“ und Mitsauger von Sanguines anonymous ziemlich auf die Palme treibt. Eine sehr schräge, unvollkommene, aber umso sympathischere Komödie von der viel zu wenig gesehenen Amy Heckerling, die man vor allem von Clueless kennt.

Einen Trailer gibt es zu dem Film leider noch nicht, aber dafür ein Q&A mit der Produzentin Lauren Versel:

Compliance

Eigentlich sehr schön konstruierter und geradlinig durchgezogener filmischer Versuch über die menschliche Willfährigkeit; leider merkt der aufmerksame Zuschauer aber schon sehr bald, dass er es hier mit einer Art verfilmten Milgram-Experiment zu tun hat; der Film will das etwa bis zur Hälfte geheimhalten, das mißlingt aber kräftig. Danach bleibt dann nur noch die Frage: Wie weit wird das gehen?

V/H/S

Ein Episodenfilm, der in eine ziemlich hanebüchene Rahmenhandlung eingebunden ist, die nur eine wirklich gute Idee hat (der Sessel!). Die einzelnen Beiträge wechseln dann zwischen unerträglich fade, klassisch-brauchbar und kreativem Medieneinsatz – alles mit viel Medienspielerei, (meist künstlich nachproduzierten) Videoartefakten und sehr, sehr viel First-Person-Kamera. Ermüdet ab dem dritten Beitrag stark.

http://www.youtube.com/watch?v=FNA9bV0DtDU

Resolution

War der zweite Beitrag des Tages, in dem sich Geister obsolter Medienformen bedienen – als kämen sie, kurz bevor alles zu Nullen und Einsen wird (auch die Projektionen des FFF waren, mit wenigen Ausnahmen, digital) kurz nochmal möglichst analog aus den Gräbern gekrochen – hier manifestieren sich Geschichten aus Fotografien, Diapositiven, Filmstreifen und Schallplatten, aber auch als CD und Video auf dem Computer. Der eigentliche Witz des Films ist durchaus amüsant, aber der Weg dorthin ist eher faaaade.

After

Technisch solide, ästhetisch stets zu bemühte Apokalypse-Erfahrung, die ebenfalls mit Pauken und Trompeten daran scheitert, ihr eigentliches Ziel für länger als fünf Filmminuten zu verbergen. Wer das mitbekommen hat, mag sich zwar aufgrund der halbwegs sympathischen Protagonisten noch für’s Ende interessieren, aber so richtig Fahrt nimmt der Film dann eben nicht mehr auf.

http://vimeo.com/35037569

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