De l’autre côté du périph (2012)

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Omar Sy war ja schon vor Ziemlich beste Freunde in Frankreich kein ganz Kleiner, aber natürlich hat ihm der Überraschungshit einen richtigen Karriereschub verpasst; aber weil auch französische Produzenten manchmal nicht einfallsreicher sind als anderswo, hat man ihn für Ein MordsTeam in eine ganz ähnliche Konstellation gepackt: Hier Ousmane (Sy), der schnodderige Schwarze aus der Pariser Banlieue, dort François (Laurent Lafitte), der überkorrekte Weiße aus der Hauptstadt. Nur sind diesmal beide Polizisten, so dass das Ergebnis sich doch sehr den Stereotypen der amerikanisch geprägten Buddy-Cop-Komödie annähert. Dabei funktioniert das über weite Teile nicht schlecht: Ousmane mischt die schicken Kreise auf, mit denen sich der Karrierist François gut stellen will, während François in Bobigny zwar völlig verloren ist, aber auch feststellt, dass Ousmane ein ziemlicher Aufschneider ist, der Harold Faltermeyers „Axel F“ als Klingelton hat. Der eigentliche Fall ist dabei natürlich ziemlich egal, und so wird er auch behandelt; leider hebt sich dann aber auch die Beziehung der beiden Cops nie so richtig über die Genrestandards hinaus. David Charhon inszeniert solide und flott – und am Ende hat sich, natürlich, ein Paar gefunden.

(Zuerst erschienen im November 2013 in der deadline #42.)

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