Dr. Zyklop (1940)

Man kennt und nennt den Namen von Ernest B. Schoedsack viel zu wenig. Dabei hat der Regisseur mit King Kong und die weiße Frau Filmgeschichte geschrieben und auch danach aber noch sechszehn Jahre lang fleißig Filme gedreht. Im April 1940 startete sein vorletzter Film, Dr. Zyklop, in den amerikanischen Kinos – eine wilde Science-Fiction-Abenteuergeschichte aus dem dunkelsten Peru. Dort stößt ein kleines Team von Wissenschaftlern auf den exzentrischen Dr. Thorkel, der ihre Hilfe benötigt – aber nur für ein kleines Detail seiner eigenen Forschungen. Dass er sie alsbald rüde wieder fortschicken will, weckt das Misstrauen seiner Kollegen – und bald finden sie heraus, dass Thorkel Lebewesen mit radioaktiver Strahlung auf Miniaturgröße verkleinert. Das Drama entwickelt sich von dort aus in relativ vorhersehbarer, genre-typischer Art und Weise; allerdings nicht ohne einen beglückenden, spürbar selbstironischen Unterton. Damit, vor allem aber mit der Qualität seiner Spezialeffekte, die sich problemlos mit den Tricksequenzen aus dem 17 Jahre jüngeren Die unglaubliche Geschichte des Mr. C messen können, ragt Dr. Zyklop aus der Masse ähnlicher Produktionen heraus – und ist seiner Zeit deutlich voraus.

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Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

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