Tobruk (1967)

September 1942: Eine Spezialeinheit aus britischen Soldaten und deutschen Juden soll sich durch die nordafrikanische Wüste aufmachen, um als Deutsche getarnt das Treibstofflager des Afrikakorps in der Küstenstadt Tobruk zu sprengen. So einfach ist die (lose auf historischen Ereignissen basierende) Prämisse des amerikanischen Kriegsfilms Tobruk (früher auch als Die Kanonen von Tobruk), aber wie jede Undercover-Operation hat das Abenteuer so seine Tücken. In der Tat hat es womöglich zu viele Tücken, so dass sich hier Spionage und Gegenspionage in verschiedenen Ebenen überlagern, ohne dass deshalb fortwährend in größerer Menge Spannungsfunken schlügen – da ist ein wenig Potential verschenkt. Dafür gibt es zu Beginn des Films und ausgedehnt am Ende Actionsequenzen, die sich auch fünfzig Jahre später nicht verstecken müssen – bis hin zum etwas abrupten Ende. Vor allem die Befreiung (und Zwangsrekrutierung) eines kanadischen Offiziers (Rock Hudson) am Anfang ist wirklich sehenswert. Neben Hudson glänzen noch George Peppard (Das A-Team lässt grüßen) als jüdischer Kämpfer und aber vor allem Nigel Green als sehr steif-trockener britische Kommandant. Und selbst wenn die Umgebung gelegentlich sehr nach Studio-Kulisse aussieht: Immer wieder hört man förmlich Sand aus dem Bildschirm rieseln.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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