iZombie – Staffel 3

Lässt man die Zombies einmal raus in die Welt, sind sie kaum noch einzufangen. Das ist das Grundprinzip aller Zombiefilme, bei denen die Apokalypse entweder gerade beginnt (und sich meist explosionsartig ausbreitet) oder schon vorüber ist – so oder so sind die Untoten letztlich qua Überzahl die Herrscher der Welt, immer auf der Suche nach noch warmen menschlichen Körpern oder Gehirnen. iZombie hat von der ersten Folge an dieses Ausbreitungsszenario bis zum Stillstand retardiert, um erst einmal größtmögliche humoristische und kriminalistische Funken aus dem Status Quo zu schlagen: Als freches, „snarky“ im eigentlichen Sinne, Genre-Crossover zwischen Horror, Komödie und Polizeiserie.

Aber im Hintergrund schwelte immer mehr der Konflikt: Was untot ist, will Welt beherrschen. Dabei ist es weniger der Hunger nach BRRRAAAIINNNSS, der sie antreibt, nein, für manche geht es ganz banal um Gewinn, ums Geld – sie beschaffen Gehirne für die hungrigen Zombies, und wenn es nicht genug Nachfrage gibt, dann erschafft man sich halt neue… In dieser dritten Staffel deutet zunächst alles daraufhin, dass es so eine Weile friedlich weitergehen könnte, aber die Zombie-Söldner des Unternehmens Fillmore-Graves werden gezielt unter der Prämisse trainiert, dass irgendwann der Tag kommen müsse, an dem Zombies von der Öffentlichkeit entdeckt – und als Bedrohung wahrgenommen werden.

Derweil löst die Ärztin Liv (Rose McIver) mit ihrem Kollegen Ravi (Rahul Kohli) und dem Polizisten Clive Babineaux (Malcolm Goodwin) weiterhin Kriminalfälle – und muss von mehreren Seiten die Frage angehen, wie sich die Apokalypse möglicherweise doch noch verhindern lässt. Das kommt zwar in der Staffelmitte mit einigen Längen daher, nimmt dann aber zum Ende und zum ziemlich heftigen Finale Furioso dann doch wieder sehr, sehr deutlich an Fahrt auf. Die Fortsetzung läuft schon, in den USA und hierzulande hie und da im Stream.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.