Draculas Rückkehr (1968)

Draculas Rückkehr braucht, schließlich ist der Graf eigentlich von uns gegangen, eine etwas bemühte Exposition: Monsignore Müller kommt in das kleine Dorf in den Karpaten, das von dem Vampirgrafen heimgesucht und anschließend befreit worden war; obwohl der Dorfpriester (wie sich zeigt, aus gutem Grund) skeptisch und ängstlich ist, gehen beide zu Draculas Schloss, wo alsbald das Versprechen des Filmtitels erfüllt wird. Bald jagt dann Christopher Lee (zum dritten Mal für die Hammer-Studios in dieser Rolle) die schöne Nichte des Monsignore (Veronica Carlson), während ihr Möchtegern-Bräutigam Paul vom Monsignore in die Kunst der Vampirabwehr eingeweiht wird. Allerdings erweist sich sein Atheismus als Hindernis auf dem Weg zur ordentlichen Vampir-Entsorgung… Freddie Francis hat vor allem in den 1960ern bei so einigen Horrorfilmen Regie geführt, bevor er sich wieder auf reine Kameraarbeit konzentrierte und dann mit David Lynch Der Elefantenmensch und Der Wüstenplanet drehte, mit Martin Scorsese auch Kap der Angst. Sein Talent für die gekonnte Inszenierung blitzt hier immer wieder auf, auch wenn die Handlung zuweilen etwas ziellos mäandert. Dafür sind die Studiokulissen so prächtig, dass die Außenaufnahmen in Feld, Wiese und vor allem Wald fast wie irreale Fremdkörper wirken.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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