War Cat – Angel of Vengeance (1987)

Tina Davenport zieht in die alte Berghütte ihres verstorbenen Vaters, um ein Buch über ihn zu schreiben. Außerhalb der kleinen Ortschaft hat sich allerdings eine Gruppe von Survival-Fanatikern niedergelassen, die sich mit Waffen und Vorräten versehen – nicht eben die psychisch stabilsten Gesellen. Einer von ihnen, Manny, versucht mehrfach, Tina zu belästigen. Als die Gruppe einen Konflikt mit einer Gruppe Motorradfahrer gewaltsam auflöst, fallen alle Hemmungen: Manny nimmt neben einer anderen Frau auch Tina gefangen. Dem Subgenre gemäß folgt auf Rape dann Revenge: In den Bergen rund um das Lager nimmt sich Tina, die alle für leichte Beute halten, bei einer Menschenjagd einen nach dem anderen die Männer vor. Regisseur Ted V. Mikels ist nicht unbedingt für Zurückhaltung bekannt, aber in diesem routiniert, wenn auch dramaturgisch eigenwillig abgedrehten Streifen werden die Vergewaltigungen glücklicherweise ausgeblendet. Dafür geht es bei der Gewalt so explizit zu, dass der Film bis 2012 auch in geschnittener Fassung noch indiziert wurde. Nun gibt es den Film aus dem Jahr 1987 als Uncut-Version in wenig aufregender Bild- und Tonqualität; die Referenzen auf z.B. „Rambo“ sind aber gleichwohl überdeutlich. Leider ist das der einzige Film, an dem Hauptdarstellerin Jannina Poynter mitgewirkt hat; ihre Dynamik würde man doch gerne noch öfter sehen.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.