The Empire Strikes Back, made in 1950

Ich bin ja erklärter Star Wars-Fan, und so kann ich mich über dieses Video natürlich nur freuen, das Malte da aufgetan hat:

Das Spiel mit den filmischen Mitteln der 1950er-Science-Fiction ist hier wirklich clever gelöst. Es gibt auch noch ein ähnliches, kürzeres und etwas älteres (sowie nicht so gutes) Star Wars-Video dieser Machart, ebenso eines zu Cloverfield. Und natürlich die Ghost Busters à la 1954, auf die ich hier schon einmal hingewiesen hatte.

Tanz, Ninja, tanz!

Die derzeitige (kleine) Re-Schwemme mit Ninja-Filmen ist hier im Blog noch nicht hinreichend gewürdigt worden, das wird womöglich demnächst noch geschehen. Aber heute kam von Zombieroom aus Cannes ein Hinweis auf einen Film, der das Genre sicher, äh, revolutionieren wird: Dancing Ninja (womöglich auch Legend of the Dancing Ninja genannt).

Sehet den Trailer. Schon der ist bestürzend intensiv.

David Hasselhoff. Auf dem Klo. Und das ist gewissermaßen nur der Anfang dieses Abgrundes.

Andererseits: Ist die Zusammenführung der beiden choreographierten Genres, des Tanz- und des Martial-Arts-Films, ja eigentlich eine vielversprechende, auch komödiantische Option. Aber da gab es doch bestimmt schon Beispiele, wem fallen da Filme ein?

Die Damen lassen krachen (Trailershow)

Daß der Autor dieses Blogs, dessen Titel eine gewisse filmische Vorliebe seinerseits schon im prominent gezeigten Titel vor sich her trägt, in seinem Herzen eine sehr weiche Stelle für Milla Jovovich hat, mag man ihm, bei all deren schauspielerischen Schwächen, bitte und gerne nachsehen. Und weil er zudem Actiontrash ebensowenig abgeneigt wie er dem Zombiefilm herzlich zugeneigt ist, freut er sich, allen Unkereien zum Trotz, dann eben doch auf Resident Evil: Afterlife, den vierten Film der Franchise (hier meine Besprechung zu Nummer 3, Extinction) der zu allem knallbunten Überfluß auch noch in 3-D zu sehen sein wird. Im Trailer wumst es gewaltig und weitgehend sinnfrei.

Noch mehr freue ich mich freilich auf einen der neuen Filme mit Angelina Jolie (die zu verehren dieses Portrait einige Gründe bereithält), nämlich Salt, in dem sie eine amerikanische Agentin spielt, die vielleicht zugleich eine russische ist – ein Film, der schließlich auch deshalb sehenswert ist, weil Liev Schreiber und Chiwetel Ejiofor mitspielen.

Pride & Prejudice & Zombies: The Prequel!

1261061679dod3C_lores

Freund_innen klassischer Literatur schlagen wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen, andere Leute hüpfen vor Freude im Quadrat; und weil Zombies eines der unterschwelligen Grundthemen dieses Blogs bilden, darf es statt Film heute auch mal ein Blick auf das geschriebene Wort sein.

Seth Grahame-Smiths amüsante Neufassung von Jane Austens Pride and Prejudice als Pride and Prejudice and Zombies (mehr dazu bei Nerdcore; bestellen bei amazon.de) bekommt nun, während die Verfilmung, großartigerweise mit Natalie Portman in der Hauptrolle, schon in der Mache ist, mit Pride and Prejudice and Zombies: Dawn of the Dreadfuls ein Prequel spendiert, das Ende März erscheinen wird (vorbestellen bei amazon.de).

Und weil das Zombiegenre dem Film doch fast noch näher liegt als der Literatur, gibt es zu dem Buch auch einen hübschen kleinen Trailer:

(via)

Foto: Quirk Books

CGI-Zombies

Derzeit sehe ich aus verschiedenen Gründen wieder einmal eine ganze Reihe von Zombiefilmen (die zwei jüngst gesehenen eher besseren waren La HordeKritik – und Survival of the DeadKritik -, die ich vergangene Woche in Gérardmer gesehen habe). Zu meinem Programm gehörte nun heute auch Resident Evil: Degeneration.

Das ist, wer den Film kennt, wird es zu bestätigen wissen, nun gewiß der ungelenkste, wenn vielleicht auch den Resident Evil-Spielen am nächsten stehende Auswurf dieses Filmfranchise. Ein Großteil der Handlung ist überhaupt nur verständlich, wenn man mit der Vorgeschichte der Computerspiele zumindest lose vertraut ist, und selbst dann ergibt vieles keinen Sinn. Degeneration ist komplett CGI-generiert, da ist keine richtige Kamera je am Set vorbeigekommen (obwohl ein, zwei Totalen so wirken, als sei die Szenerei von einem handgemachten Bild eingescannt worden), und insofern kann seine Ästhetik natürlich den Spielen am nächsten sein.

Dankenswerterweise verzichtet der Film auf extensive First-Person-Shooter-Perspektiven; eine kurze Szene relativ am Anfang nimmt den Blickwinkel eines Spielers an, dann wird darauf verzichtet. Aber wenn man die Figuren später rennen, springen, rollen sieht, dann weiß man doch wieder, wo man das alles schon so ungelenk gesehen hat. Wenn nicht hier, dann bei Ms. Lara Croft.

Daß Degeneration nicht mit Charakteren von besonders großer Tiefe prahlen kann, mag man dem Genre anlasten – dem Subsubsubgenre der Zombie-Computerspielverfilmungen zumal. Aber es liegt natürlich auch im CGI begründet; die Personen hier leben alle tief im Uncanny Valley, ihr Anblick ist in einem so fundamentalen Sinne un-menschlich, daß man oft zweimal gucken muß, ob man’s denn nun mit einem Zombie oder einem Menschen zu tun hat. (Das mag Absicht sein, zumindest im Falle der gar bösen Bösewichter; zur einfacheren Wiedererkennung sehen die Zombies aber immer auch gleich sehr zerfressen aus.)

Schlimm, weil irgendwie verzweifelt noch mit dem sicheren Scheitern hadernd, sind dann vor allem die Szenen, in denen in langen Nah- oder Großaufnahmen sich die emotionale Tiefe einer Figur durch deren Mimik erschließen soll. Dieser Versuch scheitert aufs Oberflächlichste.

re_degen
Foto: Sony Pictures

Im Grunde scheitert Resident Evil: Degeneration damit aber – sieht man einmal davon ab, daß der Film weder spannend ist noch interessante Charaktere aufzuweisen hat, und einigen weiteren Mängeln, die ich hier nicht aufzählen mag – natürlich an einem Grundproblem des computeranimierten Films, dem sich nahezu alle Filmemacher in diesem Bereich, außer Robert Zemeckis mit seinen letzten drei Filmen, dadurch entziehen, daß sie eben nicht auf möglichst große Menschenähnlichkeit zielen, sondern ihre Leinwandfiguren auf die eine oder andere Art und Weise verfremden, verändern, verzerren.

Für den Zombiefilm scheint eine solche Antwort nun A.D. zu versuchen, von dem es bisher nur einen Teaser und eine Handvoll Screenshots zu sehen gibt – in einem „Interview„, das diesen Namen ob seiner groben Belanglosigkeit kaum verdient, äußern sich die Macher allerdings anscheinend gezielt nicht dazu, wann der Film das Licht der Welt erblicken werde.

Aber das bißchen Filmmaterial hier sieht eigentlich nicht schlecht aus:

(via)

Trailer: Hit-Girl kicks Ass

Ich bin mir bei Kick-Ass noch nicht sicher – weder über meine Erwartungen noch deren Gründe. Die Vorlage für diesen Film stammt jedenfalls aus der gleichen Feder wie der reichlich misanthrope Wanted-Comic, das sagt aber natürlich noch nicht viel über das Endergebnis aus.

Menschenfreundlich wird es jedenfalls womöglich nicht zugehen, und dieser Trailer – solche Werbeeinblendungen sind jedenfalls kein Schwerpunkt dieses Blogs, und das soll gerne soll bleiben – fällt in den engeren Aufgabenbereichs dieser Aufzeichnungen, wie ihr Titel schon anzeigen soll.

Deshalb without further ado, hier der frisch erschienene Red Band Trailer zu Kick-Ass, der sich ganz der jugendlichen „Hit-Girl“ widmet, dargestellt von Chloe Moretz.

(Hit-Girl tauchte auch schon in einem vor kurzem veröffentlichten Clip zusammen mit ihrem Filmvater Nicholas Cage auf; und hier gibt es einen weiteren Trailer zum Film.)

(via)

The Princess and the Frog: Erste Minuten

Disney hat die ersten fünf Minuten von The Princess and the Frog (2009) online gestellt; die Animation ist z.T. noch nicht fertiggestellt. (via)

Ich bin nach wie vor irritiert davon, daß die gängige Froschkönig-Erzählung immer einen Kuß beinhaltet, wo doch im Märchen von einem solchen keineswegs die Rede ist – vielmehr landet der Frosch mit Wucht an der Wand, wie man bei den Brüdern Grimm nachlesen kann:

Es half nichts, sie mußte thun, wie ihr Vater wollte, aber sie war bitterböse in ihrem Herzen. Sie packte den Frosch mit zwei Fingern und trug ihn hinauf in ihre Kammer, legte sich ins Bett und statt ihn neben sich zu legen, warf sie ihn bratsch! an die Wand; „da nun wirst du mich in Ruh lassen, du garstiger Frosch!“ Aber der Frosch fiel nicht todt herunter, sondern wie er herab auf das Bett kam, da wars ein schöner junger Prinz.

Aber wahrscheinlich steht das dem familienfreundlich-romantischen Ziel der Filmerzählung entgegen. Gespannt darf man auf The Princess and the Frog aber sicher sein. Zum einen, weil der Film mit reichlich Vorschußlorbeeren dafür bekommen hat, daß er angeblich eine Rückkehr zur traditionellen 2D-Animation auf dem Zeichenbrett darstelle (als sei diese nicht anderswo als bei Disney äußerst quicklebendig); zum anderen aber, weil man gespannt sein darf, wie das Endergebnis aussehen wird, nachdem eine frühe Fassung umgeschrieben wurde, der rassistische Stereotypisierungen vorgeworfen wurden. Die Hoffnungen der feministischen, antirassistischen Community in den USA sind nicht unbedingt besonders groß.

Auch auf die Darstellung des Prinzen darf man deshalb gespannt sein. Eine erste Ahnung gibt vielleicht die Kußszene, die auch schon online auffindbar ist:

Ghost Busters, like it’s 1954

Das ist ein hübsches Exerzitium in Sachen Stil und Zeitgeist, das wir hier vorgesetzt bekommen: Ein findiger und besehener Mensch hat sich mit Ghost Busters (1984) einen klassischen Mainstreamfilm der 1980er Jahre vorgenommen und aus alten Filmausschnitten und mit Hilfe suggestiver Schriftzüge und Musik einen Trailer gebastelt, der zeigt, wie eine Komödie gleichen Themas und Titels dreißig Jahre vorher vielleicht hätte aussehen können.

Es ist natürlich die Differenz, die hier instruktiv ist: Was im 80er-Jahre-Film zu sehen ist, aber für die fikitive Fassung unmöglich wäre, welche Star Personas als Darsteller in Frage kämen und welche Bedeutungs- und Persönlichkeitswolken sie mit sich herumtrügen, und natürlich: was technisch realistisch und möglich gewesen wäre. (Cinematical, wo ich das Video gefunden habe, hat freundlicherweise den Originaltrailer gleich dazugestellt.)