Kurz verlinkt, 25. November 2010

Lesens- und Sehenswertes aus den vergangenen Tagen (19. November 2010 bis 25. November 2010):

Kurzfilm: Sarah Silverman’s Thanksgiving Special

Sarah Silverman erzählt von einem besonderen Thanksgiving-Erlebnis. Wer Silverman kennt, weiß, daß das nicht unbedingt eine harmlose Erzählung wird… Happy Thanksgiving!

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Kurzfilme: Lucía, Luis y el lobo

Gestern hatte ich bereits auf einen Film hingewiesen, an dem Cristóbal León mitgearbeitet hatte; ein weiteres seiner Projekte ist das mehrfach preisgekrönte Lucía, Luis y el lobo, das aus den zwei Filmen besteht Lucía (2007) und Luis (2008), die zusammen mit Joaquín Cociña und Niles Atallah entstanden ist.

Aufgepaßt, das ist ein bißchen gruselig…

(via)

Warum ich nun ein wenig Angst vor ‚Mars Needs Moms‘ habe

Irgendwo in meiner Seele habe ich einen ganz, ganz weichen Punkt, und es gibt mindestens einen Autor, der diesen Punkt mit atemberaubender Sicherheit in jedem seiner Bilder-/Kinderbücher präzise trifft: Berkeley Breathed (Homepage, Wikipedia).

Wenn Ihr den nicht kennt, ist das nicht weiter verwunderlich: Er ist in Deutschland und Europa kaum bekannt; in den USA ist er vor allem als linksliberaler und ziemlich politischer Cartoonist durch seine Reihe Bloom County (Wikipedia) bekannt geworden – ein Spin-Off war außerdem Opus (Wikipedia), mit dem vermutlich sympathischsten flugunfähigen Vogel der Cartoongeschichte.

Zu seinen Arbeiten gehören aber inzwischen auch eine ganze Reihe von Kinderbüchern, die mir eben herzzerreißend präzise Tränen in die Augen jagen. Das sind vor allem und zunächst zwei Weihnachtsbücher: A Wish for Wings That Work mit dem oben genannten Opus als Hauptfigur, der sich zu Weihnachen nur wünscht, endlich einmal fliegen zu können; und Red Ranger Came Calling, in der Breathed eine Geschichte wiedergibt, die ihm sein Vater zu Weihnachten immer von sich selbst erzählt habe: Wie er nämlich einen Mann getroffen habe, der angeblich Santa Claus gewesen sei… Die Pointe des Buches gehört zum überraschendsten, lustigsten, das mir in Bilderbüchern je untergekommen ist. (Wenn jemand noch wunderschöne und sehr rührende Weihnachtsgeschenke für des Englischen mächtige Menschen sucht, hier sind sie.)

Ich kenne nicht alle von Breatheds Kinderbüchern, aber bei mir im Regal stehen noch Edwurd Fudwupper Fibbed Big über einen hochstapelnden kleinen Jungen, der eine Invasion von Außerirdischen herbeifabuliert (Außerirdische sind immer wieder ein Thema bei Breathed), das phantastische Goodnight Opus, und dann schließlich: Mars Needs Moms!. Das ist ein eigentlich recht schmaler Band, das in seiner Grundidee ein wenig an Wo die wilden Kerle wohnen erinnert, rezipiert womöglich unter dem Eindruck bewußtseinsverändernder Substanzen und zu vieler Science-Fiction-Filme.

Es geht, knapp gesagt, um einen kleinen Jungen, der mit seiner Mutter gar nicht zufrieden ist, aber dann doch – er weiß gar nicht so genau, warum – hinterherrennt, als sie von einer paar Marsianern entführt wird. Viel mehr passiert in dem Buch, von der (darf ich’s nochmal sagen? herzzerreißend schmalzigen, sehr treffenden) Auflösung dieser Situation auch gar nicht, es ist wirklich sehr schmal.

Und jetzt hat sich, wenn man dem Trailer glauben darf, Disney also dieses Stoffes angenommen und ihn als computeranimierten Film für März 2011 angekündigt. Ich habe gar nichts gegen Disney, die letzten Animationsfilme des Studios waren durchaus sehr handfest, aber mich irritiert allein schon, daß die grotesken Überzeichnungen von Breatheds Bildern hier in eine pseudorealistische Animationswelt transferiert wurden, die nach diesem ersten Eindruck so wirken, als müßte man in den Tiefen des Uncanny Valley nach ihnen suchen.

Und natürlich habe ich Angst, daß so ein Film mir meine ganz persönliche Berkeley-Breathed-Erfahrung nehmen könnte. Andererseits: Macht die offenbar große ästhetische und erzählerische Differenz zwischen Buch und Film das deutlich unwahrscheinlicher. Vielleicht muß man also höchstens aus anderen Gründen vor dem Film Angst haben.

(via)

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room is set in a remote Cornish Fishing Village. Eloise a nine year old girl discovers more than just a bookshop when she is introduced to Mrs Peppercorn.

Trailer für den Kurzfilm (via)

AGM Heartland: Neues Projekt von Neill Blomkamp?

/Film hat dieses möglicherweise den Beginn einer viralen Werbekampagne markierende Video aus der iPad-Ausgabe der neuen Wired destilliert. Als Regisseur des Videos wird in der Ausgabe der Regisseur Neill Blomkamp genannt, dessen Film District 9 (meine Gedanken dazu) im vergangenen Jahr bei Science-Fiction-Fans für großes Aufmerken sorgte.

Die weiteren Informationen, die Peter Sciretta zum Video sammeln konnte, deuten darauf hin, daß Blomkamp möglicherweise an einem Projekt mit dem Titel AGM Heartland arbeiten könnte, about a fictional genetic engineering company that produces genetically engineered and altered organisms. Sciretta vermutet aber, daß es eher um ein Online-Projekt als um einen Film gehen könnte. Die von ihm bei /Film zitierten Aussagen Blomkamps lassen zumindest die Vermutung zu, daß er noch an einem anderen Science-Fiction-Projekt arbeitet.

Auf jeden Fall ist das alles Buzz. Zu dem ich hiermit beitrage.

Was denkt Ihr zu dem Video?