Un monstre à Paris

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Selbst die Französen müssen noch bis Oktober warten, bevor sie dies hübsch animierte Monster zu sehen bekommen, das zusammen mit der Stimme von Vanessa Paradis (deren Figur auch im Film von allen angeschmachtet wird) die Straßen von Paris unsicher macht. Ach weh! Aber gut schaut’s aus. Ich freu mich schon…

(via)

Russian Rhapsody (1944)

Im MUBI-Notebook hat David Cairns auf diese kleine Perle hingewiesen, einen jener völlig un-verschämt propagandistisch gegen die Nazis gerichteten Cartoons, derer es in den frühen 1940er Jahren natürlich zahlreiche gab.

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In dem Film, auch als Gremlin from the Kremlin bekannt, spielt Hitler eine prominente Rolle, da er sich selbst als Bomberpilot betätigt, der Moskau in Schutt und Asche legen will. In seiner Ansprache ist alles da, was man von einer Hitlerkarikatur der Zeit erwarten kann: Das Sauerkraut, die Leberwurst – all das natürlich wie aus Chaplins The Great Dictator entliehen, nur hier noch weniger komisch als dort schon im Rückblick je scheinend.

Besonders schön finde ich persönlich, wie aus der Ordnung des Dritten Reichs hier „The New Odor“ wird – man darf sich das ganz wortwörtlich und mit furchtbaren Assoziationen auch als Gestank der neuen Zeit vorstellen.

Am Ende des Films taucht Hitler übrigens nicht, wie von Cairns ursprünglich vermutet, als Stereotyp des bösartigen Asiaten auf, sondern als leicht verzerrte Version von Lew Lehr, worüber man auch in dem Wikipedia-Artikel zum Streifen aufgeklärt wird.

(Das Hitlerblog hatte vor vier Jahren schon einmal auf den Film hingewiesen.)

Hoodwinked! (2005)

Das Grundkonzept von Hoodwinked! hat einen gewissen Charme: mit Rotkäppchen ein bekanntes Märchen zu nehmen und dann eine Kriminalgeschichte darum herum zu stricken, die völlig die Grenzen der althergebrachten Geschichte verläßt und stattdessen vor Spielereien mit anderen Märchen und popkulturellen Referenzen nur so strotzt. (Jasper Fforde macht ähnliches, womöglich noch besser in der Literatur zum Beispiel in Big Over Easy und The 4th Bear auf ziemlich beeindruckende Weise.)

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Daß das Ganze dann in eine Kriminalgeschichte eingebettet wird (der postmodernen Erzählform par excellence) gibt dem Pastichespiel eine schöne Struktur, in der zunächst alles zusammengreift, bis dann allerdings der ganze Film rasch in ein Actionabenteuer zerfällt. Zugleich konzentriert sich die Handlung zunehmend auf eine eher schlichte Gut-Böse-Konstellation, während viele der vorher recht schön eingeführten Figuren stark in den Hintergrund treten.

Hoodwinked bleibt dann immer noch ziemlich harmlos-unterhaltsam (und wahrscheinlich brauchbar für Kinder so ab ca. 6 Jahren aufwärts), aber ohne das Verwirrspiel à la The Usual Suspects, das am Anfang eingeführt wird, gerät das letzte Drittel des Films zur eher flachen, vorhersehbaren Standardware. Die jüngst angekündigte Fortsetzung sieht nicht unbedingt vielversprechender aus.

Pam Grier in Space: ‚Soul Man‘

Guillaume Ivernel, Regisseur des eher gefloppten Animationsfilms Chasseurs de dragons (Die Drachenjäger) meldet sich hier mit einem Promoreel von einer Minute zu seinem Projekt Soul Man. Das wenige Material macht eher den Eindruck, als habe man es hier mit einer weiblichen Actionhauptfigur zu tun, aber ich habe keine offizielle Synopsis finden können, die das bestätigt (oder die Abweichung zum „männlichen“ Titel erklären würde).

Satoshi schreibt vom Inhalt des Films: „Ein ehemaliger polnischer Detektiv sieht sich in ein undurchsichtiges Biotech-Geschäft verwickelt, bei dem viel Geld auf dem Spiel steht. Alles dreht sich dabei scheinbar um ein kleines Mädchen, das er suchen muss.“ Eine Bestätigung dafür habe ich jedoch nicht finden können. Ein Achtminuten-Clip ist wohl in Vorbereitung, vielleicht erfährt man dann mehr…

allocine.fr hat noch ein paar mehr Bilder, Infos auch auf der Website von Blacklight Movies. (via)

Cars 2

Schon die bislang verstreuten Bilder und Filmschnipsel machten mich gegenüber Cars 2 eher skeptisch als interessiert, und dieser neue Trailer macht das nicht besser. Ergab der erste Film als insgesamt eher fade Doc Hollywood-Variation noch irgendwo Sinn, scheint mir dies hier die Figuren in fremdes Territorium zu setzen, allein um des größtmöglichen Spektakels willen. Hinzu kommt dann noch, daß diese Superheldengeschichte die Glaubwürdigkeit des rein automobilen (bzw. rein maschinellen) Universums der Filme doch ziemlich weit dehnt. Okay, das machen solche Agentenactionkracher natürlich grundsätzlich, aber schließlich ist ja auch niemand auf die Idee gekommen, ein Doc Hollywood 2 mitsamt hyperbolischem James-Bond-Verschnitt zu drehen. Nunja.

(via)

Rango: Featurette „Natural Acting Experience“

Ob diese Featurette zu Rango zeigt, daß der Film „neu definiere“, wie Animationsfilme gemacht würden, wie es der badassdigest sehr enthusiastisch schreibt, halte ich für durchaus fraglich.

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Aber interessant ist es schon, was in diesem Stück präzise geschnittenen Werbematerials Gore Verbinski zugesprochen wird: Daß er die Sprecher_innen seines Trickfilms eben nicht nur sprechen, sondern spielen ließ. Die gewählten Ausschnitte parallelisieren das sehr schön, ob man sich das wirklich für die gesamte Länge des Films so vorstellen muß? Interessant, aber sicherlich auch teuer.

(Anyway. Sieht nach einem sehr unterhaltsamen Film aus.)