Play Dead

Das ist natürlich eine völlig beknackte Idee, aber irgendwie niedlich und vielleicht auch schon wieder so knülle, daß es gut werden könnte: The Meza Brothers wollen einen Film drehen, in dem es um das Schicksal einiger Hunde nach der Zombie-Apokalypse geht. Oder so ähnlich.

Der Kurzfilm ist schon in Arbeit, wie am Bild oben und dem Trailer unten zu erkennen ist, und soll durch eine Kickstarter-Aktion zu Ende finanziert werden. Und lustig sieht es allemal aus.

(via)

Sans laisser de traces (2010)

Étienne verdankt seinen Erfolg dem Umstand, daß er vor vielen Jahren einmal eine Formel geklaut hat, sie als eigene Erfindung ausgegeben und den eigentlichen Erfinder nicht bedacht hat. Davon lebt die Firma seines Schwiegervaters bis heute sehr gut, und er soll bald den Chefsessel einnehmen – die Wohnung, das Auto, die Tochter zur Frau hat er bereits. Aber das Gewissen quält ihn, und als er eines Tages einen alten Schulfreund wiedertrifft, seit 20 Jahren haben sie sich nicht gesehen, erzählt er ihm die ganze Geschichte. Ganz einfach, sagt der, geh halt hin zu ihm und erzähl ihm alles, wahrscheinlich erinnert er sich nicht einmal mehr.

[filminfo_box]

Natürlich gerät der nächtliche Besuch zur Katastrophe, der Freund Patrick (François-Xavier Demaison) erschlägt den alten Mann eher in Notwehr als geplant, aber dennoch muß Étienne (Benoît Magimel) jetzt eine Notlüge auf die andere türmen, denn natürlich will er immer noch nicht, daß sein Geheimnis an die Öffentlichkeit kommt. Patrick hat eine Vergangenheit als Kleinganove, das erleichtert vieles (Auto verschwinden lassen, etc.), aber zugleich verheddern sich die beiden in ihren Geschichten immer mehr, und dann taucht auch noch die Tochter (Léa Seydoux) des Opfers auf…

Sans laisser de traces (in Deutschland als Spurlos im Vertrieb) ist ein seltsamer Thriller, bei dem man über die wirklichen Motive selbst der Protagonisten lange im Unklaren bleibt, der sich auch ästhetisch konsequent einer distanzierten, geradezu kalten Haltung befleißigt, die es leider umso schwerer macht, mit dem Protagonisten mitzufiebern, sich auch nur Sorgen um ihn zu machen, das gefühlskalte Arsch.

Ganz so schlimm ist Étienne dann vielleicht sogar nicht, das wird sich zeigen; vorerst scheint er aber gewohnt zu sein, sich Menschen mit Geld vom Leibe zu halten bzw. sie zu befrieden. Magimel spielt das mit vorwiegend leerem Gesichtsausdruck, und bis kurz vor Schluß ändert sich daran auch nicht viel. Die besseren, interessanteren Figuren versteckt der Film in den Nebenrollen: Étiennes Frau (Julie Gayet), die an sich selbst und am Verhalten ihres Mannes fast zerbricht, und natürlich Patrick, dem man fast alles zutraut, nur nicht jene Charakterkonstitution, die er zuletzt offenbart (und zu deren Tarnung die Inszenierung ihr Gutteil beiträgt).

Foto: Sunfilm

Podcast Extra: Fang den Film #6 – Auflösung

Hier nun die Auflösung für das John-Waters-Rätsel, das ich gestern gepostet hatte. Über Feedback freue ich mich!


Quellen und Links:

weiterlesen

wikio.de-Blogranking April 2011 zum Thema Film

Das neue Blogranking (April 2011) von wikio.de wird morgen offiziell online gehen, mir wurde freundlicherweise vorab schon die Liste für die Kategorie Filme zugespielt, so daß ich das Absacken dieses Blogs vom dritten auf den vierten Platz ausführlich beweinen kann. ;-) Hier ist das Ranking, hier sind die größtenteils völlig zurecht vielgelesenen und -verlinkten Blogs:

  1. Fünf Filmfreunde
  2. cinematze
  3. ONLY GOOD STUFF
  4. Butt-Kicking Babes
  5. Captain Obvious
  6. Mostly Movies
  7. HorrorBlog.org
  8. filmtogo
  9. filmtagebuch
  10. NEGATIV
  11. Kinofilme.com
  12. ChristiansFoyer
  13. FilmKinoTrailer.com
  14. DVDuell.de
  15. THE REEL GEEK
  16. Sennhausers Film Blog
  17. filmherum
  18. Equilibrium
  19. Roderich
  20. Affenheimtheater

Podcast Extra: Fang den Film #6

Ich habe noch etwas nachzureichen: Bereits am 23. März fand ja zum wunderbar sechsten Mal das Filmquiz Fang den Film im Berliner Filmcafé statt. Diesmal wurde ich gebeten, ein kleines Quiz zu John Waters zusammenzustellen.

Mittlerweile wurde mir schon gesteckt, daß die Fragen wohl nicht so ganz einfach waren – ein paar sollten aber auch für Nichtkenner_innen von Waters‘ Filmen lösbar sein. Die Auflösung gibt es morgen. Viel Spaß!


Quellen und Links:

weiterlesen

Mein Blog ist toller als deins!

Natürlich ist dieses Blog hier auch nicht unbedingt großartiger als irgendein anderes, aber wer Lust hat, den von mir verfaßten Texten ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu bescheren, darf sich gerne an der Wahl zum „Superblog“ beteiligen, wo man in der Kategorie Filme (ach) auch für mich abstimmen kann, und zwar hier. Falls ich unter die drei Erstplatzierten komme, würde ich sogar ein wenig Geld gewinnen, da wäre ich natürlich nicht unglücklich. Die Abstimmung ist bis zum 7. April 2011 um Mitternacht möglich.

Und ansonsten kann man die Liste der nominierten Blogs auf jeden Fall auch sehr gut dazu nutzen, interessanten Lesestoff zu finden, denn da sind durchaus einige meiner persönlichen Favoriten mit aufgeführt.

Pam Grier in Space: ‚Soul Man‘

Guillaume Ivernel, Regisseur des eher gefloppten Animationsfilms Chasseurs de dragons (Die Drachenjäger) meldet sich hier mit einem Promoreel von einer Minute zu seinem Projekt Soul Man. Das wenige Material macht eher den Eindruck, als habe man es hier mit einer weiblichen Actionhauptfigur zu tun, aber ich habe keine offizielle Synopsis finden können, die das bestätigt (oder die Abweichung zum „männlichen“ Titel erklären würde).

Satoshi schreibt vom Inhalt des Films: „Ein ehemaliger polnischer Detektiv sieht sich in ein undurchsichtiges Biotech-Geschäft verwickelt, bei dem viel Geld auf dem Spiel steht. Alles dreht sich dabei scheinbar um ein kleines Mädchen, das er suchen muss.“ Eine Bestätigung dafür habe ich jedoch nicht finden können. Ein Achtminuten-Clip ist wohl in Vorbereitung, vielleicht erfährt man dann mehr…

allocine.fr hat noch ein paar mehr Bilder, Infos auch auf der Website von Blacklight Movies. (via)