Wanted

Dieser Text ist vor einiger Zeit an anderer Stelle bereits erschienen, soll aber hier zumindest angerissen sein.

Wanted - Szenenbild - Quelle: Universal

Was mich an Timur Bekmambetovs Wanted am meisten irritiert hat und mir im Gedächtnis geblieben ist, ist die ungebremst misanthrope Haltung, die der Film ausstrahlt und die wohl das Erbe ausmacht, das der Film aus seiner Vorlage noch mitgenommen hat.

Denn anders als der Film dreht sich die Wanted-Comicreihe von Mark Millar und J.G. Jones (Infos; wohlfeil in einem Band zu erwerben) keineswegs um eine Bruderschaft von Auftragskillern (Auftraggeber: der Webstuhl des Schicksals, the loom of fate, I kid you not); stattdessen wird der Loser Wesley von der schönen Fox nicht unbedingt freundlich darüber informiert, daß sein Vater Mitglied einer Gruppe richtig widerlicher Bastarde war – und er jetzt an seine Stelle rücken kann. Als solcher erwirbt er nicht nur eine Lizenz, sondern einen Freibrief zum Töten, und nutzt seine neu gewonnenen Möglichkeiten sofort, um alte Feinde aus Schulzeiten ebenso umzubringen wie Mädchen, bei denen er mal abgeblitzt ist. Was er „wirklich will“, so Fox, das solle er lernen, und manchmal sei das eben, jemanden umzubringen.

Hier geht’s zum ganzen Text »

(Foto: Universal)

The Dark Knight

Dieser Text ist vor einiger Zeit an anderer Stelle bereits erschienen, soll aber hier zumindest angerissen sein.

The Dark Knight - Szenenfoto (c) Warner Bros.

(für den lieben M., dem ich den Abend, wenn nicht versaut, so doch zumindest zerrissen habe)

Im Grunde muß man über The Dark Knight nicht mehr viel schreiben und sagen, die Kritiken sind jetzt schon so zahlreich und so durchweg positiv, daß man nur bestätigen kann: Ja, ein richtig, richtig guter Film.

Und der beste Superheldenfilm seit Spider-Man, vor allem aber der bessere Spider-Man 3. Dort sollte die Spaltung in Gut und Böse sich ganz innerhalb der Person von Peter Parker und seinem eifersüchtigen, gewalttätigen Alter Ego abspielen. Das führte nicht nur zu einer ziemlich gedrängten Erzählung, in der auch noch zwei Spidey-Gegenspieler ab- und durchgenudelt werden mußten, es war auch insgesamt weniger überzeugend bis lächerlich. Das war umso bedauerlicher, als der erste Spider-Man gerade dort am besten war, wo er sich nur mit der inneren Spannung seiner Hauptperson beschäftigte.

In The Dark Knight sind Gut und Böse nun fein säuberlich getrennt, mit Batman hier und dem Joker dort – „You complete me“ gurrt er einmal, und weiß genau, daß auch Batman nur durch ihn komplett ist. Das trifft den entscheidenden Punkt bestürzend genau: Ohne solche Bösewichter ist Batman eine völlig uninteressante Figur.

Hier geht’s zum ganzen Text »

(Foto: Warner Bros.)