Porno, das Musical

Das Projekt PG Porn („For People who love everything about porn… except the sex.“) von James Gunn besteht aus einer langsam wachsenden Reihe von Kurzfilmen, die auf zum Teil eher unsubtile Weise, aber meist sehr, sehr lustig (und stets im Kern jugendfrei), die Stereotype des Pornofilms auf die Schippe und auseinandernehmen.

Schon vor einiger Zeit entstand dabei dieser Clip, auf den Nerdcore jetzt hingewiesen hat; ganz großes Musical!

Einer meiner Lieblingsclips ist der mit Sasha Grey, auch wenn er ein bißchen obvious daherkommt:

Unbedingt ansehen: Alma

Alma ist ein wunderbarer, sehr gruseliger Kurzfilm von Rodrigo Blaas, der sonst für Pixar arbeitet. Der Film ist zu Weihnachten für kurze Zeit online zu sehen; die Homepage zum Film ist hier.

Unbedingt auf den ganzen Bildschirm großziehen!

(via)

Webthriller: Girl Number 9

Ach, die Briten. Immer wieder kommen sie mit hübschen Neuauflagen eigentlich ziemlich klassischer Genrekonstruktionen. James Moran, der das Drehbuch für Severance (2006) geschrieben hat und sonst viel fürs Fernsehen arbeitet, hat jetzt eine Entführungsstory entlang ähnlicher Linien wie Untraceable (2008) geschrieben und mit Dan Turner inszeniert – in sechs kurzen, meist unter fünf Minuten dauernden Episoden fürs Netz.

Girl Number 9 ist inszenatorisch recht gut ans Medium Webvideo angepaßt – die zentralen Figuren und Objekte werden groß ins Bild gerückt, so daß man die passend kurzen Episoden wahrscheinlich auch auf dem Handy noch ganz gut ansehen kann. Allenfalls wird das Bild gelegentlich etwas dunkel, wenn das sonst gelungene Spiel mit Licht und Schatten etwas zu sehr in Richtung düsterer, schlecht beleuchteter Szenen changiert – Saw dürfte da Pate gestanden haben.

Und ohne daß Details zu sehen sind, geht es auch hier unterschwellig brutal zu. Das passiert zwar Offscreen (nicht auszuschließen, daß die geplante DVD hier mehr zeigen will), ist aber durch die angedeutete Gewalt schon erschreckend genug. Die dritte Episode hält für die Mitte einen fiesen Twist parat, der Spannungsbogen ist mehr als überzeugend. Das Ganze passiert zudem annähernd in realer Zeit – das ist zwar nicht so konsequent umgesetzt wie etwa in 24, wird aber durch die Kürze der Serie, insgesamt nicht einmal eine halbe Stunde, auf die Spitze getrieben.

Girl Number 9 ist in allen sechs Teilen, mit Gareth David-Lloyd und Tracy-Ann Oberman als Polizisten sowie Joe Absolom als Entführer, noch bis Ende November auf der Website canyousaveher.com zu sehen. (via)

Hier gibt es den Trailer:

Und hier schon einmal die erste Episode:

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Chainsaw Maid (2007)

Dieser hübsche Animationskurzfilm von Takena Nagao (Homepage), Chainsaw Maid (YouTube-Direktlink), verrät im Namen eigentlich fast schon etwas zu viel. Andererseits kombiniert er mit den Mitteln des Niedlichen (Wallace & Gromit lassen grüßen) die schönsten Standardsituationen des Zombiefilms und splattert dann, der Titel sagt’s ja, ganz gewaltig los. Minimalistischer kann Zombiekino nicht sein.

Mehr vom Regisseur in seinem YouTube-Channel. (via)

Treevenge (Die Rache der Weihnachtsbäume)

Auch nicht so sensible Naturen seien gewarnt: Hier wird in nur wenigen Minuten literweise Kunstblut vergossen, werden Baumstämme zersägt, zerhackt und zerschlagen sowie menschliche Körperteile arg zerlegt. Nicht schön. Aber keineswegs unlustig, wenn nicht sogar sehr, sehr albern.

Oh, und das Weihnachtsfest wird nie mehr so sein wie zuvor.

(Mehr Infos; gefunden hier)