Destruktionsporno!

(Spoiler voraus. Der größte Teil davon, wie beim Eisberg, unter der Oberfläche.)

2012_kalifornien

Unter Weltzerstörung, zumindest drohender, macht Roland Emmerich es ja scheinbar nicht mehr. Das stimmt natürlich nur für die sichtbarsten seiner Filme, The Day After Tomorrow, Godzilla und natürlich Independence Day, und wahrscheinlich ist es gut, daß er für seine Blockbuster so viel Aufwand betreibt: Es dauert immer eine Weile, bis der nächste Destruktionsporno fertig ist, sonst ginge die Welt noch öfter unter.

Das endgültige Finale steht uns nun also angeblich für 2012 bevor, und auch wenn am Schluß scheinbar alles nicht so schlimm war – Dude, die Erdkruste mag sich zwar lösen und verschieben, aber schon nach einem Monat Weltuntergang ist auch das wieder vorbei, der Himmel ist blau und die See ruhig -, ist 2012 vielleicht doch der furchtbarste Zerstörungs-Emmerich bisher, vor allem ist er auf bisher kaum im Kino sichtbare Art eines: anmaßend.

Denn natürlich spielt jeder Filmemacher, jede Filmemacherin immer damit, eine Welt neu zu erschaffen, aber nur wenige gehen dabei so kālī-mäßig allzerstörend und neufassend vor wie Roland mit dem schwer durchdringenden deutschen Akzent. (Immerhin ist er ironisch genug, einen Schwarzenegger kaum ähnlich sehenden kalifornischen Gouverneur im Film nicht weniger hart österreichisch klingen zu lassen.)

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