Marvel‘s Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 5

In der komplexen Marvel-Submythologie, die Agents of S.H.I.E.L.D. inzwischen entwickelt hat, macht die fünfte Staffel noch einmal einen Sprung nach vorne, gleich in mehreren Dimensionen. Während Phil Coulson und sein Team darauf warten, von einer Eingreiftruppe der Behörden festgenommen zu werden, sehen sich alle bis auf einen auf einmal ins Weltall versetzt. (Und natürlich gibt es auch einen entsprechenden Kommentar: „Ja, das ergibt Sinn. Das ist die eine Sache, die wir noch nicht gemacht haben.“) Wie sich heraustellt, werden dort Menschen von wenig freundlichen Kree-Aliens wie Sklaven gehalten, während riesige, Kakerlakenartige Monster bestimmte Teile der Raumstation besetzt halten. Das ist alles ebensowenig erfreulich wie die sonstigen Nachrichten, was ihre aktuelle Position im Raum-Zeit-Kontinuum betrifft, aber dann auf der Erde wird es auch nicht unbedingt besser – und zahlreiche alte Bekannte aus dem Agents-Universum schauen auch noch vorbei. Man ahnt schon: Ohne Vorwissen in die fünfte Staffel einzusteigen, ist ein eher fruchtloses und frustrierendes Unterfangen. Fans werden über ein paar Längen in den 22 Folgen gerne hinwegsehen, denn sie werden ansonsten mit kontinuierlich spannend-bizarren Entwicklungen bei der Stange gehalten.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Agents of SHIELD – Staffel 4

Serien haben den Fluch und den Segen, in jeder Staffel, mit jeder Fortsetzung ihr Universum erweitern zu können – und zu müssen. Es genügt nicht, immer nur das Gleiche neu zu erzählen – und so haben auch die Agents of S.H.I.E.L.D. mit jeder Staffel der Marvel-Serie neue Herausforderungen zu bewältigen. Die Serie war jene, die anfangs dem „Marvel Cinematic Universe“ (MCU) sehr nahe stand; in Staffel 4 bewegen sich die Agents aber auf
Terrain, das in den Filmen überhaupt nicht stattfindet – Geister, Simulationen, religiöse Untertöne gar. Und auch wenn immer wieder Anknüpfungspunkte ans MCU hergestellt werden – Agents of S.H.I.E.L.D. macht jetzt mehr und mehr sein eigenes Ding, und das ist so irritierend wie gelegentlich sehr aufregend. Die meisten Änderungen kommen in dieser Staffel durch zwei neue Charaktere zustande: Der aus Marvel-Comics bekannte Ghost Rider spielt eine wichtige Rolle – Gabriel Luna, derzeit als neuer Terminator auf den Leinwänden, gibt ihm resigniert-ironische Untertöne. Und Mallory Jansens A.I.D.A. genannter Android sorgt dann für Verschiebungen einer noch ganz anderen Größenordnung. Auf die bekannten Figuren müssen Fans natürlich nicht verzichten – nur müssen sie zum Teil in ganz andere Rollen schlüpfen. Das macht die Staffel durchaus unvorhersehbar spannend.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.
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Agents of SHIELD – Staffel 3

Das Marvel Cinematic Universe hat sich in den letzten Jahren auch in „kleineren“ Serienformaten erfolgreich breit gemacht, größtenteils auf Netflix und ABC; Agents of SHIELD war dabei nicht nur die erste TV-Serie, sondern wurde besonders eng mit den Filmen verknüpft – so wird etwa die Handlung dieser, der dritten Staffel (Staffel 6 ist gerade in der Mache) unter anderem von den Plotpoints von The First Avenger: Civil War beeinflusst. Nachdem in Staffel 2 die Überreste von HYDRA wieder in Bewegung kamen und vor allem mehrere Stücke Terrigen-Kristall im Meer aufgelöst wurden, entstehen nun weltweit immer wieder spontan neue Inhumans, die den Stoff über die Nahrung aufgenommen hatten. Als SHIELD einem dieser neu entstandenen Inhumans helfen wollen, stoßen die Agenten auf eine andere Gruppierung, die ihn entführen will – und ein unbekannter Dritter will Inhumans umbringen. Genug Stoff also für Konflikte; parallel sucht Agent Fitz nach Informationen über den Monolithen, der seine geliebte Simmons verschluckt hat; was er nicht weiß: Seine Geliebte Simmons ist auf einem weit entfernten Planeten gelandet. Ohne Vorwissen einzusteigen, ist also schon schwierig geworden; für treue Fans bietet Staffel 3 aber nicht nur bekannte, sondern auch neue Figuren und reichlich erfindungsreiche Twists.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.