FFF 2011: Hideaways (2011)

James Furlong (Harry Treadaway) kommt aus einer Familie mit seltsamen Eigenschaften: Sein Großvater erblindete für einige Minuten, wann immer er an Sex dachte, und sein Vater setzt in Momenten der Furcht sämtliche Elektronik um ihn herum außer Gefecht. Bei James, dessen Mutter bei seiner Geburt starb, zeigt sich seine besondere Eigenschaft erst recht spät – und bestürzend: Wenn er verletzt ist oder Todesangst hat, stirbt alles um ihn herum, Gras, Kühe, Menschen.

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Es ist also vielleicht kein Wunder, daß er sich, nach dem Tod seines Vaters und seiner Großmutter sowie einer Katastrophe im Waisenhaus, in das er anschließend gebracht wurde, im Wald verkriecht, fern von anderen Menschen. In seine Hütte stolpert dann aber eines Tages, da ist er schon fast erwachsen, die gleichaltrige Mae-West O’Mara (Rachel Hurd-Wood) – sie hat gerade erfahren, daß sie von ihrem Darmkrebs – ebenfalls ein Familienerbstück – nicht mehr genesen wird und ist erstmal in den Wald geflohen, um aus der Reichweite ihrer Mutter und der Ärzte zu sein.

Der übersinnliche Todesbringer und die Todgeweihte – natürlich ergeben die beiden ein hübsches Paar, und natürlich wird Mae-West (benannt nach dem Filmstar – alle Menschen hier sind etwas seltsam, etwas un-realistisch, etwas fantastisch) den scheuen James becircen, und er sie. Dazu gibt es schöne Naturbilder (vergehend, sterbend und wieder werdend) und einen leicht skurril gehaltenen Off-Kommentar, der sich dann für große Teile des Films einfach stillschweigend verabschiedet.

Das alles ist ein wenig schmalzig, aber schön, und in seiner Auflösung sehr, sehr bald vorhersehbar und angenehm jugendtauglich-fantasyhaft. Oder, wie es Kollege Thomas so treffend formulierte:

Könnte aber was für all die Teenies sein, die gerade über Twilight hinaus wachsen und abgeholt werden wollen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Foto: Fantasy Filmfest