The Adjustment Bureau (2011)

Allzu viele Worte möchte ich über The Adjustment Bureau gar nicht verlieren; der Film ist vor allen Dingen ein recht glücklich hingeworferner, sehr leichter Genremix, der Liebeskomödie und Actionverschwörungsfilm kombiniert, und wenn es daran etwas zu beklagen gibt, dann vor allem, daß Verfilmungen von Philip K. Dick-Geschichten doch viel zu oft am Ende in ein Jump-and-Run-Szenario münden, weil sie die Komplexität der Universen nicht anders in Bilder zu fassen verstehen.

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So ist das auch hier; gleichwohl hat mir das Spiel mit den sich sonstwohin öffnenden Türen sehr gut gefallen, auch wenn die (wortwörtliche) Drehung, die zum Showdown führte, halt schon ein ganzes Stück vorher überdeutlich durch die Gegend getragen wurde. Und in der Tat muß man, wie Nino es treffend ausformuliert hat, dem Film zugute halten, daß er sein eigenes Verschwörungsspielchen letztlich ad absurdum führt – und damit eben doch das Komödiantische mehr nach vorne schob, was vielleicht der Hauptgrund ist, warum der Film sich so gut als allzu gedankenfreie Abendunterhaltung eignet.

Schade dann nur zweierlei: Daß erstens mit der eigentlich nicht üblen Besetzung von Matt Damon (zwischen ihm und Emily Blunt, der ich eh sehr gerne zusehe, fliegen in der Tat ein paar Funken) und der ganzen Rennerei zwischendurch der Film ein bißchen wirkt wie Bourne vs. Gottes Geheimdienst, ein Vergleich, der weder den Bourne-Filmen noch The Adjustment Bureau wirklich gut tut.

Und daß ich zweitens die Geschlechterpolitik hinter dem Film nicht verstehe. Denn es erscheint doch ein bißchen seltsam, daß die beiden, angeblich füreinander bestimmt, nie zueinander kommen, nur weil er ihre Telefonnummer verliert. Ist sie als Aspirantin auf den Thron der nächsten Göttin des modernen Tanzes zu verschämt, um ihrerseits die Telefonnummer einer so öffentlichen Person herauszufinden, wie er es ist? Das ist doch gaga; als käme, mit anderen Worten, im göttlichen Plan nur die Möglichkeit vor, daß der Anstoß zu einer Liebesbeziehung nur davon kommen kann, daß er sich aktiv um sie bemüht. Das mag zu Dicks Zeiten noch verbreitet gewesen sein, in die New Yorker Gegenwart paßt es nicht mehr.

Foto: Universal

Hump the Wall!

Um langsam, aber sicher die frustrierende Erfahrung abzuwerfen, die sich uns allen als Oscarshow vorgestellt hatte (der Guardian hat 10 Vorschläge zur Verbesserung), hier ein exzessiv alberner Clip aus der Nach-Oscar-Show von Jimmy Kimmel, in der er, nunja, sein Fitnessprogramm „Humpilates“ vorstellt. Testimonials kommen von Jessica Alba, einer offenbar dauererregten Scarlett Johansson, Lindsay Lohan und besonders großartig von Emily Blunt und Jessica Biel.

(via)