The Evil – Die Macht des Bösen (1978)

Ein Reha-Zentrum für Drogenabhängige einrichten in einem Haus, das direkt oben auf einem erloschenen Vulkan errichtet wurde – what could possibly go wrong? Dabei sind es nicht irdische Naturgewalten, die dem Psychologie-Professor und seinen Helfern zusetzen, sondern ganz andere Mächte. Gus Trikonis hat hier 1978 eine Haunted-House-Variation mit vielen klappenden Fensterläden, sphärischen Klängen und wahlweise blutigen oder elektrischen Todesarten zusammengestellt. Ein Abzählreim als Gruselgeschichte: Während die Figuren noch darüber streiten, ob es rationale Gründe für das unterm Haus wohnende irrational Böse geben könne, scheiden sie eine nach dem anderen dahin. Warnsignale gibt es reichlich, aber dennoch öffnet jemand die Falltür unten im Keller. Den Geist, der entscheidende Hinweise geben will, sieht allerdings nur Caroline (Joanna Pettet)… The Evil erfindet sein Subgenre nicht neu, auch wenn der Film in den letzten zwanzig Minuten vom bedrohlichen Grusel fast zum Fantasyschmonz mit viel Trockeneis gerät, als er das im Titel beschworene Böse korporeal auftreten lässt. Das ist ein netter, wenngleich weder ästhetisch noch dramaturgisch völlig überzeugender Twist; dem so grundsolide erzählten wie inszenierten Film kann das nicht viel anhaben.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.