Witches in the Woods (2019)

Eine Gruppe von Collegestudenten fährt zum Snowboarden in die Berge – weil aber die Straße gesperrt ist, müssen sie einen Umweg fahren und wählen dann, weil’s angeblich kürzer ist, eine Abkürzung über einen gesperrten Waldweg. Für einen Film, der sich primär an Horror-affine Zuschauer richtet, ist es starker Tobak, dann mit den Hauptfiguren noch Mitleid erwarten zu wollen: Da muss man schon starke Gründe auffahren, warum nun gerade diese Doofies überleben sollten. Leider gelingt das Witches in the Woods nicht wirklich: Zu stereotyp sind die Personen und ihre Motive, zu altbekannt ihre Konflikte: ein wenig Zickentum, eine gute Prise Eifersucht. Warum die traumatisierte Alison (gruselig: Sasha Clements) überhaupt bei dieser Gruppe dabei ist, wird im Laufe des Films immer unklarer, je mehr man über die anderen erfährt. Da steckt der Wagen längst im Schnee fest, die Aggressionen kochen hoch, die Jump Scares fliegen rechts und links, bis man nicht mehr weiß, ob die jungen Leute sich gegenseitig hochpeitschen oder es doch die Hexe ist, von der sie, noch so ein altbekanntes Motiv, sie aus einem Faltblatt an der letzten Tankstelle gelesen haben. Regisseur Jordan Barker hat mit Torment, Duress und The Marsh – Der Sumpf schon so einige Horrorfilme gedreht, aber dieser lässt eher kalt.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.