Life (2017)

Fremde Lebensformen aus dem All, das weiß man nicht erst seit Alien, sollte man nicht zwingend als niedlich-friedlich betrachten. Und spätestens seit Jeff Goldblum in Jurassic Park konstatierte: „Life finds a way“, sollte man gleich doppelt, ach was, dreifach vorsichtig sein. Dem wissenschaftlich ausgebildeten Astronauten-Team in Life darf man zugestehen: Damit hatten sie durchaus gerechnet. Der Mikroorganismus, den sie aus einer Bodenprobe vom Mars isolieren können, wird deshalb ordentlich in einem isolierten Labor studiert, direkt in der ISS, weit von der Erde entfernt. Nur entwickelt „Calvin“, wie das Lebewesen getauft wird, sich ganz anders als bekannte Lebensformen – schneller, rabiater und, wir haben es schließlich mit einem Horrorfilm zu tun, tödlicher. Er schlenzt sehr schnell durch die vorgesehenen Schleusen hindurch und in andere Teile der Raumstation, sogar raus ins All und zwischendurch halt auch in Astronautenkörper hinein und wieder hinaus. Das tut ihm gut, den betroffenen Astronauten weniger.

Das Problem an Life sind nicht die erfreulich internationalen Darsteller – allerdings bleiben ihre Figuren insgesamt leblos, ihre Beziehungen kursorisch und behauptet. Das Problem sind auch nicht die etwas gedehnten 104 Minuten Laufzeit, sondern der Umstand, dass er halt bei aller technischen Eleganz und mit einem Hauch von Realitätsbezug dann doch vor allem schon gut Bekanntes mischt. Ein wenig, man ahnt es schnell, ALIEN, ein wenig Body Horror, etwas Drama außerhalb der Raumstation, gewürzt mit Explosionen, Luftschleusen und dergleichen. Bemerkenswert ist natürlich schon, wie überzeugend die Bewegungen in der Schwerelosigkeit wirken – das in Tröpfchen herumwabernde Blut hingegen hat jedoch eine ganz starke CGI- Aura. Das hätte alles was werden können, aber dafür braucht es doch etwas mehr Originalität und Figuren, mit denen man mitfiebert. Das Schicksal der Menschheit reicht da anscheinend nicht.

Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

The Mulbury Project

Weiß ja noch überhaupt nicht, was ich davon halten soll.

In the aftermath of an alien invasion, an orphan boy braves the disease ridden landscape to help a young girl find her way home and hide from the ruthless corporation that is chasing her.

The Mulbury Project – Trailer

Dieses Video ansehen auf YouTube.

The Perfect Host

[filminfo_box]

The Perfect Host ist jetzt als Dinner for One – Eine Mörderische Party bei I-On New Media erschienen. Ich habe den schön fiesen kleinen Psychothriller seinerzeit in Sitges gesehen und schrob darob:

Rotweintrinker, aufgepaßt! Die Dinnerparty, zu der Warwick Wilson (David Hyde Pierce aus Frasier) lädt, gerät etwas anders als ursprünglich geplant. Denn unerwartet platzt der Bankräuber John (Clayne Crawford) in die Vorbereitungen, der sich als Freund einer Freundin vorstellt – und als Warwick erkennt, um wen es sich handelt, ist es fast schon zu spät. Wäre nicht alles anders als man denkt. Denn dann legt The Perfect Host erst so richtig los und stürzt seine Protagonisten in eine ziemlich aberwitzige und potentiell mörderische Nacht.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Text zu Filmstart (21. Juli 2011)

Schon vor längerer Zeit hatte ich James Wans neuen Film Insidious gesehen und war leider keineswegs so begeistert, wie ich vielleicht hätte hoffen können – der Mann hat immerhin Saw erfunden. Für blairwitch.de habe ich das ein ganzes Stück ausführlicher aufgeschrieben.

Ausführlich nirgendwo besprochen habe ich Bridesmaids mit dem blöd, blöder, am blödesten deutschen Verleihtitel Brautalarm, der zudem mit einer Plakatkampagne mißhandelt wird, die wohl Sex and the City aufrufen soll; verfehlter könnte die Positionierung des Films nicht sein. Daß die Pressevorführungen allesamt in deutscher Sprache stattfanden, zeigt vielleicht noch mehr, wie wenig man hierzulande dem Komödiantischen an sich zutraut bzw. abgewinnen kann. Sei’s drum: ein großartiger Film, derb und weit jenseits der Schmerzgrenze, und genau deshalb umwerfend komisch. Wo immer möglich sollte man sich aber wohl die Originalfassung zu Gemüte führen.

Foto: Central Film/Wild Bunch

Airborne

[filminfo_box]

Ich müßte allein schon deshalb über diesen Film ein wenig aufgeregt sein, weil Mark Hamill (Mark Hamill! Der echte Luke Skywalker!) darin offenbar eine größere Rolle spielt, aber ehrlich gesagt, Mark hin, Hamill her (immerhin: hier ein Interview mit ihm zu Airborne), der Trailer gibt zu wenig her, um sich so richtig vorab freuen zu können, und wirkt (bis hin zur Inception-Musik) recht beliebig und zusammengestöpselt. Aber seht selbst:

Und irgendwie kommt mir auch das Poster so bekannt vor. Woher nur? Ich komm nicht drauf… Ach doch:

weiterlesenAirborne

Derrière les murs

Nach Eigenwerbung ist dieser Horrorfilm mit Laetitia Casta der erste französische (Genre)Film in 3D – aber die ersten kritischen Stimmen sprechen von einem eher eindimensionalen Erlebnis. Auch der Trailer kann diese Ahnung nicht zerstreuen, denn was sich dort dabietet, wirkt doch alles sehr nach dem üblichen Einerlei des Mystery-Horrors.

Auvergne, 1922. Suzanne, jeune romancière, décide de s’isoler à la campagne pour écrire son nouveau livre. Mais peu à peu des visions et des cauchemars font leur apparition tandis que de mystérieuses disparitions de petites filles sèment le trouble dans le village…

Eine junge Schriftstellerin fährt also aufs Land, um ihr Buch zu schreiben, hat dann aber Visionen und Alpträume, während kleine Mädchen im Dorf verschwinden… Doch, klingt vertraut, oder was meint Ihr?

Der Film startet Anfang Juli in Frankreich.