Rabbit Fall – Finstere Geheimnisse (2007)

Ein neuer Cop in der kleinen Stadt: So beginnen unzählige Krimis und Thriller, aber Rabbit Fall – Finstere Geheimnisse unterlegt die Ankunft von Tara (Andrea Menard) in dem kanadischen Kaff Rabbit Fall schon von Anfang an mit einem unheimlichen Ton. Sie macht ein Foto von sich am Ortseingang, erkennt auf ihrem Display jemanden, der am Waldrand steht, und macht sich auf die Suche. Als sie zurückkommt, hat jemand ihr Auto geklaut…

Da sind noch nicht einmal zehn Minuten um, aber die Themen von Auftauchen, Verschwinden und seltsamen Erscheinungen setzen sich durch die ganze Staffel der kanadischen Mystery-Serie fort. Taras Vorgänger im Amt des Constable hat sich anscheinend umgebracht, und das Verhalten ihrer Kollegen ist bestenfalls fragwürdig – schwankend zwischen polizeilichem Corpsgeist und undurchsichtigen eigenen Interessen. Im Dorf kennt jeder jeden, und dass zahllose Menschen vor allem unter den Native Americans verschwunden sind, scheint niemanden so richtig zu stören. Und dann beginnt Tara, Geister zu sehen.

Rabbit Fall versteht es sehr gut, die Schraube der Geheimnisse immer weiter anzudrehen. Am Anfang scheint vieles noch nach einer etwas unheimlich inszenierten Krimiserie auszusehen, samt Albträumen und Visionen, aber das Übernatürliche – Taras eigene Vergangenheit eingeschlossen – nimmt immer größeren Raum ein, hin zum zur zweiten Staffel weit offenen Ende. Entsprechend wirken auch nur die ersten Folgen so, als folge die Serie dem üblichen Format von einem Kriminalfall pro Sendung; stattdessen entwickelt sich bald ein Spannungsbogen, der über die ganze Staffel reicht.

Damit ist Rabbit Fall auch eher etwas für geruhsame Gemüter, denn die Serie lässt sich, kanadisch entspannt, viel Zeit für ihre Entwicklung. Ungeduldige Geister wird das gelegentlich enervieren, zumal die etwas lieblose DVD-Ausgabe selbst die immergleichen Zwischensequenzen beibehalten hat, die zur TV-Ausstrahlung vor und nach den Werbeblöcken kamen und mit einem recht nervtötenden Jingle unterlegt sind.

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Die Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Kurzfilm: The Giant

Der offenbar einzige Film von Denis Nokony, ein ganz kurzer Streifen aus dem Jahr 1987 über Edouard Beaupré, den „Willow Bunch Giant“.

This animated short tells the story of Edouard Beaupré, a.k.a. the Willow Bunch Giant. At 2.5 m (8’ 3”), he was the tallest Canadian in history. Born in 1881 in a small Métis community south of Moose Jaw, Saskatchewan, his life was tragically cut short in 1904 while he was “on display” at the St. Louis World’s Fair.

(Quelle)