Kurz verlinkt, 16. April 2011

Lesens- und Sehenswertes aus den vergangenen Tagen (8. März 2011 bis 16. April 2011):

  • Culture Warrior: 3 Rules of Child Assassin Movies – Child assassins are quite different from the overall category of child killers. And while two recent films in two subsequent spring movie seasons that feature child assassins, Kick-Ass and Hanna, hardly constitute a trope as far-reaching as child killers in horror films, they do seem to be rising with their own rules of representation that constitute a possible emerging trend of their own.
  • An exegesis of sexual subtext in “Predator.” – An excerpt from Sir J. Thurgood Snorpington-Pittwickett’s classic “Sexual Tyrannosaurus: ‘Predator’ and the masculine struggle with homosexual self-identity,” first published in the 1988 Journal of Psychosexuality and Cinematical Hermeneutics 6, p. 122-254. (via)
  • Deutsche Filmakademie: Genug ist nicht genug – Ein Round-Table-Gespräch in der Deutschen Filmakademie zur aktuellen Lage in den deutschen Kinos. Am Nachmittag des 8. März 2011 trafen sich Manuela Stehr (Produzentin/Verleiherin), Herbert Schwering (Produzent), Jan Schütte (Regisseur/ Direktor der dffb) und Rüdiger Suchsland (Filmjournalist) zu einem Gespräch über den Zustand und Ideen für die Zukunft des deutschen Kinos. Die Gesprächsleitung hatten Alfred Holighaus (GF der Deutschen Filmakademie) und Linda Söffker (Leiterin der Perspektive Deutsches Kino, Berlinale).

Kurz verlinkt, 16. Februar 2011

Lesens- und Sehenswertes aus den vergangenen Tagen (29. Januar 2011 bis 16. Februar 2011):

  • Loving the Bad – An Interview with Frankie Latina and Sasha Grey on Modus Operandi
    "Any director who shoots a grindhouse film without exquisite, triumphant, dangerous, and naked women is doing a disservice to the genre and should move into a different field."
    by Matthew Sorrento
  • The Best Sex in Contemporary Hollywood – Utopia, Ecstasy, and the (Classical) Musical Number in The 40-Year-Old Virgin
    by Kelli Marshall
  • Something That Festers – The Silence of the Lambs, The Texas Chainsaw Massacre, and the Visual Pleasures of Horror
    "We're drawn to and fascinated by horror because the genre reminds us that we have both outsides and insides, skin and guts, eyes and gray matter, ideas and appetites."
    by Jesse Stommel
  • The Cinematic Islands of Dr. Moreau – Beasts, Monsters, and Mad Scientists
    Why the doctor endures
    by Richard A. Voeltz
  • Interview mit Denis Villeneuve – Regisseur von 'Incendies'
  • Girls on Film: Redefining Date Movies – The dating world is a hideous business. We're taught that to woo, to romance, to love; the man must cover his beloved in all manner of monetary adoration and personal torment. He must buy overpriced roses, grandoise gifts and wallet-burning meals every Valentine's Day. He must take his beloved, or hope-to-be-beloved, to romantic comedies and five-tissue romances. On the flip side, the woman is expected to groom, to woo (though all bets are off when the fish is caught) and to offer up sexual spoils to show her appreciation (though not required). If she's super-swell, she might give the guy a day off now and then to partake in his burly deeds and see his manly friends, but ultimately, she just has to keep him marginally entertained … and rule him with an iron fist of feminity.
    And it all starts with the "date movie."
  • 15 movie sex and bedroom scenes that might just put you off sex and bedrooms – The movies have some valuable lessons to teach us about bedroom shenanigans. For here are 15 films that might just put you off sex altogether…
  • Heteronormativitätskritische Filmbildung – Plädoyer für queere Perspektiven in der Medienpädagogik – Medienpädagogische Filmbildung hat es bislang gänzlich versäumt queer-theoretische Ansätze in der Filmbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen aufzugreifen. Darum schlage ich ein Konzept heteronormativitätskritischer Filmbildung vor, mit dem medienpädagogische Ansätze innerhalb der Filmbildungsarbeit für queer geöffnet werden, das sich insbesondere für subjektbezogene Konzepte von Filmbildung dringend empfiehlt. Heteronormativitätskritische Filmbildung stellt eine veränderte Möglichkeit der Herangehensweise an das Medium Film dar: Filmische Repräsentation wird als Ort der Reproduktion heteronormativer Strukturen fokussiert und gleichzeitig der Frage nachgegangen, inwiefern Interventionen in die symbolische Ordnung durch filmisch vermittelte Formen des Widerstandes aussehen können. (Feministisches Institut Hamburg / von Julia Bader)
  • Wieland Speck über Kinofestivals – Nachdem Wieland Speck in den siebziger Jahren für das Berliner TALI Kino verantwortlich war und als Darsteller unter anderem für Marlene Dietrich, Ulrike Ottinger und Robert van Ackereren vor der Kamera stand, wurde er im Jahr 1982 Assistent von Manfred Salzgeber bei der Berlinale. Gemeinsam mit ihm gründete er den schwulen Filmpreis TEDDY AWARD, der seit 1987 auf der Berlinale verliehen wird. Seit 1992 ist Wieland Speck Programmleiter der Sektion PANORAMA. Mit uns hat Speck darüber gesprochen, warum das Kino in Festivals zu Hause ist.

FFF 2009: Kurzkritiken

Alle Beiträge zum Fantasy Filmfest 2009 unter dem Tag FFF2009

Weil ich in den nächsten Tagen auch keine Zeit haben werde und voraussichtlich morgen dann endlich auch persönlich auf dem Fantasy Filmfest in Köln sein werde, gibt es hier noch rasch Kürzestkritiken zu zwei Filmen, die ich vorab habe sehen können.

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Largo Winch: Ich mag es ja, wenn Filme, wie jetzt auch Tarantinos im übrigen phantastischer Inglourious Basterds, die durch die Filmhandlung logischerweise zu erwartende Mehrsprachigkeit dann auch im Film erhalten und umsetzen. Bei Largo Winch ist das die logische Folge des internationalen Settings, in dem Französisch, Englisch und Serbisch gesprochen werden – neben Russisch, Deutsch und einigen anderen Sprachen, die auch noch auftauchen.

Largo Winch ist Erbe eines riesigen Firmenimperiums, bis zum Tod seines Adoptivvaters wußte aber nahezu niemand von seiner Existenz; plötzlich trachten aber nur allzu viele dem jungen Mann, der seine letzten Jahre vor allem als Abenteurer verbracht hat, nach dem Leben. Kann Largo herausfinden, wer die Intrige gesponnen hat?

Largo Winch hat ein bißchen Sex, viel Action und reichlich Verschwörungsgeschehen; das ist eine massentaugliche, ohne Fehler, aber auch ohne bemerkenswerte Ideen und etwas vorhersehbar umgesetzte Abenteuergeschichte, deren Geschichte sich nicht allzu eng an den Largo-Winch-Comics von Jean Van Hamme und Philippe Francq orientiert.

Genrefans treffen mit diesem Film keine schlechte Wahl, alle anderen verpassen hier womöglich: nichts.

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The Children: Für Eltern ist ja schon die Vorstellung ein Alptraum, die eigenen Kinder könnten sich nur emotional von einem abwenden; daß sie gar Messer, Scheren und Hacken gegen uns erheben, läßt sich nicht einmal denken. So kommt die zögerliche Reaktion der Erwachsenen hier nicht unerwartet, als ihre kleinen Kinder, kaum im Schulalter, auf einmal zu blutdurstigen Monstren werden.

Monstren, wohlgemerkt, nur im moralischen Sinne, denn eine echte Erklärung für die Mordlust der Kinder gibt The Children nicht, auch wenn er hanebüchen auf eventuelle medizinische Gründe verweist. Das sind dann auch die allerschwächsten Momente in diesem Film, der ansonsten zwar wenig revolutionär ist (gerade wenn man ihn mit Filmen vergleicht, die sich an ähnlichen Szenarien abarbeiten), aber bis zum würdig apokalyptischen Ende doch einigermaßen das Fürchten lehren kann.

Foto: Fantasy Filmfest