The Rookies (2019)

Ein geheimer Orden von Weltrettern rekrutiert Neulinge zum Weltretten – es gilt zu verhindern, dass ein Großteil der Menschen zu Pflanzen mutiert. The Rookies hält sich nicht lange mit Glaubwürdigkeitsfragen oder Zwischentönen auf: Es geht ums Ganze, es nimmt sich nicht besonders ernst, und zwischendurch werden Gliedmaße abgetrennt.

Milla Jovovich ist Bruce (ja, wirklich), Mitglied des „Phantomordens“, eine Spezialabteilung der Freimaurer (ja, wirklich), die einen wahnsinnig gewordenen Milliardär (David Lee McInnis) davon abhalten will, eine gefährliche Biowaffe auf die Menschheit loszulassen.

Auf eher absurden Wegen werden dafür der Freeclimber und Online-Star Zhao Feng (Talu Wang), die von der Gleichgültigkeit ihres Vorgesetzten extrem frustrierte Interpol-Polizistin Miao Yan (Sandrine Pinna) und ihr Freundeskreis rekrutiert (die Neulinge, die „Rookies“ des Titels). Erst in Hong Kong, später in Budapest versuchen sie den Bösewicht und seine Schergen mit halsbrecherischen Aktionen spektakulär zu stoppen. Es werden geheime Safes durch eher absurde Aktionen geöffnet, bei Verfolgungsjagden gehen nicht nur reihenweise Autos zu Bruch, und dann passieren Dinge, mit denen man wirklich nicht gerechnet hat.

Und damit meine ich noch nicht einmal die Weinbergschnecke, die herzzerreißend schreit (ja, wirklich), weil ihre Partnerin gerade weggerissen wurde. Nein, wir reden von Unglaublichkeiten auf Transformers-Niveau.

Das alles hat sehr starke xXx– und Fast and Furious-Vibes, aber nicht als straightes Actionkino mit Familienanschluss, sondern variiert als Groteske mit Splatteranschluss. Dies ist die Sorte Film, in der jemand garantiert den roten Knopf betätigt, wenn jemand anderes gerade gesagt hat: „Drück nicht auf den roten Knopf!“ In dem ein VW Beetle auf einmal zu einem Automonstrum wird, aber vorher noch niedlich mit den „Augen“ plinkert.

Regisseur Alan Yuen gibt in seinem Film wirklich alles. Zwischen wilden Kampfszenen gibt es Animationssequenzen und Computergrafiken. Das Hauptquartier des Bösewichtes ist ein Alptraum aus Stahl und blauem Licht, versteckt in einem Hügel über der ungarischen Hauptstadt. Dafür hat der Phantomorden sein geheimes Untergrund-Versteck quasi nebenan mitten auf einem Friedhof, auf dem dann in einer nächsten Szene als Exotismus-Zugabe zwei orthodoxe Juden spazierengehen. Jovovich verbringt die zweite Filmhälfte schweigend im Bett, macht am Schluss noch Werbung für chinesische Akupunktur und hat sich ihren Auftritt hoffentlich fürstlich entlohnen lassen.

The Rookies ist, wenn man es nicht ernst nimmt, ein großes, vor allem sehr absurdes Vergnügen mit einigen recht sehenswerten Actionsequenzen… nein, man sollte in einem Biowaffenlabor wirklich auf Nahkämpfe verzichten.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

The Three Musketeers

Paul W.S. Anderson läßt seine Resident Evil-Muse und Ehefrau Milla Jovovich in seiner Neuverfilmung von Dumas‘ Les Trois Mousquetaires eine offenbar schlagkräftige Nebenrolle einnehmen, neben den drei Titelfiguren und ihrem Sidekick d’Artagnan; aber es spielen bekannte Menschen wie Mads Mikkelsen, Christoph Waltz, Orlando Bloom und Ray Stevenson auch noch mit. Der jüngst veröffentlichte Trailer ist flott und irgendwie nichtssagend, aber bestimmt cool; und natürlich bekommt der Film einen Start in 3D. Der internationale Filmstart ist für den Herbst vorgesehen.

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Resident Evil: Afterlife – neuer Trailer

Ein neuer Trailer für Resident Evil: Afterlife ist seit wenigen Stunden im Netz unterwegs, und ich freue mich, dem sehr hohen Trashfaktor zum Trotz, zumindest ein bißchen scheckig. Hier wird allerdings noch deutlicher, worauf le M. schon neulich zurecht hinwies: Daß man offenbar für diesen vierten Film die Franchise heftig mit Elementen aus den Blade– und den Matrix-Filmen aufpeppen will. Sowie mit vielerlei Standardelementen aus jeder anderen Actionfranchise da draußen. Oh, und Beile fliegen in den Zuschauerraum, weil es natürlich 3D sein muß.

(via)

Die Damen lassen krachen (Trailershow)

Daß der Autor dieses Blogs, dessen Titel eine gewisse filmische Vorliebe seinerseits schon im prominent gezeigten Titel vor sich her trägt, in seinem Herzen eine sehr weiche Stelle für Milla Jovovich hat, mag man ihm, bei all deren schauspielerischen Schwächen, bitte und gerne nachsehen. Und weil er zudem Actiontrash ebensowenig abgeneigt wie er dem Zombiefilm herzlich zugeneigt ist, freut er sich, allen Unkereien zum Trotz, dann eben doch auf Resident Evil: Afterlife, den vierten Film der Franchise (hier meine Besprechung zu Nummer 3, Extinction) der zu allem knallbunten Überfluß auch noch in 3-D zu sehen sein wird. Im Trailer wumst es gewaltig und weitgehend sinnfrei.

Noch mehr freue ich mich freilich auf einen der neuen Filme mit Angelina Jolie (die zu verehren dieses Portrait einige Gründe bereithält), nämlich Salt, in dem sie eine amerikanische Agentin spielt, die vielleicht zugleich eine russische ist – ein Film, der schließlich auch deshalb sehenswert ist, weil Liev Schreiber und Chiwetel Ejiofor mitspielen.