Monster Busters (1987)

Es gibt ja mittlerweile viele, vor allem viele gescheiterte Versuche, die klassischen Universal-Monster gemeinsam auf eine Leinwand zu bringen; unter all diesen aber leuchtet Fred Dekkers phänomenaler Monster Busters (im Original The Monster Squad) strahlend hervor. Dekker selbst hat den Film einmal als „Die kleinen Strolche treffen Frankenstein“ beschrieben: Ein paar monsterbegeisterte Jungs (wir schreiben die 1980er) stellen fest, dass Dracula in ihrer amerikanischen Kleinstadt angekommen ist – und nicht nur er, Frankensteins Monster, ein Werwolf, die Mumie und der „Schrecken vom Amazonas“ sind auch dabei. Bei Vollmond haben sie die Chance, das Gleichgewicht auf der Erde zugunsten des Bösen zu verschieben. Das wollen die Kinder aber natürlich verhindern…

Am Drehbuch für den Film war neben Dekker selbst auch Shane Black beteiligt, und man merkt das am respektvoll-respektlosen Umgang mit dem Erbe der Figuren: Es gibt eine berührende Szene mit Frankensteins Monster und einem kleinen Mädchen an einem See, aber eben auch den Moment, als der Werwolf einen Tritt in die Gonaden bekommt – oder Dracula mit einem Stück Knoblauchpizza ins Gesicht abgewehrt wird. Für das Design der Monster war die Legende Stan Winston verantwortlich; auch deshalb passt die aktuell erhältliche Retro-Edition in VHS-Verpackung perfekt zu diesem Diamanten aus dem Jahr 1987.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.