Der schwarze Korsar (1976)

Herzog Van Gould ist nicht nur ein skrupelloser Piratenjäger, sondern auch sonst kein guter Mensch. Mit seinen Brüdern wollte sich der Schwarze Korsar (Kabir Bedi) an ihm für den Mord an ihren Eltern rächen, nun schwört er auch Vergeltung für den Tod der zwei jüngeren Geschwister. Eine Jagd auf Leben und Tod quer durch die Karibik beginnt.

Sergio Sollimas Piratenabenteuer ist ein Spektakel, wie es das italienische Kino der 1970er in seinen besseren Momenten in die Welt geworfen hat. Nach Karibik sieht es zwar nirgends wirklich aus, auch die Schiffe liegen meist eher dümpelnd im Wasser herum, aber das macht der Film locker durch aufwändige Kostüme, große Gesten, Geschrei und vor allem ausführliche Schwert- und Pistolenschlachten wett.

Als Titelhelden holt Sollima hier Kabir Bedi ins Boot, den er erst kurz vorher mit Sandokan – Der Tiger von Malaysia zum Star gemacht hatte; aus der TV-Serie (die dann zum Film wurde) ist auch Carole André als mit dem Korsaren tragisch in Liebe verbundene Schönheit wieder dabei.

Nachdem der Film in Deutschland lange Zeit nur verstümmelt zu sehen war, gibt es seit 2005 auch eine FSK-12-Freigabe für die ungeschnittene Fassung, und diese ist auch auf dem neuen Mediabook zu finden; früher entfernte Stellen gibt es statt mit deutscher Synchro auf Italienisch mit Untertiteln.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.