Texte zu Filmstarts (4. August 2011)

Nein, das Bild da oben zeigt nicht Super 8, den durchaus originellen, sehr retro-orientierten und gelungenen Coming-of-Age-Monsterfilm aus dem Haus Spielberg/Abrams. Und mit Elle Fanning ist auch eine junge Schauspielerin dabei, der die drei Grazien im Bild bei weitem nicht das Wasser reichen können. Mehr Lobpriesungen dazu von mir im horrorblog.org.

Die jungen Damen im Bild sind stattdessen dem hochgradig berechneten und berechnenden Teenieschmalzpfützchen namens Plötzlich Star aka Monte Carlo entsprungen. Eine wirklich völlig belanglose und entlang altbekannter Linien entwickelte Produktion, die sich evidentermaßen vor allem an den Interessen und Stars eines amerikanischen Jugendstratums orientiert, und deshalb in Deutschland hoffentlich eine verdiente Bauchlandung macht. Etwas weniger negativ habe ich das für filmstarts.de verpackt.

Nach den altbackenen, simplizistischen Geschlechtermodellen dieses Films ist es eine Freude, auf den Dokumentarfilm Im Bazar der Geschlechter hinweisen zu können, der zwar nicht eben die Geschlechterordnung durcheinanderwirbelt, aber doch vielleicht ein bißchen unsere Vorstellung davon, wie sich das Leben zwischen den Geschlechtern im Iran so abspielt. Vordergründig geht es um das Konzept der Zeitehe, wie nebenbei werden grundlegende Bedingungen der (islamischen) iranischen Gesellschaft unter die Lupe genommen. Sehr empfehlenswert, wie ich für kino-zeit.de beschrieben habe.

Foto: 20th Century Fox