Verlosung: Plakate und Tanktops zu Colombiana

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Am 15. September startet Colombiana in den deutschen Kinos, der neue Film mit Zoe Saldana, in dem sie eine Auftragskillerin spielt, die einen ganz persönlichen Rachefeldzug betreibt.

Eine ausführliche Besprechung des Films habe ich für kino-zeit.de verfaßt, sie ist hier bereits nachzulesen. Dank Pure Online und Universum Film kann ich hier nun drei Minipakete zum Film verlosen: Es gibt dreimal je ein Plakat zum Film (A1, auf A4 gefaltet; ganz ähnlich dem oben abgebildeten) und ein Tanktop (siehe Bild unten) zu gewinnen.

Ihr müßt nichts weiter tun, als Euch hier kurz in den Kommentaren zu Wort zu melden und mir neben einer funktionsfähigen E-Mail-Adresse noch Eure liebste Auftragskillerin oder Euren liebsten Auftragskiller aus der Filmgeschichte zu nennen. Es dürfen auch Antihelden und echte Bösewichter darunter sein, und über eine Begründung freue ich mich natürlich ganz besonders.


Die Aktion endet am 12. September 2011 um 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist sowieso ausgeschlossen, eins meiner Kinder wird die Glücksfee spielen. Viel Glück!

Haywire

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Das wurde ja auch mal wieder Zeit: Von The Rock aka Dwayne Johnson bis zu John Cena (The Marine/12 Rounds) gab es in letzter Zeit genug Männer, die aus dem Ring irgendeiner Kampfsportart auf die Leinwand gestiegen sind; Frauen machen diesen Schritt erheblich seltener, Cynthia Rothrock ist da die vielleicht sichtbarste Ausnahme. Nun macht auch Gina Carano diesen Schritt – nach kleineren Auftritten in eher vernachlässigenswerten Produktionen (und einem Videospiel).

Steven Soderbergh hat sie für die Hauptrolle in seinem neuen Actionfilm Haywire engagiert, wo sie eine durchaus wenig aufregende Rollenbeschreibung hat: Eine Black-Ops-Agentin, die fallengelassen wird und sich ihren Weg freischießen und -prügeln muß, um herauszubekommen, wer hier warum gegen sie intrigiert. Ob Soderbergh aus diesem 08/15-Stoff etwas Besonderes herauskitzeln kann, wird sich zeigen.

Begleitet wird sie in dem Film von lauter unterschiedlich großen (männlichen) Namen: Channing Tatum,  Michael Fassbender, Ewan McGregor, Michael Douglas, Antonio Banderas, Bill Paxton und Mathieu Kassovitz zum Beispiel, und der Trailer sieht jedenfalls nicht total furchtbar aus.

(via)

Kurzer Clip aus der „Wonder Woman“-Pilotfolge

Das Trauerspiel um die Wonder Woman-Fernsehserie, die NBC in Auftrag gegeben hatte, nur um sie dann nach Abdrehen des Pilotfilms von David E. Kelley sehr schnell wieder zu begraben, hatte ich hier und auf Twitter schon gelegentlich begleitet und kommentiert. Absurd viel wurde vor allem über das Kostüm der Hauptfigur diskutiert, das Adrianne Palicki tragen sollte; in weiteren Rollen waren mit Elizabeth Hurley und Cary Elwes zumindest leidlich bekannte B-Stars gecastet.

Natürlich darf man hoffen, daß die abgelehnte Folge irgendwann im Internet auftaucht (mit einer regulären Fernsehausstrahlung ist wohl eher nicht zu rechnen), so daß wir uns selbst ein Bild davon machen können, ob NBC zu Recht kalte Füße bekommen hat. Eine erste Ahnung davon gibt nun dieser 30-Sekunden-Clip, der seinen Weg ins Internet gefunden hat (vorher gab es schon gute, wortwörtliche zwei Sekunden Footage, die nur vage einen Eindruck davon vermitteln konnten, ob Palicki zu physischer Bewegung in der Lage sei), und leider, leider sieht es so aus, als habe NBC gut daran getan, sich nicht weiter mit der Serie zu belasten.

Natürlich ist der Clip (gefunden bei Allociné) vermutlich nicht repräsentativ für das Endprodukt, welches man eventuell im Fernsehen gesehen hätte; aber trotzdem stimmt hier fast gar nichts: Schnitte, Rhythmus, Timing, sogar die herumschwingenden Arme von Palickis Wonder Woman wirken unkontrolliert. Aber vielleicht sehr Ihr das anders?

Final Target

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Aus unerfindlichen Gründen ist dieser Film unter meiner Wahrnehmungsschwelle durchgetaucht, obwohl er schon seit vergangenem Jahr bei Splendid erhältlich ist; erst durch 24framespersecond wurde ich jetzt auf den Trailer aufmerksam, der sich mir allerdings vor allem durch die alle Abgründe der Übersetzungskunst touchierenden Untertitel eingeprägt hat. Hier also Final Target aka Vanquisher, dessen thailändischen Originaltitel ich vermutlich weder richtig schreiben noch aussprechen könnte.

Operating under the code name “Gunja,” a female special ops agent with the Royal Thai Police is recruited to join Claire, an American CIA agent sent to track an Al-Qaeda member. The mission is called project Vanquisher. However, unbeknownst to Gunja, Claire is instructed to “close” project Vanquisher, leaving no witnesses or team members alive. Surviving an explosion set off by Claire, Gunja returns to Bangkok and assumes the role of lieutenant in the police force. Two years later, Gunja’s and Claire’s paths cross again during a rundown of an extremist thought to be planning a large-scale suicide bomb. Gunja must use her arsenal of guns, swords and martial art skills in a battle against time and her enemies to save herself and the lives of thousands.

Foto: Splendid Entertainment

ABC-Remake von ‚Charlie’s Angels‘

Die erschreckendste Nachricht dieses Trailers: Drew Barrymore ist als Ausführende Produzentin mit im Boot. Von ihr hätte man sich eigentlich mehr erwartet, aber womöglich ist die Neuauflage der 70er-Jahre-Serie (an deren Verfilmung in den 2000ern Barrymore vor und hinter der Kamera beteiligt war) mit Annie Ilonzeh, Minka Kelly und Rachael Taylor vor allem eine gute Methode, um etwas Geld zu fabrizieren. Jedenfalls passen die Engel mit Nikita und anderen Agentinnen gut in die aktuelle Fernsehlandschaft.

Die neue Serie wird ab Herbst 2011 in den USA ausgestrahlt.

(via)

Thor (2011)

Irgendwie kann ich die Begeisterung für die neue Marvel-Verfilmung Thor nicht ganz teilen. Gewiß, der Film ist ordentlich gemacht und hinreichend flott inszeniert, daß keine Langeweile aufkommt. Die Erzählstruktur ist etwas eigenwillig – mit einer langen, sehr actionreichen Exposition – und die nordische Mythologie, die die Grundlage für diesen eigentümlichen Superhelden ist, wurde recht einfallsreich integriert. (Inwieweit das mit der Hintergrundgeschichte der Comics übereinstimmt, vermag ich allerdings nicht zu sagen; vielleicht können meine belesenen Leser_innen dazu Genaueres beitragen?)

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Zugleich aber ist Thor in allem zu viel: zu viel Krach und Getöse, zu viel CGI, das zudem übertrieben und künstlich wirkt – die Kostüme von Odin, Thor und ihren Gefährt_innen sehen aus wie das Plastik, aus dem sie vermutlich gemacht sind. Die Handlung ist, nordische Götterwelt hin, Kenneth Branaghs Shakespeare-Andeutungen her, dünn und brüchig wie nordisches Knäckebrot, aber das ist natürlich bei Samstagabendpopcornunterhaltung in Form einer Comicverfilmung kein wirklich valider Kritikpunkt. Daß sie bis in Details vorhersehbar bleibt, womöglich schon eher, weil es den unbeschwerten, auch hirntoten Genuß empfindlich stören kann; aber vielleicht übertreibe ich. Die geschätzte Jenny jedenfalls weiß durchaus einige starke Argumente für den Film aufzuzählen.

Was mich dann aber doch empfindlich nervt, ist die nur an der Oberfläche nicht altbackene Geschlechterordnung, die der Film vor sich herträgt. Gewiß, es geht hier um einen männlichen Helden, der (das verlangt gewissermaßen schon die Vorlage) natürlich im Mittelpunkt stehen muß. Und immerhin kehrt Branagh die immer noch üblichen Blickrichtungen dahingehend um, daß er Thor-Darsteller Chris Hemsworth ganz dezidiert und explizit zum Schauobjekt macht (siehe das Bild ganz oben), das von den Protagonistinnen (gegeben von Natalie Portman und Kate Jennings) bewertet wird. Und damit eben auch: Bewundert. Aber das ist im Actionkino nichts Neues, das läßt sich, mit weniger Selbstironie, schon bei den frühen Schwarzenegger- und Stallone-Filmen finden.

Geschenkt, außerdem natürlich, Thor ist ja der Held. Und sieht in der Tat gut aus. Aber daß die ihrerseits ziemlich gutaussehende Astrophysikerin (Portman) sich ohne das geringste Nachdenken in diesen etwas tumben und sehr arroganten Schönling verliebt, ist dann doch etwas, hm, eigenartig. Als ob sie solche Typen nicht schon zuhauf in Highschool und College erlebt hätte (und womöglich abwehren mußte), von sich selbst überzeugte Muskelberge mit charmantem Lächeln.

So darf eine Frau in Thor zwar ein bißchen klug sein, aber es darf keine allzu große Rolle spielen, schließlich wird sie dann doch rasch Randfigur und Hinschmachtende. Und die durchaus präsente Kämpferin Sif (Jaimie Alexander) aus Asgard ist auch dort, das wird extra betont, eine Ausnahmeerscheinung, deren Sichtbarkeit allenfalls ihre Besonderheit betont. Und natürlich leistet sie hier auch als Kämpferin nichts wirklich Außergewöhnliches. Die ungeschriebene Regel der Filme mit Superheld_innen lautet ja: Du sollst keine Superheld_in neben mir haben.

Das wird für The Avengers noch zu einem ernsthaften Problem werden, der so viele Singulärfiguren irgendwie zu einem Ensemble verschmelzen soll. Ob Regisseur Joss Whedon es wohl richten können wird?

Fotos: Paramount