{"id":4858,"date":"2011-02-13T11:34:22","date_gmt":"2011-02-13T10:34:22","guid":{"rendered":"http:\/\/buttkickingbabes.de\/?p=4858"},"modified":"2011-05-19T08:48:05","modified_gmt":"2011-05-19T07:48:05","slug":"gerardmer-2011-la-casa-muda-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buttkickingbabes.de\/?p=4858","title":{"rendered":"G\u00e9rardmer 2011: La Casa Muda (2010)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1400\" height=\"394\" src=\"http:\/\/buttkickingbabes.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/lacasamuda.jpg\" alt=\"\" title=\"lacasamuda\" class=\"alignnone size-full wp-image-4889\" srcset=\"https:\/\/buttkickingbabes.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/lacasamuda.jpg 1400w, https:\/\/buttkickingbabes.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/lacasamuda-300x84.jpg 300w, https:\/\/buttkickingbabes.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/lacasamuda-1024x288.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px\" \/><\/p>\n<p>Manchmal kann ein Film ja aus den durchaus falschen &#8211; oder zumindest: nicht den wichtigsten &#8211; Gr\u00fcnden zu Ruhm kommen. Auf <em>La Casa Muda<\/em> trifft das insofern zu, als der Film vor allem dadurch ein wenig Bekanntheit erlangt hat, weil er sich als der erste Streifen vermarktete, der mit einer handels\u00fcblichen Fotokamera in einer einzigen, durchgehenden Einstellung gefilmt worden sei. Nun ist es f\u00fcr einen kleinen Film aus einem international nicht eben viel in Erscheinung tretenden Land wie Uruguay im Grunde egal, mit welchen Methoden er sich ins Rampenlicht bef\u00f6rdert oder bef\u00f6rdern lassen kann &#8211; und <em>ganz<\/em> gelogen ist es ja auch nicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttkickingbabes.de\/?tag=gerardmer2011\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/buttkickingbabes.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/gerardmer_2011.jpg\" alt=\"G\u00e9rardmer 2011 - Schriftzug\" title=\"gerardmer_2011\" width=\"400\" height=\"99\" \/><\/a>Nur ist eben der Umstand, da\u00df in diesem Film kein Schnitt wirklich zu sehen ist (und die Macher, wenn \u00fcberhaupt, nur eine sehr kleine Handvoll in schwarzblendigen Momenten h\u00e4tten unterbringen k\u00f6nnen), zwar vielleicht ein Alleinstellungsmerkmal, aber nicht der Grund, warum man sich <em>La Casa Muda<\/em> (international: <em>The Silent House<\/em> &#8211; und als <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt1767382\/\"><em>Silent House<\/em><\/a> auch einem dem Vernehmen nach wohl recht ansehnlichen us-amerikanischen Remake unterzogen) ansehen sollte.<\/p>\n<p>Womit der Erstling von Regisseur Gustavo Hern\u00e1ndez allerdings sehr wohl wuchern kann, ist der Effekt der formalen Selbstbeschr\u00e4nkung: eine unheimlich (und unheimliche) dichte Atmosph\u00e4re, die der Film schon nach kurzer Zeit aufbaut und dann bis zum Schlu\u00df aufrechterh\u00e4lt &#8211; sie saugt die Zuschauer_innen in den Film hinein und sorgt f\u00fcr akute Herzinfarktgef\u00e4hrdung, wenn dann pl\u00f6tzlich diese Hand, scheinbar aus dem Nichts&#8230;<\/p>\n<p>[filminfo_box]<\/p>\n<p>Aber ich greife voraus. Die junge Laura (Florencia Colucci) und ihr Vater (Gustavo Alonso) sollen ein altes Haus samt seines Gartens ein wenig auf Vordermann bringen, da der Besitzer (Abel Tripaldi), der ein alter Freund des Vaters ist, es demn\u00e4chst verkaufen m\u00f6chte. Nur ins Obergescho\u00df sollen sie nicht gehen, weil dort der Fu\u00dfboden schon recht morsch und besch\u00e4digt sei &#8211; doch genau von dort oben h\u00f6rt Laura seltsame Ger\u00e4usche.<\/p>\n<p>Der Rest ist von der Grundidee her Standardware des Horrorfilms, samt allerdings durchaus klug eingef\u00e4deltem Twist zum Schlu\u00df hin; und alles ist derartig clever und dicht inszeniert, da\u00df man sich dem Film kaum entziehen kann. Das Team geht mit den (selbst auferlegten) Beschr\u00e4nkungen so kreativ und effektiv um, da\u00df man immer wieder \u00fcberrascht ist, wie viel Effekt sich mit wie wenig Ausr\u00fcstung offenbar erreichen l\u00e4\u00dft; die geringe Zahl der Einstellungen beweist zudem, mit wieviel akribischer Planung das Projekt angegangen worden sein mu\u00df.<\/p>\n<p><em><strong>In eigener Sache:<\/strong><br \/>\nFestivalberichterstattung ist f\u00fcr mich aufwendig und erst einmal mit einigen Kosten verbunden. Ich versuche dennoch, m\u00f6glichst viel dar\u00fcber in meinem Blog zu schreiben. Daher w\u00fcrde ich mich besonders freuen, wenn viele meine Eintr\u00e4ge mit einem Klick auf die <\/em>flattr<em>-Kn\u00f6pfchen oder sogar mit einer kleinen Spende \u00fcber <\/em>PayPal<em> unterst\u00fctzen w\u00fcrden. Vielen Dank!<\/em><\/p>\n<p>[paypal-donation reference=&#8220;buttkickingbabes.de\/Gerardmer&#8220;]<\/p>\n<p class=\"credits\" style=\"clear:left;\">Foto: Sitges Film Festival<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal kann ein Film ja aus den durchaus falschen &#8211; oder zumindest: nicht den wichtigsten &#8211; Gr\u00fcnden zu Ruhm kommen. 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