Nicht alle können die Monster sehen, die meisten Menschen wundern sich einfach über kleine Verletzungen, die sie sich nicht erklären können. Aber glücklicherweise sind die Monsterjäger da, die die pelzigen, glupschigen oder sonstwie nur teilweise bedrohlich wirkenden Monster mit ihren bunten Waffen, die aussehen, als seien sie aus Rohren vom Baumarkt-Sanitärhandel zusammengebaut, in Kristalle verwandeln. Irgendwo gibt es ein Portal zwischen den Welten der Menschen und der Monster, und die Wächterin des Portals sollte jetzt abgelöst werden, will ihre Macht aber nicht abgeben…
Henri Wongs Monster-Jagd ist ein Schmarrn sondergleichen, großer und billig produzierter Unsinn, der die emotionale Entwicklung seiner ProtagonistInnen nicht zeigen kann, sondern jeweils andere erzählen lässt. Dazwischen passieren lauter unmotivierte Dinge in Kulissen, die zwischen wild aussehenden M.C.-Escher-Welten in CGI, Pappmâché-Gewebe-Höhlen und verlassenen Betonbauten changieren. Die einzig richtig coole Idee ist der Sidekick des Helden, „Paper“, ein magisch belebtes Origami-Papier, das mal Männchen, mal Papierflieger, mal großes Gesicht ist. Die Retterin der Welt schaut ahnungslos und rehgleich in Gegend und Kamera, es ist zum Heulen oder Gähnen, je nach Tageszeit.
Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.