Der alte Affe Angst (2003)

Oskar Roehler macht nicht lange rum, er haut das Publikum gleich frontal in den emotionalen Scherbenhaufen. Und dabei ist das erst der Anfang: Zwischen Robert und Marie (André Hennicke und Marie Bäumer) ist zwar noch viel Liebe, aber die Beziehung knirscht heftig, weil Robert von ihr sexuell nicht mehr erregt wird. Dann stirbt sein Vater, zu dem er ein schwieriges Verhältnis hatte, die betagte Hauptdarstellerin seines neuen Theaterstücks muss schwerkrank das Bett hüten, und nur bei Prostituierten kriegt er noch einen hoch. Da ist viel angedeuteter (Nicht-)Sex im Spiel, das Unglück häuft und häuft sich zu schier unerträglichen Mengen, Tiefen, Abgründen.

Der alte Affe Angst hatte seine Premiere vor 19 Jahren auf der Berlinale, in Sachen sexuell aufgeladenes Leid in Paarbeziehungen ist Roehler seitdem gewissermaßen metaphysisch rechts von Lars von Triers Antichrist überholt worden. Sein Film wirkt heute entweder eindringlich und dicht oder als nicht wirklich aufgelöstes Portrait (und womöglich versuchte Dekonstruktion) von männlichem Selbstmitleid im Angesicht fast klischeehafter Schicksalsschläge. Emotional kalt kann man diesem Film gegenüber jedenfalls nicht bleiben, irgendwie muss man sich schon aufregen.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Der Dieb von Bagdad (1940)

Ein Film, natürlich, aus einer anderen Zeit. Der Dieb von Bagdad lässt sich Zeit, um in exotistischen Szenarien und grandiosen Kulissen zu schwelgen, begnügt sich manchmal mit schönen Bildern zu geheimnisvollem Gesang – und lässt dann mal eben einen hochhaushochen Geist aus der Flasche. 1940 waren die Bluescreen-Technik und die fantastischen Bilder neu und aufregend, bis heute sind sie noch wunderschön und bezaubernd, auch wenn die Romanze darin eher Zehennägel aufrollt.

Michael Powell, Ludwig Berger und Tim Whelan – drei Regisseure werden genannt, noch mehr waren beteiligt – haben Motive aus 1001 Nacht wild gemischt, frei nach Raoul Walshs gleichnamigem Stummfilmhit von 1924 (auch Lotte Reinigers Prinz Achmed winkt natürlich aus dem Hintergrund), und Filmgeschichte gemacht: Die Geschichte vom jungen, naiven Kalifen Ahmed und seiner Liebe zu einer schönen Prinzessin, sein Kampf gegen den bösen Großwesir Jaffar wird in buntesten Bildern und Abenteuern ausgebreitet, es gibt Magie, magische Wesen, wilde Wendungen und mechanische Spielzeuge.

Das hat das Kino verändert, Disneys Aladdin sowieso. Conrad Veidt brilliert als Bösewicht, Kinderstar Sabu als Titelheld, Wendung folgt auf Wendung, immer neue halsbrecherische Geschichten tun sich auf. Noch eine Geschichte, für noch eine Nacht?

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Life in Space (2021)

Space: the final frontier. Was bei Star Trek den Geist des Aufbruchs ins Unbekannte meint, bekommt in Life in Space eine andere Bedeutung: Die Besiedlung des Mars als postheroischer Spätwestern, der rote Staub des unwirtlichen Planeten eine noch einsamere, noch hoffnungslosere Variante der Wüste von Arizona. Remmy lebt da mit ihren Eltern Ilsa und Reza in einem einsamen Wohncontainer im Nirgendwo, mit ein paar Hühnern und Schweinen, drumherum hartes Gestein, das der krabbenartige kleine Roboter „Steve“ mit Sprengladungen aufbricht. Eine Außenwelt scheint es nicht zu geben, bis dann plötzlich drei Außenseiter auftauchen und Anspruch auf diese kleine Farm erheben.

Sofia Boutella ist die Mutter, Ismael Cruz Cordova der Eindringling Jerry, der ältere Ansprüche auf Land und Haus mitbringt, außerdem eine Rücksichtslosigkeit, die dem Elternpaar abgeht. Brooklynn Prince schließlich spielt Remmy, sie leuchtete schon in The Florida Project, hier blickt sie stumm beobachtend und lernend auf das, was die Erwachsenen tun und sich antun, und zieht ihre eigenen Schlüsse; später, als junge Frau (Nell Tiger Free) wird sie daraus harte Schlüsse ziehen.

Life in Space ist der erste Langfilm von Regisseur und Drehbuchautor Wyatt Rockefeller, eine lange, stellenweise auch ein wenig sehr gedehnte Meditation über Schuld und Sühne. Und auch wenn das Setting naturgemäß vage an Der Marsianer erinnert, hier geht es nicht um wissenschaftlich korrektes Überleben, sondern um Zwischenmenschliches, so sehr in Verhärtungen männlicher Selbstüberhöhung übertragen, dass die Glaubwürdigkeit des Films ein bisschen leidet: Ja, die Widrigkeiten sind groß, aber würden sie es so wirklich so lange miteinander aushalten?

Rockefeller lässt vieles ungeklärt, das ist durchaus eine Stärke seines Films, er bemüht sich gar nicht wirklich, die Hintergrundgeschichte der Marsbesiedelung wirklich zu erklären – von Städten ist kurz ebenso die Rede wie von Krieg. Die Kamera beobachtet in ruhigen, oft statischen Aufnahmen, was geschieht, aber Antworten gibt sie bis zuletzt nicht.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Ghostbusters: Legacy (2021)

Trevor und seine extrem nerdige 12-jährige Schwester Phoebe (Finn Wolfhard und Mckenna Grace) haben sich das bestimmt nicht ausgesucht, aber ihre Mutter ist pleite und schleppt sie deshalb mit in dieses Nest in Oklahoma, wo ihr frisch verstorbener Vater eine kleine Farm bewohnte und verfallen ließ. Im Krempel des Hauses findet Phoebe eine seltsame Apparatur, die der charmante Aushilfslehrer (Paul Rudd) als Geisterfalle aus den 1980ern erkennt – und warum gibt es in dem gottverlassenen Kaff jeden Tag Erdbeben?

Ghostbusters: Legacy deutet natürlich schon im Titel und in vielen kleinen Vorausdeutungen an, worauf das hinausläuft, aber egal: Das ist ein großer Spass. Viele Motive des ersten Films werden wieder aufgenommen, erst im Finale wird es dann etwas zu viel Fan-Service; der jüngst verstorbene Ivan Reitman war als Produzent beteiligt, sein Sohn Jason hat hier Regie geführt. Aber der Nachwuchs macht große Freude, für diese Altersgruppe ist der Film auch hauptsächlich gedacht; die Erwachsenen sind lange lustig ahnungslos, das hat so auch starke Spielberg-Vibes.

PuristInnen mögen die Nase rümpfen, sollten sich aber womöglich daran erinnern, dass Ghostbusters anno 1984 vielleicht auch nicht der absolute Höhepunkt intelligenter Unterhaltung war; Phoebes flache Science-Scherze jedenfalls öffneten mein Herz.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Hotel International (1963)

Über London Heathrow legt dichter Nebel den Flugverkehr lahm. Eine Reihe von VIP-PassagierInnen wartet also zunächst vergebens auf ihren Flug nach New York – darunter eine Frau, die mit ihrem Liebhaber zusammen ihren reichen Mann verlassen will, ein Filmproduzent, der das Land bis Mitternacht aus steuerlichen Gründen verlassen muss, und eine etwas schrullige Adelige, die ihr Einkommen in den USA aufzustocken versuchen will.

Anthony Asquith hat einen Ensemblefilm mit lauter ganz Großen gemacht: Liz Taylor, Richard Burton, Margaret Rutherford, Orson Welles, Maggie Smith, Rod Taylor. Und während vor allem Taylor und Burton als Ehepaar in der Krise viel Platz bekommen, zu strahlen und dabei gut auszusehen, während ihr Handlungsstrang so behutsam wie spannend voranschreitet, will aus dem Film nichts wirklich Ganzes entstehen, bekommt das Ensemble zu wenig Raum und Komplexität. Am Ende greifen schließlich alle Stränge ineinander und lösen sich; aber dennoch: Hotel International, etwa zwei Drittel spielen auf dem Flughafen, der Rest im Hotel, ist eher ein launiges Zeit- und Sittengemälde als berührendes Drama, ein Einblick in VIP-Realität anno 1963, mit persönlichem Empfangschef am Flughafen, Servicemitarbeiterinnen und Zigaretten überall.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Monster-Jagd (2020)

Nicht alle können die Monster sehen, die meisten Menschen wundern sich einfach über kleine Verletzungen, die sie sich nicht erklären können. Aber glücklicherweise sind die Monsterjäger da, die die pelzigen, glupschigen oder sonstwie nur teilweise bedrohlich wirkenden Monster mit ihren bunten Waffen, die aussehen, als seien sie aus Rohren vom Baumarkt-Sanitärhandel zusammengebaut, in Kristalle verwandeln. Irgendwo gibt es ein Portal zwischen den Welten der Menschen und der Monster, und die Wächterin des Portals sollte jetzt abgelöst werden, will ihre Macht aber nicht abgeben…

Henri Wongs Monster-Jagd ist ein Schmarrn sondergleichen, großer und billig produzierter Unsinn, der die emotionale Entwicklung seiner ProtagonistInnen nicht zeigen kann, sondern jeweils andere erzählen lässt. Dazwischen passieren lauter unmotivierte Dinge in Kulissen, die zwischen wild aussehenden M.C.-Escher-Welten in CGI, Pappmâché-Gewebe-Höhlen und verlassenen Betonbauten changieren. Die einzig richtig coole Idee ist der Sidekick des Helden, „Paper“, ein magisch belebtes Origami-Papier, das mal Männchen, mal Papierflieger, mal großes Gesicht ist. Die Retterin der Welt schaut ahnungslos und rehgleich in Gegend und Kamera, es ist zum Heulen oder Gähnen, je nach Tageszeit.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Killer’s Bodyguard 2 (2021)

Darius Kincaid und sein liebster meistverhasster Bodyguard Michael Bryce müssen es noch einmal miteinander aushalten. Oder anders gesagt: Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds können noch einmal ihre Star Personas für größtmöglichen Reibungseffekt zusammenschmeißen: Der fluchende Dreckskerl auf der einen Seite, der immerzu schimpft und erst schießt, bevor jemand Fragen stellen könnte. Der eigentlich strahlende Saubermann auf der anderen, mit Taschenmesser und Sicherheitsgurten, ewig frustriert, weil er seine Bodyguard-Lizenz verloren hat. Und zwischen all dem springt Salma Hayek als Kincaids Ehefrau Sonia herum, nach Herzenslust in drei bis vier Sprachen fluchend.

Der Plot, der sie zusammenführt, basiert auf einer hanebüchenen Verzerrung Europäischer Politik, die dann aber auch sofort vergessen wird. Kurz zusammengefasst: Darius wird vom Mafioso Carlo entführt, der sich an ihm rächen will und der aber zugleich als Informant für einen so ambitionierten wie eigentlich unfähigen Interpol-Agenten arbeitet (Frank Grillo, der diesmal die Schlägereien anderen überlässt). Weil Carlo die Befreiung von Darius durch Sonia und Michael nicht überlebt, sollen die beiden beim Kauf geheimer Daten an seiner Stelle einspringen – ein geheimnisvoller Bösewicht will das gesamte Internet Europas durch gezielte Angriffe auf Datenknoten lahmlegen.

Warum das alles passiert und ob das funktioniert, spielt eigentlich schon nach wenigen Minuten keine Rolle mehr. Stattdessen betreibt Killer’s Bodyguard 2 die konsequente Übertreibung von Konzept und Umsetzung. Regisseur Patrick Hughes hat schon beim ersten Film und bei The Expendables 3 erproben können, wie man Actionsequenzen inszeniert, und hier tobt er sich aus.

Dabei muss klar sein: Höheres Charakterdrama ist das nicht. Jackson und Hayek ballern rum, was das Zeug halt, sind ordinär und rücksichtslos, ihre Figuren wollen außerdem fortwährend ihre Flitterwochen nachholen, und der Film schreckt da wirklich vor Ordinärem nie zurück, wenn es sich anbietet. Reynolds Michael verbringt Teile des Films bewusstlos oder tagträumend, vor allem aber kontinuierlich in Blutspritzer gehüllt. Zwischendrin haben Antonio Banderas, Morgan Freeman und Richard E. Grant längere oder kürzere Auftritte, Hayek schiebt wiederholt ihre Brüste prominent in die Kamera, und alle haben sichtbar Spaß an dem großen Unsinn, den sie finanziell sicher nicht unbedingt bräuchten.

Es wird gesprengt und gehauen, Helikopter jagen Autos („Das ist jetzt nicht mehr lustig,“ beschwert sich Hayek), Motorräder werden sehr plötzlich gestoppt, Bösewichte werden mit Stich-, Hieb- und Schusswaffen ins Jenseits befördert, zwischendrin fluchen die Kincaids sich die Seele aus dem Leib. Auf jede Schießerei folgt dann noch eine weitere, auf jede Biegung eine Haarnadelkurve, damit die Verluste beim Rausfliegen möglichst groß sind.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Nobody (2021)

Wie der Ruhestand aussehen kann für einen professionellen Killer, dieser Frage weichen die meisten Actionfilme gerne aus, indem sie ihre Protagonisten bei einem letzten Auftrag glorios untergehen oder von den eigenen Leuten verraten lassen. Hutch Mansell hingegen hat das gut hinbekommen, vielleicht zu gut: Als Buchhalter bearbeitet er im Metallbetrieb seines Schwiegervaters die Excel-Dateien, daheim warten eine Ehefrau und zwei Kinder, jeder Tag gleicht dem anderen. Aber als zwei Einbrecher nachts in seinem Haus auftauchen, zeigen sich kleine Risse: Das alte Ich will zum Vorschein. Dummerweise steht dann der Arschlochsohn eines russischen Mafioso im Weg und kriegt die aufgestaute Wut von Hutch (im übrigen zurecht) zu spüren.

Es ließen sich an dieser Stelle einige vage Ähnlichkeiten in der Handlung von Ilya Naishullers Nobody und John Wick beschreiben, aber sie reichen nicht viel weiter als vom russischen Mobster zum Profi-Killer i.R. Wo Keanu Reeves hochstylisch choreografiert durch eine fantastische Welt des Verbrechens tanzt, ist dieser Hutch eher ein bodenständiger Typ. Bob Odenkirk, der selbst mit produziert hat, der Saul Goodman aus Breaking Bad, ist eine eher anti-intuitive Besetzung für so eine Rolle. Und genau deshalb ist er so glaubwürdig der kleinbürgerliche Typ am Anfang des Films, dessen Teenager-Sohn ihn nicht ernst nehmen kann, nur seine kleine Tochter himmelt ihn noch an: Nobody startet als Drama einer Midlife-Crisis, bevor es deren Bekämpfung mit Schrotflinte und Sprengfalle inszeniert.

Dabei ist der Film vor allem gekonntes Actionkino: Die Kampfszenen sind elegant inszeniert und selbst dann noch weitgehend nachvollziehbar, wenn die Fetzen fliegen (Christopher Lloyd hat als Hutchs Vater einen denkwürdigen Auftritt), und der mittlerweile legendäre erste Kampf in einem Linienbus ist viszeral spürbar und unmittelbar: Jeder Schlag tut von der Leinwand, vom Bildschirm her weh, und Hutch muss erst einmal ganz schön einstecken.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Die Frauen von Stepford (2004)

Eine Stadt in Conneticut, mit lauter vereinzelt stehenden, riesigen Häusern – und alle Frauen waren früher auf tollen Jobs, im Aufstieg oder an der Spitze der Karriereleiter. Und nun sind alle auf einmal glückliche Hausfrauen, die begeistert Kuchen backen? Da ist doch etwas faul. Es dauert ein wenig, bevor die ehemalige, frisch gefeuerte TV-Chefin Joanna Eberhart (Nicole Kidman) so richtig merkt, was los ist, da sind ihre Verbündeten im Geiste (gespielt von Bette Midler und Roger Bart) schon selbst brav eingenordet. In seinem Remake des Klassikers von 1975 hat Frank Oz versucht, Handlung und Figuren ins Jahr 2004 modernisiert zu transportieren. Dabei schießt er sowohl politisch übers Ziel hinaus, indem er in den ersten Minuten aus Joanna eine Frau macht, deren Fernsehshows pseudofeministischen Männerhass demonstrieren, als auch dramaturgisch: Aus dem profunden Körperhorror von Bryan Forbes’ Film wird eine schwarze Komödie, die nie recht zünden will und auf ein viel zu braves, versöhnliches Ende zusteuert, das nach Probescreenings durchgesetzt wurde und nicht so recht zum restlichen Film passen will. Schade, denn der Film ist mit Kidman, Midler, Matthew Broderick, Glenn Close und Christopher Walken eigentlich großartig besetzt. Aber das allein macht eben noch keinen guten Film.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Moby Dick (1956)

John Hustons Moby Dick ist sicher keine Verfilmung, die einfach die literarische Vorlage abfilmt – glücklicherweise, so bleiben uns lange Abschnitte voll wissenswerter Details über den Walfang erspart (das aktuelle Mediabook liefert da ein wenig Stoff nach). Huston nahm dafür das Publikum des Jahres 1956 mit in Details des Lebens auf einem Walfänger, dafür nimmt sich der Film dann schon Zeit. Langweilig wird das aus zwei Gründen nie: Die Spannung bleibt trotz allem weit oben, denn neben der Jagd auf den weißen Wal liegt auch immer Meuterei als Möglichkeit in der Luft. Und es ist alles so atemberaubend schön anzusehen, man möchte jedes einzelne Bild dieses Films gerne als Gemälde in einer Galerie betrachten. Allein die Anfangsszene in der Walfängerkapelle, in der Orson Welles als Priester von einer schiffsförmigen Kanzel predigt, ist so wunderschön und beglückend, man weiß gar nicht wohin mit seiner Ehrfurcht.

Und dann Gregory Peck als Ahab, den man in der ersten halben Stunde gar nicht zu Gesicht bekommt, und der jede Szene nur durch In-die-Ferne-Starren dominieren kann. Das ist großes Abenteuerkino, mit atemberaubenden Spezialeffekten von der Waljagd, vor allem aber natürlich ein Kino des inneren Konflikts, der moralischen Selbstüberhöhung und Bestrafung durch das gottähnliche Titeltier.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.