Texte zu Filmstarts (1. Juli 2010)

Gleich zwei sehenswerte Filme starten diese Woche, die ich beide besprechen konnte: Da ist einmal Gordos – Die Gewichtigen (Text bei critic.de), eine spanische Komödie mit schmerzlichsten Unter- und Obertönen, die große Fragen nach Liebe und Sex stellt – und dann Jungs bleiben Jungs (Les Beaux Gosses) (Text bei kino-zeit.de), dessen Fragen in die gleiche Richtung weisen, allerdings aus der Sicht französischer, männlicher Teenager. Die Antworten fallen erwartungsgemäß ganz anders aus.

Frauen/Männer im Arthouse- und Actionkino

Weil mich das Thema eh‘ fortwährend beschäftigt (kürzlich in Bezug auf Splice sowie auf das A-Team und die Losers, derzeit wieder in den Predator-Filmen – mehr dazu nächste Woche) und weil ich gerade aus dem in dieser Hinsicht sehr anstrengenden Killers komme, dessen Besprechung um eine Geschlechterperspektive nicht herumkommen wird –

– deshalb also der Verweis auf zwei Texte, die mir in den letzten Tagen untergekommen sind. Ein Text von Ines Walk zu Actionhelden in der Krise vom vergangenen Januar, der die Krise der (vor allem männlichen) Actionhelden anhand verschiedener Einflüsse zu beschreiben versucht. Sowie dann, mit ganz anderer Blickrichtung, Cristina Nords Gedanken zum Frauenbild im aktuellen Arthouse-Kino.

Es ist, als seien diese Filme in einer Zeit stecken geblieben, die von der Gegenwart und ihren Konfliktlinien nichts wissen will – von der Diskussion zum Beispiel, ob Emanzipation schon dort geglückt ist, wo ehrgeizige Frauen ihren Weg machen.

Texte zu Filmstarts (3. Juni 2010)

Zu den Filmstarts dieser Woche habe ich so einige Texte veröffentlicht. In der aktuellen Deadline findet sich eine Besprechung von Repo Men von mir (ein Film, kurz zusammengefaßt, der ästhetisch wie inhaltlich weit unter seinen Möglichkeiten bleibt), und bei critic.de habe ich mich zu Street Dance 3D geäußert.

Vor allem aber habe ich in einigen Texten mit dem ziemlich großartigen Science-Fiction-Monsterstreifen Splice von Vincenzo Natali (Cypher, Cube) beschäftigt. Ich hatte den Film bereits im Februar beim Festival in Gérardmer gesehen und dann für kino-zeit.de und blairwitch.de besprochen.

In Gérardmer hatte ich dabei auch Gelegenheit, ein ausführliches Interview mit Natali zu führen – wir haben über die Genetik als logische Weiterentwicklung der menschlichen Evolution gesprochen, darüber, wie man Biohorror machen kann, ohne permanent David Cronenberg zu zitieren sowie über die Frage, ob Nerds nicht erwachsen werden wollen. Das Interview sollte im Laufe des Tages ist bei Telepolis zu lesen sein, den Audiomitschnitt (auf Englisch, ungekürzt und mit Spoilern) stelle ich demnächst hier ins Blog.

Für die taz habe ich mir zudem anläßlich des Filmstarts von Splice noch ausführlich Gedanken gemacht zu Tiermenschen, Gentechnik und Reproduktion im Horrorfilm. (Frei online einsehbar ist der Text vermutlich nur heute.)

Texte zu Filmstarts (20. Mai 2010)

Zu zwei Filmen, die in dieser Woche in Deutschland anlaufen, habe ich schon längere Kritiken geschrieben.

  • Einmal hier im Blog meine Kritik meinen Verriß zu dem Remake A Nightmare On Elm Street (2010) von Samuel Bayer sowie
  • bei critic.de eine Besprechung von Die Beschissenheit der Dinge von Felix Van Groeningen, ein schöner, derber, humorvoller Coming-of-Age-Film, der glücklicherweise aus Genrekriterien ziemlich besoffen hintüber herausfällt.

Bitte erspart Euch Freddy und seht Euch stattdessen lieber das Leben von Gunther an.

Texte zu Filmstarts (6. Mai 2010)

Ich weiß nicht, wie sehr sich meine Leser_innen hier dafür interessieren, was und wieviel ich anderswo publiziere (meist recht aktuell hier vermerkt) – das ist neben den lieben Kleinen der zweithäufigste Grund dafür, daß hier gelegentlich längeres Schweigen herrscht. Jedenfalls würde ich mich freuen, wenn Ihr mir in den Kommentaren hinterlaßt, ob ich dies hier zu einer regelmäßigen Einrichtung machen soll.

Nämlich: Jeweils kurz vor dem entsprechenden Filmstart noch einmal auf die Texte hinzuweisen, die ich (hier und vor allem) anderswo zu startenden Filmen hinterlegt habe. Für diese Woche, mit Start am 6. Mai 2010, wären das:

Falls Euch die Texte gefallen sollten (oder Ihr sonst gut findet, was ich hier und andernorts mache), freue ich mich auch darüber, geflattred zu werden. Gleich hier unter dem Text. ;-)

Langtexthinweise

Auf critic.de stehen schon seit einiger Zeit zwei Filmkritiken von mir, auf die ich anläßlich des anstehenden Kinostarts beider besprochener Filme noch einmal hinweisen möchte; beide sind auf ihre je eigene Weise eigenartig.

Das wäre zunächst einmal Fighting mit Channing Tatum, von dem man eigentlich nichts erwartet als ein plumpes Sport-/Kämpferdrama, der dann aber Qualitäten entwickelt, auch wenn er sich nie zu ganz großer Klasse aufschwingen mag.

Und natürlich der nach Cannes heiß und lang erwartete Antichrist von Lars von Trier, den zu sehen ich zumindest Menschen mit einigermaßen widerstandsfähigem Magen sehr ans Herz legen würde. Nicht unbedingt, weil ich ihn für ein Meisterwerk hielte, davon bin ich selbst nach zwei Sichtungen noch nicht hinreichend überzeugt. Aber ein viszeraleres Erlebnis von Abstoßung und Hingabe vom und zum Film muß man lange suchen, und Diskussionsstoff hat man sicherlich für Stunden; wer mag kann sich mit Elfriede Jelineks Text in der druckfrischen Cargo (bitte kaufen & abonnieren!) ja schon einmal ein bißchen aufwärmen.

Weiteres zu Antichrist in aktueller, minimaler Auswahl: