Sucker Punch vs. The Disney Princesses

Dieses Video ist, da lehne ich mich jetzt gerne mal aus dem Fenster, einfach großartig. Breanne Brennan (Youtube, Vimeo) hat einen der unzähligen Trailer zu Zack Snyders Sucker Punch (diesen hier) bzw. dessen Tonspur als Grundlage für ein grandioses Mash-Up mit den Prinzessinnen und Heldinnen diverser Disney-Trickfilme genommen.

Das Ergebnis namens „Disney Punch“ ist hochgradig effektiv und nicht nur präzise auf den Punkt geschnitten, sondern auch als Gesamtergebnis erstaunlich stimmig. Wow.

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Requiem pour une tueuse (2010)

Spätestens seit den diversen Nikita-Filmen und –Serien hat sich das Bild der gedungenen Auftragsmörderin im Kino ja etabliert, und das Poster für Requiem pour une tueuse sollte sicher darauf abzielen, das an ähnlichen Filmen gewöhnte Zielpublikum ins Kino zu locken, so groß ist die Ähnlichkeit zum Poster von Point of No Return.

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Das Marketingkonzept war aber wohl offenbar ungeeignet; der Film ist nach zwei Wochen schon fast ganz aus den Pariser Kinos verschwunden, was dafür spricht, daß das Regie- und Drehbuchdebüt von Jérôme Le Gris den Zuschauer_innen zumindest nicht das gegeben hat, was sie sich erwartet hatten. Und in der Tat ist der Film nicht der bleigeladene Actionthriller, der sich in der rot rauchenden Pistole ankündigt, sondern ein ganz anderer Thriller, mit erheblich ruhigerem Vorgehen und leider einigen Arrhythmien.

Lucrèce (Mélanie Laurent) ist Auftragsmörderin und deshalb viel unterwegs. Um endlich mehr Zeit für ihre achtjährige Tochter zu haben und sie nicht dauernd über ihre Arbeit belügen zu müssen, möchte sie aussteigen; ein genretypisch letzter Job soll ihr das ermöglichen, der Sänger Alexander Child (Christopher Stills) soll ausgeschaltet werden, weil er sich weigert, ein Stück Land in Schottland zu verkaufen, das ein großer Ölkonzern für seine neue Pipeline braucht. Also wird Lucrèce, die ohne große Ambitionen, aber mit viel Talent schon lange Gesangsunterricht nimmt, als Sängerin in das kleine Ensemble eingeschleust, das mit Child und anderen Musiker_innen in einem kleinen Schweizer Schlößchen Händels „Messias“ aufführen soll. Ebendort aber fahndet Geheimagent Rico (Clovis Cornillac) nach einem geheimnisvollen Killer, den die Polizei seit Jahren jagt…

Wer hätte gedacht, daß sich in Verbrechens- und Verbrechensbekämpfungskreisen so viele musische Talente verstecken? Der Killer als Sängerin, der Geheimagent spielt dazu Gitarre – und denkt doch zunächst einmal, der Mörder sei wohl der Gärtner. Das Wechselspiel der Intrige funktioniert hier tatsächlich recht gut, es wird getäuscht und laviert, daß es eine Freude ist; aber vorher schon drängte sich der Eindruck auf, daß die Tarnung als Sängerin (eine von vier Solist_innen) doch vielleicht etwas aufwendig und vor allem exponiert ist mit einem solchen Auftrag; wie dann auch überhaupt der ganze Film einen ziemlich gestelzten Eindruck macht, so ganz will sich das eine nicht zum anderen fügen bis ins Finale hinein, bis zu dem es immerhin noch einige leidlich interessante Wendungen gibt.

Le Gris versteht es durchaus, den Verdacht der Zuschauer_innen in die falschen Richtungen zu lenken, und macht davon auch reichlich Gebrauch; tatsächlich sogar so reichlich, daß man dieser Andeutungen überdrüssig wird und sie nicht mehr glauben mag; zu Recht, denn die Auflösung liegt längst überdeutlich und offen zutage.

Der Film hat also mit dramaturgischen und inszenatorischen Schwächen zu kämpfen, mich hat aber darüber hinaus auch noch die geschlechtliche Konstruktion der Hauptfigur nachhaltig irritiert, die zu sehr damit beschäftigt schien, sie gewissermaßen „trotz“ ihrer Arbeit möglichst „weiblich“ zu konnotieren. So ist Lucrèce (dem Poster zum Trotz) in keiner Szene des Films mit einer Schußwaffe zu sehen (anders als Rico natürlich), sie tötet vorzugsweise mit den klassisch „weiblichen“ Waffen, Tricks und Giften also, zur Not (siehe auch den Trailer) darf es auch einmal Sprengstoff sein.

Und dann ist da natürlich die Sache mit der Tochter, das hat schon Tarantino mit Kill Bill mitverhandelt, aber sowohl popkulturell aufgeladener als auch komplexer in den emotionalen Bedeutungen. Bei Le Gris wird daraus das ganz einfache Schema von der Mutter und ihrem Kind, für das sie die Arbeit fallen lassen will. Was danach kommt, wissen wir natürlich nicht, aber das Ende soll wohl als versöhnlich gelten.

Kurzfilm: Black Widow Gone Wild

Die Figur der „Black Widow“ kam meines Erachtens nach in Iron Man 2 ja viel zu kurz. Der kanadische Regisseur Patrick Boivin (Youtube-Channel) hat dem jetzt abgeholfen und mit der Scarlett-Johansson-Actionfigur (nebst einigen anderen) einen kleinen, feinen, wummigen Einminüter aufgenommen.

Boivin ist der gleiche Regisseur, der auch schon AT-AT Day Afternoon und Iron Baby gemacht hat. Viele weitere seiner Projekte gibt es auch bei Openfilm zu sehen, zum Beispiel dieser seltsame Kurzfilm:

Poster: ‚Cat Run‘

Auch wenn die Inhaltszusammenfassung, die indieWIRE anbietet, nicht unbedingt danach klingt, als sei Cat Run ein Kandidat für das Oberthema dieses Blogs – das Poster spricht eine andere Sprache.

Stockwell’s film centers around a failed chef and his slacker best friend. Aimless, they decide to help a high class export who is holding important evidence to a scandalous cover up. The two friends soon find themselves as makeshift detectives, protecting the woman from the mob, a corrupt U.S. Senator and a dangerous assassin.

Der Film startet am 1. April in den USA; weitere Termine gibt es bislang leider noch ebensowenig wie Kritiken, Trailer oder Szenenfotos.

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(via)

Poster für ‚Requiem pour une tueuse‘

Hier ist das offizielle, Paris gerade zupflasternde Plakat für Requiem pour une tueuse mit Mélanie Laurent in der Titelrolle.

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Und ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich in dem Bild eine gewisse Ähnlichkeit zum Plakat von Point of No Return sehe, dem von 1993 datierenden John-Badham-Remake von Luc Bessons Nikita (1990)?

Oder vielleicht gibt es auch einfach nur eine begrenzte Anzahl von Posen und Bekleidungsvarianten, in denen man Frauen mit Waffen gerne abbilden möchte. Aber daß die schon alle abgegrast sind…

Habemus Wonder Woman: Adrianne Palicki

Wie heute bekannt wurde, hat NBC nun die Hauptrolle der neuen Wonder Woman-Fernsehserie mit der Schauspielerin Adrianne Palicki besetzt. Palicki ist in den USA bislang vor allem durch ihre Rolle in der Fernsehserie Friday Night Lights bekannt geworden; international war sie in der weiblichen Hauptrolle des eher mittelmäßigen Legion zu sehen.

Drehbuch und Konzept der neuen Serie stammen von David E. Kelley, der zum Beispiel auch Ally McBeal mitverantwortete; insofern darf man *hüstel* auf seine Perspektive und Umsetzung gespannt sein; tvovermind schreibt zu den Plänen des Senders:

Wonder Woman will apparently be a straight-faced, non-camp take on the famous superheroine, and will follow NBC’s previous attempts at a successful superhero series

Das wird auf jeden Fall anders aussehen als der mal angedachte Spielfilm aus der Feder von Joss Whedon; aber geben wir dem Projekt halt mal eine Chance. Und so lange kann man sich ja nochmal die Website des geplanten Wonder Woman-Dokumentarfilms (hier mehr dazu) ansehen oder das Projekt bei Kickstarter finanziell unterstützen – da fehlen noch fast 7500 US$, die in den kommenden vier Wochen zusammenkommen müssen!

Neuer Clip aus ‚Hanna‘

Gerade heute hatte ich erst auf ein neues Poster für Hanna hingewiesen, da finde ich bei Cinemablend auch noch einen neuen Clip aus dem Film – den zweiten nach dem Clip beim Guardian. Die Handlung dieses Ausschnitts spielt sich offenbar kurz nach dem dort zu sehenden Stück Film ab.

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