Die drei Tage des Condor (1975)

Joseph Turner arbeitet in der American Literary Historical Society in New York. Sein Job: Aus ausländischen Büchern und Presseerzeugnissen Informationen herausdestilliern, die auf mögliche Gefahren für die USA hindeuten könnten. Denn das Büro mit den eher wenig bedrohlich wirkenden Menschen ist eine geheime Niederlassung der CIA. Als Turner an einem Tag von einem kleinen Einkauf zurückkommt, findet er alle seine Kollegen ermordet vor – und wird dann alsbald ebenfalls zum Gejagten.

Sydney Pollacks eleganter, zurückgenommener Thriller aus dem Jahr 1975 ist inzwischen ein Klassiker; stets schwingt mit, wie fragwürdig die moralische Integrität der amerikanischen Institutionen, allen voran der Geheimdienste, geworden ist. Robert Redford spielt den strahlenden (und ambivalenten) Helden, der in Max von Sydow als gedungenem Killer sein Gegenüber findet. Turner kann sich erst bei einer Fotografin (Faye Dunaway) gegen ihren Willen einnisten, überzeugt sie aber schließlich von seiner Unschuld, während er von Auftragsmördern gejagt wird. Pollack lässt sich Zeit damit, seine Figuren vorzustellen und in Bedrängnis zu bringen und zieht seine Spannung weniger aus Verfolgungsjagden als mehr auf direkten, verbalen Konfrontationen, in denen die Kamera den Figuren ganz dicht auf die Pelle rückt.

Diese Kritik ist zuerst in der Deadline erschienen.

Oscarwoche: Salt

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Ich fand diese Agentinnen-Actiongeschichte mit Angelina Jolie ja erheblich besser als die meisten meiner Kolleg_innen, was vermutlich nicht nur an meinem Soft Spot für Angelina Jolie liegt, sondern auch daran, daß Salt vielleicht der einzig solide, ernsthafte und gelegentlich auch harte Agentinnenfilm der vergangenen Jahre ist. Frauen werden immer noch zu selten in solche Rollen besetzt, und gerade im Vergleich zu den Agent_innenkomödien des vergangenen Jahres – namentlich Killers (meine Kritik) und Knight and Day – mit ihren vorsintflutlich anmutenden Geschlechtermodellen ist dies eine angenehme Abwechslung, die sich, bei aller Hanebüchigkeit in vielem, jedenfalls nicht hinter den meisten, männlich besetzten Agentenfilmen verstecken muß. (Und ja, natürlich sind die Bourne-Filme interessanter und die besseren Bonds auch besser.)

Nominiert für: Best Sound (1)

Chancen: Praktisch null.

Neuer Clip aus ‚Hanna‘

Gerade heute hatte ich erst auf ein neues Poster für Hanna hingewiesen, da finde ich bei Cinemablend auch noch einen neuen Clip aus dem Film – den zweiten nach dem Clip beim Guardian. Die Handlung dieses Ausschnitts spielt sich offenbar kurz nach dem dort zu sehenden Stück Film ab.

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(via)

Neues Poster für ‚Hanna‘

Ich beteilige mich hier ja normalerweise nicht am Wettlauf darum, zu jedem neuen Film die letzten drei Szenenfotos und das tolle Plakat und diesen neuen Trailer jetzt aber auch sofort zu posten. An Neuigkeiten über Joe Wrights neuen Film Hanna (hier der Trailer, der Guardian hat einen (heftigen) Clip) über eine 16jährige mit Kampfausbildung (Saoirse Ronan) bin ich aber natürlich schon meines Blognamens wegen sehr interessiert.

Collider weist nun auf ein neues Poster zum Film bei impawards.com hin, das ich Euch nicht vorenthalten möchte. Schon das erste Motiv sah ja nicht schlecht aus.

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Die offizielle Synopsis:

Hanna (Ronan) is a teenage girl. Uniquely, she has the strength, the stamina, and the smarts of a soldier; these come from being raised by her father (Bana), an ex-CIA man, in the wilds of Finland. Living a life unlike any other teenager, her upbringing and training have been one and the same, all geared to making her the perfect assassin. The turning point in her adolescence is a sharp one; sent into the world by her father on a mission, Hanna journeys stealthily across Europe while eluding agents dispatched after her by a ruthless intelligence operative with secrets of her own (Ms. Blanchett). As she nears her ultimate target, Hanna faces startling revelations about her existence and unexpected questions about her humanity.

Kurzfilm: Pigeon: Impossible

Das ist ein hübscher kleiner, wenn auch inhaltlich völlig bananener, Animationsfilm, ganz ohne Worte, eine Art nicht erklärter und versehentlicher Zweikampf zwischen einem CIA-Agenten und einer gewöhnlichen Straßentaube, der mit Waffen aller Art vor allem um einen Bagel geführt wird. Die letzte Filmsekunde ist gemein.

Auf der Website zum Film und im dazugehörigen Blog erzählt Regisseur Lucas Martell (Twitter) auch einiges zur Entstehungsgeschichte, zum Prozeß des Filmemachens und seinen Überlegungen dabei. (via)