Oscarwoche: Kynodontas [Dogtooth]

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Kynodontas ist ein ganz und gar eigener Film, der sein eigenes kleines, abgründiges Universum mit niemandem teilen muß: Eine kleine Familie, Mutter, Vater, drei fast erwachsene Kinder, leben außerhalb einer Stadt in einem ganz abgeschiedenen und abgeschotteten Haus. Der Vater fährt täglich zur Arbeit, aber die Kinder werden systematisch von der Außenwelt abgeschottet und mit wilden Geschichten von deren Gefahren innen gehalten. Bis in die Verästelungen der Sprache und des Lebens hinein treibt Regisseur Giorgos Lanthimos dieses Spiel und versteckt die innere Dramatik gekonnt hinter unerträglich ruhigen Bildern. Erscheint im April endlich (in der Störkanal Edition) auch in Deutschland auf DVD. (Wenigstens das, wenn man schon keinen Kinostart spendiert bekommt…)

Nominiert für: Best Foreign Film (1)

Chancen: Vielleicht täusche ich mich (das würde mich freuen), aber mir erscheint Kynodontas zu sperrig, zu schwierig für einen Oscar zu sein. Fast hat man den Eindruck, legt man den Film neben die anderen, expliziter sozialkritischen Nominierten, als sei er genau dieser Sperrigkeit halber nominiert worden: Als freundliches Zunicken für harsche Filmkost. Eher chancenlos.

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