What, liebe Freundinnen und Freunde, The F***? Anläßlich des „70th anniversary of the film that started it all“ soll, so erfährt man vom oben verlinkten Poster, Michelle Rodriguez die Hauptrolle in dem für 2011 angekündigten Film Citizen Jane spielen – und das soll sich tatsächlich auf Citizen Kane beziehen? Aber ja doch:
Citizen Jane stars Michelle Rodriguez as Charlotte Foster Jane, a lethal assassin hell bent on avenging the murder of her parents in this guns blazing, action packed retelling of Orson Welles 1941 classic, Citizen Kane.
She will do anything for her Rosebud…
Und einen Teaser gibt es auch schon:
Ja, natürlich ist das ein großer Witz, so gerne ich persönlich auch Michelle Rodriguez in solchen Rollen sehe (einer der Gründe, weshalb ich mich auch auf Machete freue) – der Trailer ist als Nebenprodukt bei den Arbeiten zu Blacktino von Aaron Burns entstanden. Aber weil das hübsches Marketing ist, spekulieren natürlich die ersten bereits, ob aus dem „Fake Trailer“, wie einst bei Machete auch, noch ein richtiger Film werden könnte. Wobei, so richtig kann man sich das als Hommage an/Remake von Citizen Kane vielleicht doch nicht vorstellen.
Ich hatte bereits am vergangenen Montag Gelegenheit, Get Him To The Greek zu sehen, eine Art Spin-Off zu Forgetting Sarah Marshall (2008), das sich primär um den Rockmusiker Aldous Snow (Russell Brand) dreht, im vorherigen Film der neue Liebhaber der Titelfigur (die in Greek einen kurzen Auftritt hat). Regie führt hier wieder Nicholas Stoller, und Judd Apatow ist aufs Neue als Produzent beteiligt. Der Film ist freilich weniger leichtfüßig als Forgetting Sarah Marshall – „ernst“ wäre ein zu großes Wort, aber doch: nachdenklicher.
Natürlich sind Drogen reichlich im Spiel (ich habe den Film mal tentativ als „Fear And Loathing in Las Vegas für Apatow-Fans“ umschrieben, aber das ist vielleicht auch völlig falsch), und Snow zur Seite steht Aaron Green (Jonah Hill), ein kleines Licht in einer Plattenfirma, der Snow rechtzeitig zu einem Comeback-Konzert einmal um die halbe Erde lotsen soll.
In Brands Blog habe ich die ersten fünf Minuten des Films gefunden, die etwas hektischer sind als der Rest des Films, aber auch gut für sich stehen können: als kleines fiktionales Zeitdokument über Boulevardjournalismus in Zeiten von Selbstentblößung und Internet. Sehr hübsch.
Ein neuer Trailer für Resident Evil: Afterlife ist seit wenigen Stunden im Netz unterwegs, und ich freue mich, dem sehr hohen Trashfaktor zum Trotz, zumindest ein bißchen scheckig. Hier wird allerdings noch deutlicher, worauf le M. schon neulich zurecht hinwies: Daß man offenbar für diesen vierten Film die Franchise heftig mit Elementen aus den Blade– und den Matrix-Filmen aufpeppen will. Sowie mit vielerlei Standardelementen aus jeder anderen Actionfranchise da draußen. Oh, und Beile fliegen in den Zuschauerraum, weil es natürlich 3D sein muß.
Computerspielverfilmungen der 1990er Jahre neigten ja gerne zur totalen Trashigkeit, man denke nur an Super Mario Bros. oder Street Fighter. (Ich will jetzt gar nicht insinuieren, daß die Filme der letzten zehn Jahre wesentlich besser gewesen wären – diese Liste spricht da eine sehr eindeutige Sprache – aber zumeist sind sie zumindest ästhetisch gelungener, wenn auch insgesamt nicht unbedingt besser.)
Auch Mortal Kombat von 1995 fällt unter die Kategorie der sehr schmerzhaften Spielverfilmungen; daß das nicht ausschließlich daran liegen muß, daß die Vorlage keine filmtaugliche Konstruktion aufweist, versucht nun dieser kurze Streifen zu beweisen, den Kevin Tancharoen (der Regisseur des Fame-Remakes) mit einem Budget von 7500 US$ und reichlich Arbeitskraft seiner Mitarbeiter_innen zusammengestellt hat. Er unternimmt darin den Versuch, in knapp acht Minuten die Mortal Kombat-Grundkonstellation in eine grimmige Noir-Welt zu verpflanzen und einigermaßen konsequent in dieser Halbrealität zu verankern.
Insbesondere will er damit sich und seine Darsteller_innen als Team für ein seit langem geplantes, aber wegen juristischer Wirren stillgelegtes Remake anbieten.
Im Grunde war es nur eine Frage der womöglich noch langen Zeit, und bis dahin ein großes Desiderat, daß sich das Genre der Teenie/High-School-Komödie, das ja gerne auch einmal mit Stoffen von Shakespeare hantiert (manchmal durchaus erfolgreich), einmal des 1850 erschienenen Romanes The Scarlet Letter von Nathaniel Hawthorne annimmt. (Weitere Verfilmungen gab es natürlich seit 1908schonreichlichviele.)
Et voilà: mit Easy A wird diese Lücke in den nächsten Monaten zunächst einmal gefüllt werden. Und dreht den Spieß ein wenig um: Protagonistin Olive Penderghast (Emma Stone) verliert, wenn man dem Trailer glauben darf, ihre Jungfräulichkeit nur zum Schein, dafür gleich reihenweise. Das eröffnet dem Film möglicherweise interessante Einblicke und Inszenierungen zeitgenössischer Sexualmoral; zugleich droht er in deren Falle zugleich hineinzutappen, indem er alles umschifft, was Sex noch so mit sich brächte.
Aber das wird sich alles erst noch zeigen… für Deutschland ist der Film von Sony Pictures vage für Februar 2011 angekündigt.
Und hier noch ein Clip, der aber irgendwie mit dem Rest des Films nicht viel zu tun haben scheint:
Der Film spielt mit der Idee einer Nazi-Basis auf dem Mond, von der 2018 zur großen Invasion der Erde angesetzt wird. Das Projekt ist zu weiten Teilen finanziert, kann aber immer noch – auch finanzielle – Unterstützung gebrauchen!
Towards the end of World War II the staff of SS officer Hans Kammler made a significant breakthrough in anti-gravity.
From a secret base built in the Antarctic, the first Nazi spaceships were launched in late ‘45 to found the military base Schwarze Sonne (Black Sun) on the dark side of the Moon. This base was to build a powerful invasion fleet and return to take over the Earth once the time was right.
Now it’s 2018, the Nazi invasion is on its way and the world is goose-stepping towards its doom.
Daß der Autor dieses Blogs, dessen Titel eine gewisse filmische Vorliebe seinerseits schon im prominent gezeigten Titel vor sich her trägt, in seinem Herzen eine sehr weiche Stelle für Milla Jovovich hat, mag man ihm, bei all deren schauspielerischen Schwächen, bitte und gerne nachsehen. Und weil er zudem Actiontrash ebensowenig abgeneigt wie er dem Zombiefilm herzlich zugeneigt ist, freut er sich, allen Unkereien zum Trotz, dann eben doch auf Resident Evil: Afterlife, den vierten Film der Franchise (hier meine Besprechung zu Nummer 3, Extinction) der zu allem knallbunten Überfluß auch noch in 3-D zu sehen sein wird. Im Trailer wumst es gewaltig und weitgehend sinnfrei.
Noch mehr freue ich mich freilich auf einen der neuen Filme mit Angelina Jolie (die zu verehren dieses Portrait einige Gründe bereithält), nämlich Salt, in dem sie eine amerikanische Agentin spielt, die vielleicht zugleich eine russische ist – ein Film, der schließlich auch deshalb sehenswert ist, weil Liev Schreiber und Chiwetel Ejiofor mitspielen.
Freund_innen klassischer Literatur schlagen wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen, andere Leute hüpfen vor Freude im Quadrat; und weil Zombies eines der unterschwelligen Grundthemen dieses Blogs bilden, darf es statt Film heute auch mal ein Blick auf das geschriebene Wort sein.
Seth Grahame-Smiths amüsante Neufassung von Jane Austens Pride and Prejudice als Pride and Prejudice and Zombies (mehr dazu bei Nerdcore; bestellen bei amazon.de) bekommt nun, während die Verfilmung, großartigerweise mit Natalie Portman in der Hauptrolle, schon in der Mache ist, mit Pride and Prejudice and Zombies: Dawn of the Dreadfuls ein Prequel spendiert, das Ende März erscheinen wird (vorbestellen bei amazon.de).
Und weil das Zombiegenre dem Film doch fast noch näher liegt als der Literatur, gibt es zu dem Buch auch einen hübschen kleinen Trailer:
In diesem Musikvideo zum Song ‚Kick-Ass‘ von Mika – zugleich Titelsong des gleichnamigen Films, hier schon einmal erwähnt – gibt es auch ein paar neue Einstellungen aus dem Film zu sehen. Nichts Atemberaubendes zwar, aber meine Vorfreude auf den Film ist seit den ersten Besprechungen vom SXSW noch einmal gestiegen.
(Update: Video wurde gelöscht, durch eine andere Quelle ersetzt; wer es dennoch nicht sehen kann, hier gibt es eine abgefilmte Fassung. Danke an B. für den Hinweis!)
Derzeit sehe ich aus verschiedenen Gründen wieder einmal eine ganze Reihe von Zombiefilmen (die zwei jüngst gesehenen eher besseren waren La Horde – Kritik – und Survival of the Dead – Kritik -, die ich vergangene Woche in Gérardmer gesehen habe). Zu meinem Programm gehörte nun heute auch Resident Evil: Degeneration.
Das ist, wer den Film kennt, wird es zu bestätigen wissen, nun gewiß der ungelenkste, wenn vielleicht auch den Resident Evil-Spielen am nächsten stehende Auswurf dieses Filmfranchise. Ein Großteil der Handlung ist überhaupt nur verständlich, wenn man mit der Vorgeschichte der Computerspiele zumindest lose vertraut ist, und selbst dann ergibt vieles keinen Sinn. Degeneration ist komplett CGI-generiert, da ist keine richtige Kamera je am Set vorbeigekommen (obwohl ein, zwei Totalen so wirken, als sei die Szenerei von einem handgemachten Bild eingescannt worden), und insofern kann seine Ästhetik natürlich den Spielen am nächsten sein.
Dankenswerterweise verzichtet der Film auf extensive First-Person-Shooter-Perspektiven; eine kurze Szene relativ am Anfang nimmt den Blickwinkel eines Spielers an, dann wird darauf verzichtet. Aber wenn man die Figuren später rennen, springen, rollen sieht, dann weiß man doch wieder, wo man das alles schon so ungelenk gesehen hat. Wenn nicht hier, dann bei Ms. Lara Croft.
Daß Degeneration nicht mit Charakteren von besonders großer Tiefe prahlen kann, mag man dem Genre anlasten – dem Subsubsubgenre der Zombie-Computerspielverfilmungen zumal. Aber es liegt natürlich auch im CGI begründet; die Personen hier leben alle tief im Uncanny Valley, ihr Anblick ist in einem so fundamentalen Sinne un-menschlich, daß man oft zweimal gucken muß, ob man’s denn nun mit einem Zombie oder einem Menschen zu tun hat. (Das mag Absicht sein, zumindest im Falle der gar bösen Bösewichter; zur einfacheren Wiedererkennung sehen die Zombies aber immer auch gleich sehr zerfressen aus.)
Schlimm, weil irgendwie verzweifelt noch mit dem sicheren Scheitern hadernd, sind dann vor allem die Szenen, in denen in langen Nah- oder Großaufnahmen sich die emotionale Tiefe einer Figur durch deren Mimik erschließen soll. Dieser Versuch scheitert aufs Oberflächlichste.
Foto: Sony Pictures
Im Grunde scheitert Resident Evil: Degeneration damit aber – sieht man einmal davon ab, daß der Film weder spannend ist noch interessante Charaktere aufzuweisen hat, und einigen weiteren Mängeln, die ich hier nicht aufzählen mag – natürlich an einem Grundproblem des computeranimierten Films, dem sich nahezu alle Filmemacher in diesem Bereich, außer Robert Zemeckis mit seinen letzten drei Filmen, dadurch entziehen, daß sie eben nicht auf möglichst große Menschenähnlichkeit zielen, sondern ihre Leinwandfiguren auf die eine oder andere Art und Weise verfremden, verändern, verzerren.
Für den Zombiefilm scheint eine solche Antwort nun A.D. zu versuchen, von dem es bisher nur einen Teaser und eine Handvoll Screenshots zu sehen gibt – in einem „Interview„, das diesen Namen ob seiner groben Belanglosigkeit kaum verdient, äußern sich die Macher allerdings anscheinend gezielt nicht dazu, wann der Film das Licht der Welt erblicken werde.
Aber das bißchen Filmmaterial hier sieht eigentlich nicht schlecht aus: