Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (5)

Alle meine Beiträge zum Fantasy Filmfest (FFF) 2012 finden sich unter dem Schlagwort FFF2012

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Kurze Anmerkungen und Trailer:

Chained

Der bisher stärkste Film des Festivals, der wohl eindringlichste Serienmörderfilm seit Henry und über weite Strecken ein Kammerspiel – das geht unter die Haut. Vincent d’Onofrio könnte das Ganze zu einer One-Man-Show machen, so unglaublich gut spielt er hier, aber er lässt seinen beiden jungen Partnern allen Platz, den sie brauchen. Umwerfend.

Beasts of the Southern Wild

Wilde und anrührende, phantastische Saga mit gelegentlich ins pathetische abdriftender Überhöhung des Überlebenskampfes einer kleinen Gemeinschaft am Golf von Mexiko. Dafür, dass Beasts ein Low-Budget-Projekt (auf 16mm gedreht) und ein Erstlingsfilm ist, der nur mit Laiendarstellern realisiert wurde, ein atemberaubendes Ergebnis, mit zum Teil wunderschönen Bildern und einer überragenden jungen Hauptdarstellerin.

Le magasin des suicides / The Suicide Shop

Eine schwarze französische Komödie über Selbstmord als animiertes Musical in 3D – wie sollte das schiefgehen? Und in der Tat ist dieser Film ein hübsches Kleinod voller hübscher Momente, auch wenn er nie zu ganz origineller Einzigartigkeit aufsteigen kann — und ganz sicher ist das, trotz der Besinnung auf family values am Schluss (jedenfalls größtenteils), kein gefälliges Mainstreamkino, weshalb mir nach der Vorstellung sofort klar wurde, warum der deutsche Verleih vor einem Kinostart hierzulande zurückschreckt.

Replicas

Zunächst mal ein Home-Invasion-Thriller der eher klassischen Sorte und ohne jeden Schnickschnack: Vom Schicksal gebeutelte Familie zieht sich ins geerbte Haus in der Einsamkeit zurück und bekommt prompt Besuch von einer sehr seltsamen Familie aus der Nachbarschaft… Aus den vielen ähnlichen Filmen hebt sich Replicas vor allem durch den ewig hingezogenen Nachmittag dieses Besuchs ab, in dem sich die Seltsamkeiten häufen und immer mehr, aber nur unterschwellig, Bedrohung aufgebaut wird.

When the Lights Went Out

Wenn ich richtig mitgezählt habe, bereits der vierte Haunted-House-Film im diesjährigen FFF (nach The Pact, The Awakening und La Cara Oculta – habe ich einen vergessen?). Das Marketing von Ascot Elite betont das Exorzismus-Moment, aber diese Sequenz wirkt fast ein bißchen aufgesetzt, wie um die Handlung zum Kulminationspunkt zu treiben — dabei ist das, was vorher passiert, schön klassisch und sehr stimmig umgesetzt, in einem bis ins Detail passenden 70er-Jahre-Dekor. Es stört allein, dass das letzte Drittel des Films dann auch keine rechten Überraschungen mehr bereithält. Alas.

http://www.youtube.com/watch?v=GYKz11JtD0A

4 thoughts on “Fantasy Filmfest 2012: Empfehlungen (5)

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