Gérardmer 2011 – Dario Argento

Gérardmer 2011 - SchriftzugIch werde auch in diesem Jahr wieder zum Festival du Film fantastique nach Gérardmer (26. bis 30. Januar) in den Vogesen fahren und freue mich jetzt schon auf viereinhalb sehr intensive Tage in heimeliger, fast privater Atmosphäre und mit voraussichtlich viel, viel Schnee. (Meine Berichte vom vergangenen Jahr sind hier.)

Besonders freut mich, daß, wie vorgestern zu erfahren war, Dario Argento in diesem Jahr Präsident der Jury sein wird. Das ist allein schon deshalb ein Grund zur Freude, weil das Festival zu diesem Anlaß einige seiner Filme als Retrospektive zeigen wird (so wie es 2010 mit den Filmen von John McTiernan war); aber man darf doch auch sehr gespannt sein, was von Argento während des Festivals zu hören sein wird. Der große Meister des Giallo (in dessen Profondo Rosso ich mich erst vor wenigen Monaten heftig und unsterblich verliebt habe) hat in den letzten Jahren leider nur wenig erfolgreiche Filme gemacht und ist mit Giallo zuletzt nicht nur bei der Kritik untergegangen, sondern auch vor amerikanischen Gerichten, wo Hauptdarsteller Adrien Brody einen Prozeß gegen Argento gewonnen hat, da er nicht vollständig bezahlt worden sei.

Keine Nachrichtensite kann deshalb auf die so süffisante wie überflüssige Anmerkung verzichten, daß Brody wohl als Protagonist für Argentos neues Projekt, eine 3D-Fassung von Dracula, nicht in Frage kommen werde. Angeblich wird ab Februar in Ungarn gedreht, also direkt nach Gérardmer.

Das Thema des Festivals, wie Gérardmer es sich jedes Jahr gibt, ist für 2011 mit „Schizophrénie, Claustrophobie, Paranoïa… et autres petites joies de l’existence“ überschrieben, also etwa: „Schizophrenie, Klaustrophobie, Paranoia … und andere Freuden der Existenz“. Obwohl die Spekulationen wuchern (The Ward, La Casa Muda, …) sind bislang noch keine Filme für den Wettbewerb oder die Nebensektionen bestätigt; am 13. Januar soll das Programm öffentlich bekannt gemacht werden.

Das offizielle Festivalplakat gibt es aber natürlich schon:

Plakat Gérardmer 2011

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